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Richtig bewerben im Internet

Zu den Aufgaben

Die Jobanfrage per PC ist schnell auf den Weg gebracht. Ein Klick - und die virtuelle Post ist unterwegs.Wie bei der
schriftlichen Bewerbung gelten auch hier Regeln. Fünf Empfehlungen,wie Arbeitssuchende Hürden meistern.

1 Kurz fassen - Wie soll der erste Kontakt zum Unternehmen aussehen?
Sind E-Mail-Bewerbungen erwünscht, genügt eine elektronische Kurzbewerbung mit sechs bis acht Sätzen. Zwei Varianten sind möglich: Anschreiben und Lebenslauf in eine E-Mail oder den Lebenslauf in den Anhang der Mail. Ins Betreffsfeld gehören die korrekte Stellenbezeichnung und – falls vorhanden – die Kennziffer. Wichtig: Ansprechpartner beim Namen nennen und konkreten Absender wählen, nicht häschen@web.de, besser monika. musterfrau@web.de.

2 Formulare nutzen - Sollen Bewerber Fragen beantworten oder eigene Mails verfassen?
Wenn ein Unternehmen Fragebögen ins Netz stellt, müssen diese beantwortet werden. Mit den Fragenkatalogen gleichen die Personalverantwortlichen ihre Anforderungen mit dem Bewerberprofil ab und wissen sofort, ob der Kandidat für sie interessant ist. Ausnahme: Passt die Qualifikation nicht zum Stellenprofil, kann eine ausformulierte E-Mail die eigenen Fähigkeiten ins rechte Licht rücken und so das Interesse des Unternehmens wecken.

3 Genau arbeiten - Wie füllen Bewerber vorgegebene Standardformulare aus?
Zuerst prüft der Jobsuchende, ob er die Fragen offline ausfüllen kann. So spart er Gebühren und schickt die Bewerbung nicht versehentlich ab, ohne sie auf Fehler zu kontrollieren. Bieten Formulare Textfelder an, wie „Was wollen Sie uns noch mitteilen?“, dann ist das Ausfüllen Pflicht. In zwei bis vier Sätzen erklären Bewerber, warum sie für genau diese Stelle bei diesem Unternehmen geeignet sind. Daran denken: Personalchefs achten auch bei Onlinebewerbungen auf Rechtschreibfehler und korrekten Stil.

4 Details nennen - Sollen Bewerber Dateien mit Fotos oder Zeugnissen anhängen?
Zusätzliche Informationen über den Bewerber als Anhang mitzusenden ist nur sinnvoll, wenn es das Unternehmen Unternehmen wünscht. Der Adressat sollte darin nichts finden, was an anderer Stelle bereits mitgeteilt wurde. Die Anhangdateien beschreiben, welche besonderen Aufgaben der Kandidat bereits übernommen hat und welche Projekte er geleitet hat. Es gilt: Nur wenige, sehr wichtige Dateien versenden. Im Einzelfall wünschen Firmen ein Foto. Aus Qualitätsgründen versenden Bewerber ihr eingescanntes Porträt als Jpg-Datei in Schwarz-weiß. Fehlt ein Scanner, finden Stellensuchende in Copy-Shops und im Internet unter www.bewerbung.net Hilfe. Die Kosten liegen pro gescanntem Dokument bei 20 bis 30 Mark.

5 Bald nachfragen - Wann bekommen Jobsucher eine Antwort auf ihre Bewerbung?
Eine Bestätigungs-E-Mail können Kandidaten innerhalb von fünf Werktagen erwarten. Ist danach noch keine Nachricht im virtuellen Briefkasten, hakt der Bewerber telefonisch beim Wunscharbeitgeber nach. Hat das Unternehmen an dem Kandidaten Interesse und fordert weitere Dokumente wie Zeugnisse und Arbeitsproben an, verschickt der Bewerber diese möglichst rasch auf dem herkömmlichen Postweg.

Capital 23, 2001
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