Methodik und Didaktik

Zielgruppe:
Die Sachgeschichten aus der Sendung mit der Maus eignen sich für den Deutsch als Fremd- und Zweitsprachenunterricht auf jeder Niveaustufe und speziell für den fächerübergreifenden Unterricht.

Die auf diesen Seiten vorgeschlagenen Didaktisierungen wenden sich im Besonderen an Deutsch als Fremdsprache-Lehrer, die mit Kindern auf der Vor- und Grundschulebene im DaF und DaZ-Unterricht in Deutschland und im Ausland arbeiten (also Kinder im Alter zwischen ca. 5 bis maximal 12 Jahren).

Konzept:
Dementsprechend berücksichtigen die Didaktisierungen vorwiegend die Prämissen, Forderungen und Lehrpläne des frühen Fremdsprachenunterrichts. (siehe z.B. „Nürnberger Empfehlungen für den frühen Fremdsprachenunterricht")

Berücksichtigt wurden dabei im Einzelnen:

Das Immersions-Konzept: Nicht die Fremdsprache wird zum Lerngegenstand gemacht, vielmehr ist sie das Medium. Ein Beispiel: Es wird also kein Passiv geübt, aber bei vielen Filmen wird der Passiv benutzt, so dass die jungen Lerner bereits mit dieser grammatischen Form konfrontiert werden. Im Vordergrund steht aber die Themenorientierung und der fächerübergreifende Unterricht am Beispiel von Alltagsphänomenen. Diese Inhalte werden altersgemäß vermittelt: Das Weltwissen der jungen Lerner wird durch konkrete Anschauung erweitert. Sprachlernen geschieht in starkem Maße durch Aufgaben, bei denen das Gesehene und Gehörte durch Imitation, Spiel und Handeln aufbereitet wird. Reime und  Kreisspiele sind ein Instrument, um Sprachrhythmus und Phonetik mit Bewegung zu üben. Das im Film Gesehene selbst spielerisch zu erproben, nachzubasteln, zu experimentieren und darüber hinaus kreativ zu werden, entspricht dem ganzheitlichen Ansatz, der bei jungen Lernern besonders wichtig ist.

Die meisten spielerischen Handlungen und Miniprojekte finden als Kreisspiele und Gruppenarbeiten statt, so dass auch das soziale Lernen unterstützt wird.

Berücksichtigt wird, dass – je nach Lerngruppe und Alter - die jungen Lerner ihren Zweitsprachenerwerb ohne Schrift beginnen, und dass ihnen ein ausreichend langer Zeitraum zugestanden werden sollte, in dem sie von der Sprachrezeption zur Sprachproduktion kommen. Konkret bedeutet das, dass die Aufgaben und Übungen so angelegt sind, dass die jungen Lerner zunächst über Methoden wie „Total Physical Response“ - also über Zeigen, Ausführen und Nachahmen ohne Sprachproduktion die Lerninhalte und Sprachmuster imitieren und wiedergeben können.

Angelika Lundquist-Mog
Mail Symbolangelika.mog@web.de  

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