
Indie ist eine Abkürzung für „independent“. Ursprünglich ist damit die Unabhängigkeit von großen Plattenfirmen gemeint. Kleine Labels veröffentlichen die Gitarrenmusik von kleinen Rockbands.
Indie bezeichnet mittlerweile einen Genrestil. Musikalisch knüpfen deutsche Indie-Bands an Punk, Neue Deutsche Welle, Grunge und Britpop an. Hamburg bildet das Zentrum der Indie-Szene. Die Hamburger Schule ebnet den Weg für einen neuen Umgang mit Deutsch als Popsprache.
Indie vermittelt eine kritische Haltung. Die Songschreiber geben sich unangepasst. Sie begegnen der Mehrheitsgesellschaft mit Skepsis. Das Politische wird aus dem Privaten abgeleitet. In den Songtexten schwingt oft eine melancholische Note mit.
Indie findet heute in der Nische und im Mainstream statt – in Berlin mit Schnittstellen in die elektronische Musik, in Hamburg mit großer Popgeste. Dabei setzen Indie-Künstler sowohl Modetrends als auch öffentliche Diskussionen in Gang.
Auf der INDIE-Bühne der Ausstellung „musik + X“ hören Sie
unter anderem Musik von:
Text: Uh-Young Kim
Musikjournalist aus Köln
Musikjournalist aus Köln






