
„Yo! Was geht ab, Digger?“, begrüßen sich zwei Jugendliche auf der Straße. Ausdrücke aus dem Hip-Hop-Jargon sind längst in die deutsche Alltagssprache gesickert. Raptexte beeinflussen das Sprachverständnis mittlerweile mehr als die klassische Literatur. Sprache dient in der Hip-Hop-Kultur als Universalwerkzeug. Durch sie setzen sich Rapper mit ihrer Umwelt auseinander und vermitteln eine glaubwürdige Persönlichkeit. Zunächst können Ausdrücke aus dem Englischen übernommen werden. Doch entscheidend ist der kreative Umgang mit der Muttersprache.
Die Rapszene der 1990er Jahre war sehr sprachverliebt. Hamburger und Stuttgarter Rapper haben den Wortwitz auf die Spitze getrieben. Seit 2000 dominiert der Straßenrap aus Berlin. Dabei hat sich der Sprachstil verschoben: von vielschichtigen Reimen zu einem einfachen Ausdruck. Eine neue Generation von Rappern – oft mit migrantischem Hintergrund – macht sich hierbei die deutsche Sprache zu Eigen.
Auf der HIPHOP-Bühne der Ausstellung „musik + X“ hören Sie
unter anderem Musik von:
Text: Uh-Young Kim
Musikjournalist aus Köln
Musikjournalist aus Köln






