Frühes Deutsch - Heft 1 - Interkulturelles Lernen

Interkulturelles Lernen ist eine wesentliche Begründung für das frühe Sprachenlernen.
Dieses soll dem Kind eine zusätzliche Chance bieten, andere Sichtweisen von Welt kennen zu lernen, sich für fremde Kulturen zu öffnen und sich in der Welt zu orientieren. In unserer globalen Welt ist es notwendig, unseren Kindern über die Schule Fähigkeiten zu vermitteln, das Denken und Handeln anderer zu verstehen. Das Lernen von Sprachen ist dabei ein bestimmendes Element. In den Beiträgen des aktuellen Hefts wollen wir dazu theoretische Überlegungen und praktische Beispiele vorstellen.
Über Ihre Nachrichten und Anregungen zu Inhalt und neuer Gestaltung würden wir uns freuen.
Fortbildungsszenario „Interkulturelles Lernen“ (PDF, 575 KB)
Herzlich Willkommen in Mottenstein

Marina Zausaeva
Kinder planen eine Stadt
Stationenlernen am Beispiel des Projekts „Mottenstein“.
Kinder planen eine Stadt.
Der Beitrag beschreibt ein Projekt des Kinderkurses Berchtesgaden 2003.
Mottenstein ist eine fiktive Stadt, in der Kinder verschiedener Altersstufen und mit unterschiedlichsten Sprachkenntnissen als „Bürger“ „leben“ und „arbeiten“ und gemeinsam ihr Deutsch verbessern.
Beispiele für Lernstationen sind angeführt.
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Interkulturelles Lernen

Bettina Mickenbecker-Soubai
Interkulturelles Lernen schließt ein, dass wir nicht bewerten, nicht versuchen, etwas als normal oder unnormal einzustufen, sondern das Andere, den Fremden als einen Teil des Ganzen zu sehen. Durch diese Herangehensweise und die Perspektive der Vielfalt in der Einheit der Welt haben die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen die Chance, voneinander und miteinander zu lernen.
Der Effekt von internationaler Zusammenarbeit

Peter Edelenbos und Angelika Kubanek-German
Der Effekt eines Auslandaufenthaltes auf die Fremdsprachenkenntnisse ist schon lange bekannt. Seit Generationen sind deshalb Au-pairs nach Italien, Frankreich, in die USA oder nach England gegangen. Durch einen Besuch in England sollen Schüler sogar 5-mal so schnell Englisch lernen wie in der Klasse. Alle Studien über Auslandaufenthalte ergeben, dass die Fremdsprachenlerner die Fremdsprache anschließend besser sprechen und verstehen. Auch der Effekt in Bezug auf Selbstständigkeit und Kulturverständnis ist beeindruckend. Seit 2000 wurden in einigen empirischen Untersuchungen die Ergebnisse von internationalen Kontakten und Austausch für den Unterricht resümiert.
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Grenzen-los

Petra Hölscher / Jörg Roche
Deutsch-Lernen über CD-ROM und Internet
auf der Basis von interkulturellem Erfahrungsaustausch für Kinder auf der ganzen Welt.
Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München, hat in Kooperation mit der BMW Group München das CD ROM-Programm Grenzenlos entwickelt, mit dem Kinder und Jugendliche von 9-15 Jahren im In- und Ausland selbstständig Deutsch lernen können. Auf der Basis des Gelernten werden sie zu einem interkulturellen Austausch mit Kindern in aller Welt angeregt.
Drei aufeinander aufbauende CD ROMs für unterschiedliche Sprachkompetenzstufen fördern das Sprachwachstum. Die ersten beiden sind Ende 2003 erschienen.
Internationale Kontakte und Austausch

Peter Edelenbos / Angelika
Kubanek-German
Der Effekt eines Auslandaufenthaltes auf die
Fremdsprachenkenntnisse ist schon lange bekannt. Seit Generationen sind deshalb
Au-pairs nach Italien, Frankreich, in die USA oder nach England gegangen.
Durch einen Besuch in England sollen Schüler sogar 5-mal so schnell Englisch
lernen wie in der Klasse. Alle Studien über Auslandaufenthalte ergeben, dass die
Fremdsprachenlerner die Fremdsprache anschließend besser sprechen und verstehen. Auch der Effekt in Bezug auf Selbstständigkeit und
Kulturverständnis ist beeindruckend. Seit 2000 wurden in einigen empirischen
Untersuchungen die Ergebnisse von internationalen Kontakten und Austausch für
den Unterricht resümiert.
Teletandem

Daphne Wefelmeier
Wie man über Videokonferenz Rezepte
für Weihnachtsplätzchen austauschen und eine deutsch-französische
Zirkusaufführung vorbereiten kann...
Im Dezember 2003 haben Benjamin und
Vinciane mit ihrer Klasse Weihnachtsplätzchen nach original fränkischem Rezept
gebacken. Und das in einer ländlichen Stadt namens Fléac im südfranzösischen
Charente, wo deutsche Weihnachtsplätzchen eigentlich eher unbekannt
sind.
KIKUS – Sprachförderung Deutsch

Eva Kreissl/ Angela Guadatiello
Das KIKUS-Konzept ist ein einfaches, praxiserprobtes und effektives Sprachförderprogramm, um Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von 3-10 Jahren in ihrem Spracherwerbsprozess zu unterstützen. Die Kinderkurse werden in Kindergärten und anderen pädagogischen Einrichtungen durchgeführt. Das Konzept basiert auf drei Bausteinen: 1. die spielerische, systematische und handlungsorientierte Sprachförderung Deutsch in der Kleingruppe durch eine von uns qualifizierte Kursleitung, 2. die Festigung des Gelernten durch die Kooperation mit der Einrichtung und 3. die Förderung der Erstsprachen durch eine angeleitete Eltern-Kind-Zusammenarbeit.
Hocus + Lotus im Kindergarten

Monika Springer
Wie kleine Kinder Deutsch lernen können
„Hakan,“ ruft
Marvin, „kommst Du mit in die Bauecke?“ „Ich bin nicht Hakan,“ antwortet der
kleine Junge mit einem lustigen Singsang in der Stimme. „Ich bin Remzi!“
Und dann geht er mit Marvin spielen.Remzi ist erst seit vier Monaten im
Kindergarten. Als er mit drei in die Einrichtung kam, konnte er Türkisch, seine
Muttersprache. Aber er sprach kein Deutsch.Den Satz „Ich bin nicht Hakan,
ich bin Remzi!“ hat er von Hocus gelernt. Hocus ist ein Dinokrok, eine Mischung
zwischen Dinosaurier und Krokodil. Hocus kommt aus einem Ei geschlüpft und ist
plötzlich da. Die Kinder erleben sein Werden mit.
Koordinierte Alphabethisierung Koala

Sieglinde Schwede
Hinter der Abkürzung „Koala“ steckt
ein Programm, die „KOordinierte ALphabetisierung im Anfangsunterricht“ in den
Sprachen Deutsch und Türkisch. Koala ist für uns der Weg, zweisprachige Kinder
zweisprachig zu alphabetisieren, ihre Kompetenzen zu nutzen und sie planvoll zu
fördern. Koala ist die systematische und organisierte Absprache innerhalb eines
gemeinsamen Konzepts zwischen der Klassenlehrerin und der Muttersprachenlehrerin
hinsichtlich der Alphabetisierung, der Unterrichtsmethode, der kontrastiven
Arbeit und der Sachunterrichtsthemen.
Das Interkulturelle Spielzimmer

Gabriele Duziak-Jan
Das Interkulturelle Spielzimmer –
Interkulturalität erfahren in Spielen, Büchern und Spielsachen.
Alle Kinder,
die in dieser Gesellschaft leben, wie unterschiedlich sie auch leben und
aussehen, sollen die Möglichkeit haben, sich in Spielsachen und Büchern
wiederzufinden. Das heißt, dass sowohl in Kinderbüchern, wie in Informations-
und Schulbüchern, sich Kinder mit verschiedenem Aussehen und verschiedenen Namen finden sollen, dass Puppen, Spiele, Puzzle, in ihrer Darstellung, nicht nur weiß und europäisch sein sollen.
Besuch vom kleinen Wolf

Sivia Hüsler
Vielsprachiges Bilderbuch für die Sprachförderung im
Kindergarten und zu Hause.
Die Geschichte vom Wolf kann bei den Eltern einen andern
Zugang zum Kindergarten ermöglichen, weil sie mit der Geschichte auch einen Teil
vom Kindergarten miterleben und dazu aufgefordert werden mitzuwirken. Sie können
sich dadurch mehr zugehörig zum Kindergarten fühlen. Als Ergänzung zum Buch ist
eine Begleitmappe mit Arbeitsblättern geplant, mit Aufgaben für die Eltern und
Kinder, wie Vorlesen, Farben, Tiernamen oder Zahlen in der Muttersprache lernen.
Dies zeigt den Eltern, wie sie die Muttersprache fördern können, und sie werden
sich auch für den Fortschritt ihrer Kinder beim Erlernen der Zweitsprache
Deutsch interessieren.








