Kommunale Akteure

Islamische Gemeinden als kommunale Akteure

© Yuri ArcursMuslima | © Yuri Arcurs
Foto: Yuri Arcurs

In einer kulturell und religiös vielfältigen Gesellschaft spielen Integration und die gesellschaftliche Teilhabe aller in Deutschland lebenden Menschen eine bedeutende Rolle. In diesem Zusammenhang muss auch der Austausch und Dialog zwischen islamischen Gemeinden und kommunalen Institutionen weiter gefördert werden. Das Goethe-Institut engagiert sich seit einigen Jahren im Bereich Islam in Deutschland und konnte mit Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung bereits ein erfolgreiches Projekt umsetzen, das die Stärkung der Handlungskompetenz von Funktionsträgern in muslimischen Gemeinden zum Ziel hatte. Engagierte Männer und Frauen in ganz Deutschland konnten so als Ansprechpartner für kommunale Themen fortgebildet werden.

Mit dem Anschlussprojekt Islamische Gemeinden als kommunale Akteure möchte das Goethe-Institut wiederum in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung an die bisherigen Prozesse anknüpfen. Die Teilnehmenden sind Funktionsträger aus islamischen Gemeinden, die dort Aufgaben wie zum Beispiel die Betreuung der Jugendarbeit, den Vereinsvorstand oder die Organisation der Öffentlichkeitsarbeit erfüllen. Wie schon im Projekt Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure wird auch in diesem Projekt Wert auf einen partizipativen Ansatz und eine möglichst weitreichende Einbeziehung der Teilnehmer/-innen bei der Entwicklung der Projektinhalte gelegt.

Das Projekt wird in Essen und Ingolstadt umgesetzt.

Sechs Männer | © ZouZou

Foto: ZouZou

Schwerpunkt der Projektarbeit in Essen ist die Stärkung des gesellschaftlichen Engagements muslimischer Jugendlicher. Das Goethe-Institut arbeitet dazu mit kommunalen Partnern wie der Kommission-Islam und Moscheen in Essen, dem Arbeitskreis Jugend sowie auch dem Kommunalen Integrationszentrum zusammen.

Seelsorge im interreligiösen Kontext ist das Schwerpunktthema in Ingolstadt. In Zusammenarbeit mit dem Klinikum Ingolstadt und der christlichen Klinikseelsorge erhalten Frauen und Männer mit islamischer Religionszugehörigkeit die Möglichkeit zur Ausbildung für den ehrenamtlichen Besuchsdienst am Klinikum. Parallel wird am Aufbau von Strukturen zur nachhaltigen Etablierung eines ehrenamtlichen islamischen Besuchsdiensts gearbeitet.

Zentrales Ziel des Projekts ist neben der Förderung der Selbstorganisation und Eigenverantwortlichkeit der Projektgruppen bei der Entwicklung, Planung und Durchsetzung der Projektkonzepte, vor allem auch die bessere Vernetzung der islamischen Funktionsträger mit kommunalen Akteuren und die Einbindung von Partnern aus der kommunalen Verwaltung. Der stark partizipative Ansatz soll hier dazu beitragen, stabile und nachhaltige Strukturen der Kommunikation und Zusammenarbeit aufzubauen, die auch über die Projektlaufzeit von 20 Monaten hinaus bestehen bleiben können. Neben der inhaltlichen Fortbildung bietet das Goethe-Institut den Projektteilnehmern auch ein auf deren individuelle Bedürfnisse ausgerichtetes Sprachkursangebot an.

In Zusammenarbeit mit:
Logo | © Robert Bosch Stiftung

Kontakt:
Mail Symbolintegrationsprojekte.regiond@goethe.de

Links zum Thema
© Goethe-Institut/Judith Buss

Frühere Aktivitäten



Livezeichner © Goethe-Institut/Judith Buss

Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure

Die Initiative Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure des Goethe-Instituts und der Robert Bosch Stiftung hatte zum Ziel, die Kompetenzen dieser engagierten Männer und Frauen, die vertrauensvolle und meinungsbildende Funktionen im Gemeindeleben erfüllen, zu stärken und sie besser mit kommunalen Institutionen zu vernetzen.