Gesundheit

Gesundheit – Häufige Fragen

Wo finde ich einen Allgemeinarzt in meiner Nähe?

Gehen Sie auf die Internetseite www.kbv.de.
Auf der Seite gibt es Links zur Kassenärztlichen Vereinigung in allen Bundesländern in Deutschland. Sie klicken auf Ihr Bundesland und kommen auf eine Internetseite mit Telefonnummern. Dort können Sie anrufen und nach einem Allgemeinarzt in Ihrer Nähe fragen. Sie können aber auch direkt auf den Link mit einer Suchmaschine für Ärzte in Ihrer Nähe klicken.

Kann ich direkt zu einem Spezialisten gehen?

Normalerweise gehen Sie zuerst zum Allgemeinarzt. Er gibt Ihnen eine Überweisung zum Spezialisten. Denn er weiß, welchen Spezialisten Sie brauchen. Sie können aber auch ohne Überweisung direkt zum Spezialisten gehen.

Wie finde ich einen Notdienst in meiner Nähe?

In Notfällen, zum Beispiel bei einem schweren Unfall, rufen Sie direkt den Rettungsdienst unter der Nummer 112 an. Außerdem gibt es den Ärztlichen Bereitschaftsdienst, Telefonnummer 116117, wenn Sie nachts oder am Wochenende dringend einen Arzt brauchen.
Eine Übersicht über alle Nacht- und Notdienste der Apotheken in Deutschland finden Sie hier. An jeder Apotheke gibt es auch ein Schild mit den Apotheken, die Nacht- und Notdienst haben.

Wie bekomme ich eine Gesundheitskarte?

Das sagt Ihnen Ihre Krankenversicherung.

Was muss ich machen, wenn ich krank bin und nicht zur Arbeit gehen kann?

Informieren Sie ihren Arbeitgeber und gehen Sie zum Arzt. Sagen Sie danach Ihrem Arbeitgeber, wie lange Sie voraussichtlich krank sein werden. Schicken Sie ihm die Krankmeldung, falls der Arzt Sie krankgeschrieben hat. Manche Arbeitgeber wollen die Krankmeldung ab dem 1. Tag der Krankheit, andere erst ab dem 2. oder 3. Tag. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ab wann Sie eine Krankmeldung brauchen.

Wie finde ich einen Arzt, der meine Muttersprache spricht?

Gehen Sie auf die Internetseite www.kbv.de
Klicken Sie auf Ihr Bundesland. So finden Sie einen Arzt mit Ihrer Muttersprache.

Zusatzinfo für Asylsuchende

Sie finden keinen passenden Arzt mit Ihrer Muttersprache in Ihrer Nähe? Dann können Sie nach einem Dolmetscher suchen. Einen Dolmetscher finden Sie z.B. unter: www.dolmetscherzentrale.de

Sie wünschen sich zur Unterstützung eine Begleitung beim Arztbesuch oder bei einem Krankenhausaufenthalt? Dann wenden Sie sich an
Helferkreise und Initiativen in Ihrer Nähe. Diese finden Sie in der Rubrik „Hilfe finden“ unter „Adressen für Flüchtlinge: Helferkreise und Initiativen“.

Was ist der Unterschied zwischen einer Arztpraxis und einem Krankenhaus?

In Deutschland gibt es unterschiedliche Arztpraxen. Für jeden Bereich gibt es einen sogenannten Facharzt. Bei Zahnschmerzen sucht man z.B. den Zahnarzt auf. Bei allen anderen gesundheitlichen Problemen geht man zuerst zu seinem Hausarzt. Meistens hat jeder Patient einen bestimmten Hausarzt. Zum Hausarzt geht man zum Beispiel auch, wenn man ein Rezept für ein Medikament benötigt.

Bei bestimmten Erkrankungen überweist der Hausarzt den Patienten zu einem Facharzt oder direkt ins Krankenhaus.
Der Hausarzt ist meistens nur zu bestimmten Öffnungszeiten unter der Woche erreichbar. Bei einem Notfall können Sie aber jederzeit in die Notaufnahme im Krankenhaus gehen. Dort wird Ihnen auch am Wochenende und an Feiertagen geholfen.
Bei einem Unfall oder plötzlichen schweren Erkrankungen ruft man sofort den Krankenwagen unter der Nummer 112.
Sie können im Internet nach Ärzten in Ihrer Nähe suchen.

Zusatzinfo für Asylsuchende

Flüchtlinge, die auf Antwort im Asylverfahren warten, dürfen im Notfall zum Arzt gehen. Bevor Sie aber zum Arzt gehen können, müssen Sie in manchen Bundesländern einen speziellen Krankenschein beim Sozialamt beantragen. Diesen Schein nimmt man zum Arztbesuch mit, damit das Sozialamt die Kosten für den Arzt übernimmt.

Bei psychischen Problemen können Sie sich an Beratungsstellen wenden. Dort finden Sie Hilfe. Informationen finden Sie hier:

BAFF, Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer: Traumatisierte Flüchtlinge

Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste: Psychotherapie

Informationsverbund Asyl und Migration: Psychosoziale Zentren


Haben Sie weitere Fragen? Dann kontaktieren Sie die Beraterinnen und Berater der Jugendmigrationsdienste.
die Krankmeldung, die Krankmeldungen: Sie sind krank und können nicht arbeiten? Dann brauchen Sie meistens eine Krankmeldung für den Arbeitgeber. Das ist ein Stück Papier vom Arzt. Darauf steht, dass Sie krank sind und nicht arbeiten können. Auch Kinder brauchen manchmal eine Krankmeldung für die Schule.
der Arbeitgeber, die Arbeitgeber: Das ist zum Beispiel eine Firma. Sie ist Arbeitgeber für die Angestellten. Auch der Staat ist ein Arbeitgeber, zum Beispiel für Lehrer oder Erzieher. Sie haben eine eigene Firma und arbeiten dort? Dann haben Sie keinen Arbeitgeber.
das Bundesland, die Bundesländer: 16 Länder, die Bundesländer, bilden zusammen die Bundesrepublik Deutschland. Ein Bundesland ist normalerweise ein größeres Gebiet, wie Bayern, Hessen oder Nordrhein-Westfalen. Es gibt aber auch Städte, die ein Bundesland sind, zum Beispiel Berlin oder Hamburg. Jedes Bundesland hat eine eigene Regierung (Landesregierung) mit einem Parlament (Landtag). Eine Landesregierung kann bestimmte Dinge selbst entscheiden, zum Beispiel im Bereich Bildung und Kultur. Die wichtigsten Entscheidungen trifft aber die Bundesregierung, also die Regierung von ganz Deutschland.
der Notdienst, die Notdienste: Ärzte und Apotheker, die am Samstag/Sonntag und in der Nacht arbeiten. Wenn Sie schnell Hilfe brauchen, sind diese Ärzte und Apotheker für Sie da.
der Allgemeinarzt/die Allgemeinärztin, die Allgemeinärzte: Ein Arzt für alle Krankheiten. Bei einer Krankheit geht man zuerst zu einem Allgemeinarzt. Wenn der Allgemeinarzt nicht helfen kann, schickt er Sie zum Facharzt, zu einem Spezialisten.
die Krankenversicherung, die Krankenversicherungen: Diese Versicherung muss man in Deutschland haben. Die Krankenversicherung zahlt meistens die Kosten für den Arzt, das Krankenhaus und für manche Medikamente. Bei Medikamenten muss man einen kleinen Teil selbst bezahlen. Wenn man sehr wenig verdient, kann man beim Ehepartner versichert werden. Die Kinder sind automatisch bei den Eltern versichert.
der Helferkreis, die Helferkreise: Helferkreise sind speziell für Flüchtlinge. Sie setzen sich besonders für Flüchtlinge ein und versuchen zu helfen. Helferkreise organisieren oft auch Freizeitangebote für Flüchtlinge. Die Helfer tun das oft ehrenamtlich. Sie bekommen also kein Geld für ihre Arbeit. Bei vielen Fragen kann man sich an sie wenden.
der Helferkreis, die Helferkreise: Helferkreise sind speziell für Flüchtlinge. Sie setzen sich besonders für Flüchtlinge ein und versuchen zu helfen. Helferkreise organisieren oft auch Freizeitangebote für Flüchtlinge. Die Helfer tun das oft ehrenamtlich. Sie bekommen also kein Geld für ihre Arbeit. Bei vielen Fragen kann man sich an sie wenden.
das Rezept, die Rezepte: Viele Medikamente können Sie ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Für manche Medikamente brauchen Sie ein Papier von einem Arzt. Dieses Papier ist das Rezept.
der Flüchtling, die Flüchtlinge: Ein Flüchtling im rechtlichen Sinn ist jemand, der sich aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe außerhalb seines Herkunftslandes befindet, dessen Schutz er nicht in Anspruch nehmen kann oder will. Umgangssprachlich wird in Deutschland aber jeder Asylantragsteller Flüchtling genannt.
das Asylverfahren, die Asylverfahren: Im Asylverfahren wird der Asylantrag geprüft. Das heißt, es wird bewertet, ob die Voraussetzungen für einen Aufenthaltsstatus vorliegen und ob der Antragsteller gegebenenfalls wieder zurück in das Herkunftsland reisen kann.
der Krankenschein, die Krankenscheine: Bevor ein Flüchtling zum Arzt gehen kann, muss er beim Sozialamt einen Krankenschein beantragen. Erst dann kann er mit dem Krankenschein zum Arzt. Dann werden auch die Kosten übernommen. Mit einer Gesundheitskarte braucht man keinen Krankenschein, sondern kann sofort zum Arzt gehen.
das Sozialamt, die Sozialämter: Das Sozialamt ist eine Behörde. Wenn jemand finanzielle Hilfe braucht, prüft das Sozialamt, ob die Person die Voraussetzungen erfüllt, um Sozialleistungen zu bekommen.