
In ein „Musée Sentimental“, das in hunderten von Alltagsgegenständen und persönlichen Erinnerungsstücken die Geschichte der Bundesrepublik lebendig werden lässt, laden das Goethe-Institut und die Bundeszentrale für politische Bildung ein. Die mehrsprachige Ausstellung „Deutschland für Anfänger“ ist im Sommer im Lichthof des Auswärtigen Amtes in Berlin zu sehen. Ab Herbst geht die Ausstellung mit dem Goethe-Institut auf Welttournee. Kennen Sie die Loreley? Wie viele Vereine gibt es in Deutschland? Wie stehen die Deutschen zu ihrer Vergangenheit? Wie gehen sie mit Ausländern um? Welche Rolle nimmt die Arbeit im Leben der Deutschen ein? Humorvoll und aus verschiedensten subjektiven Perspektiven gibt die Ausstellung „Deutschland für Anfänger“ Antworten auf Fragen nach der Geschichte, Kultur und Politik der Bundesrepublik.


Die Grundstruktur der Ausstellungsgestaltung bilden die Buchstaben des deutschen Alphabets: B wie „Brauchtum“, G wie „Gemütlichkeit“, V wie „Verein “, Z wie „Zukunft“. In die plastischen Körper der Buchstaben sind Vitrinen, Schubladen und Monitore eingelassen, die Erinnerungsstücke und Alltagsgegenstände zu den jeweiligen Themen zeigen. So finden die Besucher unter F wie „Fußball“ eine Hörstation, an der aktuelle und alte Fußballlieder zu hören sind, Siegerbälle, Fan-Trophäen wie signierte T-Shirts, einen goldenen Fußballschuh und eine Trillerpfeife. Auf einem Monitor können sie darüber abstimmen, ob das entscheidende Tor von Wembley beim WM-Finale 1966 zu Recht oder zu Unrecht anerkannt wurde, und sich über die Erfolge der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft informieren.
Den Einzelthemen vorgeschaltet ist ein Ausstellungsteil, der Fakten über die Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur der Bundesrepublik Deutschland präsentiert.
Deutschland auf Welttournee
So setzt die Ausstellung aus hunderten von Informationen und Objekten ein Gesamtbild Deutschlands zusammen – „unprätentiös, wissenschaftlich fundiert, aber auch augenzwinkernd und mit versöhnlicher Schärfe,“ erklärt Kurator Jürgen Reiche von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Ausstellung ist mehrsprachig (deutsch, englisch, türkisch) und richtet sich bewusst nicht nur an Deutsche, sondern auch an Menschen nicht deutscher Herkunft in und außerhalb Deutschlands.Die Ausstellung entstand als Gemeinschaftsprojekt des Goethe-Instituts (Projektleitung: Dr. Manuela Beck) und der Bundeszentrale für politische Bildung (Projektleitung: Cornelia Bull) anlässlich des 60. Jubiläums des Grundgesetzes und der Gründung der Bundesrepublik.





