

| 10. Jh. | Ostkolonisation – Eroberungspolitik deutscher Feudalherren vor allem in ursprünglich slawischen Gebieten östlich der Elbe |
| 1763 | Manifest der Zarin Katharina II.: Aufruf an alle Ausländer zur Einwanderung nach Russland (Zugesagt werden: Landbesitz, Steuerfreijahre, deutsche Sprache und Verwaltung, Religionsfreiheit und Befreiung vom Militärdienst) |
| 1914 | Ausbruch Erster Weltkrieg |
| 1915 | Liquidationsgesetze – 190.000 Wolhyniendeutsche werden enteignet und östlich des Urals deportiert. |
| 1924 | Gründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) der Wolgadeutschen, außerdem in der ganzen Sowjetunion 18 deutsche nationale Kreise sowie 550 deutschsprachige Dorfsowjets |
| 1941 | Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges, 800.000 Russlanddeutsche, die im europäischen Teil der UdSSR leben, werden kollektiv der Kollaboration mit Deutschland beschuldigt, entrechtet, in den Hohen Norden und östlich des Urals deportiert und zu Zwangsarbeit verpflichtet |
| 1941 | Auflösung der Wolgadeutschen Republik (ASSR), wo ein Großteil der Russlanddeutschen lebt |
| 1941-48 | 300.000 – 400.000 russlanddeutsche Deportationsopfer (verhungert, erfroren, erschossen, Erkrankungen mit Todesfolge, Arbeitsunfälle) |
| 1942-55 | „Sondersiedlung“ für die Russlanddeutschen (monatliche Meldepflicht und zugewiesener Ort, der nicht verlassen werden darf) |
| Ende 1944 | Beginn von Flucht und Vertreibung: |
| 1953 | Bundesvertriebenen-Gesetz der Bundesregierung Deutschland regelt die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge deutscher Volkszugehörigkeit |
| 1964 | Rehabilitierung der Russlanddeutschen durch die Regierung der UdSSR, sie dürfen jedoch weiterhin nicht in ihre Heimatgebiete zurück |
| 1987 | Neues Passgesetz, das die Ausreise der Russlanddeutschen ermöglicht |






