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Online bewerben - E-Mail zum Erfolg

Zu den Aufgaben

Viele Jobsuchende schicken den Lebenslauf per Internet. Capital hat die 30 Dax-Firmen getestet und sagt, worauf es bei der virtuellen Post ankommt. Denn nicht selten bleibt die Mailbox zu.

Plaudertaschen fallen durch. In Fünfergruppen müssen die Bewerber für das Traineeprogramm der ZF Friedrichshafen vom heimischen PC aus eine Aufgabe lösen. Sie chatten und dürfen maximal 6500 Wörter benutzen. Damit sollen sie etwa den asiatischen Markt für Raupenfahrzeuge oder die Auswirkungen des E-Business auf die Firma kommentieren. Nur wer schnell auf den Punkt kommt und die Problemlösung vorantreibt, wird von den Personalmanagern zum Gespräch geladen. Der Automobilzulieferer rekrutiert so zukünftige Führungskräfte.

Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern über das Internet ist bei den meisten Unternehmen inzwischen Pflichtprogramm. Auf den firmeneigenen Homepages veröffentlichen die Personalabteilungen freie Stellen und informieren über Einstiegs- und Aufstiegschancen. Mit Hilfe von Formularen und EMails können sich Jobsuchende initiativ oder auf ausgeschriebene Stellen bewerben ... .

Die Qualität der Karriereseiten im Netz unterscheidet sich erheblich. Zusammen mit dem Internetmeinungsforum Vocatus hat Capital die 30 Dax-Firmenuntersucht. Ergebnis: Einen virtuellen Stellenmarkt bieten alle Unternehmen, doch auf die wachsende Zahl der Onlinebewerbungen sind nur wenige vorbereitet. Zu den Ausnahmen zählen Deutsche Telekom und Commerzbank.

Nahezu jeder Inform a t i o n s te ch n i ke r schickt mittlerweile Lebenslauf und Anschreiben per PC an die Personalabteilung. Auch Manager und junge Führungskräfte gehen verstärkt diesen Weg, denn so sammeln sie Pluspunkte bei ihren potenziellen Arbeitgebern. „Wer sich online bewirbt, zeigt, dass er mit den neuen Medien umgehen kann“, sagt DaimlerChrysler- Personalchef Günther Fleig. Bei dem deutsch-amerikanischen Konzern trifft bereits jede fünfte Initiativbewerbung online ein.

U. Göggelmann, C. Schlesiger
Capital 23, 2001
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