Interkulturelle Qualifizierung von Imamen

Interkulturelle Qualifizierung von Imamen

© BMI,Landesstiftung Hessen, CCMEDie sprachliche und landeskundliche Fortbildung von Imamen in islamischen Gemeinden ist, wie auch in vorangegangenen ähnlichen Projekten, das Ziel des Projekts Interkulturelle Qualifizierung von Imamen.

Das Projekt richtet sich an insgesamt 70 Imame, die in marokkanischen Gemeinden oder der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden in Deutschland (IGS) aktiv sind. Die Geistlichen sollen die spezifischen Bedürfnisse und Sorgen von Muslimen in Deutschland erkennen, sowie Lösungen für Probleme anbieten und bei Bedarf Hilfsangebote vermitteln können. Die Vernetzung und der Austausch von Imamen und Funktionsträger der muslimischen Communities mit kommunalen Akteuren stellt eine zweite wichtige Säule der Projektarbeit dar.

Neben einem intensiven und individuellen Sprachkursangebot soll der Aufbau eines Bewusstseins für das kulturelle, politische und gesellschaftliche Selbstverständnis in Deutschland gestärkt werden. Wichtig ist in diesem Kontext vor allem auch die Sensibilisierung für die Lebensrealität muslimischer Jugendlicher in Deutschland. Fragen nach der kulturellen Identität gerade vieler junger Muslime mit Migrationshintergrund sind hier Ausgangspunkt.

Eine Reihe von sprachlichen und landeskundlichen Fortbildungen und Workshops werden über eine Projektlaufzeit von Oktober 2015 – September 2017 an verschiedenen Standorten in Hessen sowie in Hamburg und Berlin veranstaltet. Das Projekt zur Interkulturellen Qualifizierung von Imamen baut hierbei auf wertvollen Erfahrungen vorangegangener Initiativen auf. Vor allem das Projekt Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure, das in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung umgesetzt werden konnte, hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Konzeption des Projekts. Der stark partizipative Ansatz bei der Projektarbeit, d.h. ein hohes Maß an Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für alle Teilnehmenden und die Orientierung an lokalen Gegebenheiten sorgt hier für die nötige Flexibilität und stellt sicher, dass die Fortbildungen an den tatsächlichen Bedürfnissen vor Ort angepasst sind.

Das Projekt wird vom Goethe-Institut in enger Kooperation mit den marokkanischen Gemeinden in Deutschland sowie der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden in Deutschland durchgeführt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und die Landesstiftung Miteinander in Hessen fördern und begleiten das Projekt. Die Zusammenarbeit mit den marokkanischen Gemeinden wird maßgeblich durch den marokkanischen Conseil de la communauté marocaine à l'étranger (CCME) sowie den in Brüssel ansässigen europäischen Rat der marokkanischen Gelehrten (CEOM) unterstützt.

Logos: BMI, Landesstiftung Hessen, Conseil de la Communauté Marocaine à l'Etranger

Kontakt:
Mail Symbolintegrationsprojekte.regiond@goethe.de

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