Leben mit Kindern

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Schwangerschaft
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Das Leben mit Kindern beginnt schon in der Schwangerschaft. Wenn Sie Fragen zum Thema Schwangerschaft haben, können Sie zu einer Schwangerschaftsberatung gehen.

© Colourbox.com In der Schwangerschaft sollten Sie regelmäßig zu einem Frauenarzt gehen. Er beantwortet Ihre Fragen und kontrolliert die Gesundheit von Ihrem Kind. Ähnliche Aufgaben hat auch eine Hebamme
die Hebamme, die Hebammen: Eine Hebamme ist kein Arzt. Sie hat eine Ausbildung für die Vorbereitung der Frauen auf die Geburt und auf die Zeit danach. Sie hilft Ihnen bei allen Dingen rund um Ihr Kind und antwortet auf Ihre Fragen.
. Sie berät und hilft Ihnen während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt von Ihrem Kind. Die Hebamme ist auch bei der Geburt dabei. Ihr Arzt kann Ihnen helfen einen Frauenarzt und/oder eine Hebamme zu finden. Viele Frauen gehen auch in einen Geburtsvorbereitungskurs. Hier gibt man Ihnen viele Tipps für die Geburt. Und Sie bekommen Kontakt zu anderen schwangeren Frauen.

Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld
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Wenn Sie eine feste Arbeitsstelle haben, können Sie schon vor der Geburt in Mutterschutz gehen, das heißt Sie müssen nicht arbeiten. In den meisten Berufen ist das 6 Wochen vor der Geburt. Der Mutterschutz dauert insgesamt mindestens 14 Wochen. Diese Frist kann verlängert werden. In dieser Zeit darf Ihr Arbeitgeber Ihnen auch nicht kündigen. Nach dem Mutterschutz können Sie Elternzeit nehmen: Sie können zu Hause bleiben bis Ihr Kind drei Jahre alt ist. Nach den 3 Jahren können Sie an Ihre Arbeitsstelle zurückkehren.

In den ersten 12 Monaten der Elternzeit bekommt man Elterngeld. Wenn Ihr Partner auch Elternzeit nimmt, sind es 14 Monate. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach Ihrem Nettogehalt. Das Elterngeld muss man beantragen. Man bekommt es auch, wenn man keine Arbeitsstelle hat. Zusätzlich zum Elterngeld können Sie Kindergeld beantragen. Kindergeld bekommen Sie mindestens bis zum achtzehnten Geburtstag Ihres Kindes.

Gesundheitliche Vorsorge
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© Colourbox.com Ihr Kind muss regelmäßig zum Kinderarzt. Jede Untersuchung trägt der Arzt in einen speziellen Pass ein. Es sind Vorsorgeuntersuchungen
die Vorsorgeuntersuchung, die Vorsorgeuntersuchungen: Das sind 10 Routine-Untersuchungen von kleinen Kindern beim Kinderarzt. Sie sind kostenlos. Die erste Vorsorgeuntersuchung ist kurz nach der Geburt, die letzte ist kurz vor dem Schulbeginn.
. Auch wenn Ihr Kind nicht krank ist, müssen Sie das machen lassen. Der Kinderarzt macht auch die Impfungen bei Ihrem Kind.

Kinderbetreuung
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Möchten Sie früher wieder arbeiten, dann brauchen Sie eine Betreuung für Ihr Kind. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Kinder unter 3 Jahren können in eine Kinderkrippe
die Kinderkrippe, die Kinderkrippen: Eine Einrichtung für kleine Kinder im Alter von ein paar Monaten bis 3 Jahre.
gehen oder bei einer Tagesmutter
die Tagesmutter, die Tagesmütter: Eine Tagesmutter betreut Kinder bei sich zu Hause. Es gibt auch Tagesväter. Oft sind mehrere Kinder bei einer Tagesmutter. Tagesmütter müssen eine spezielle Ausbildung haben und man muss sie bezahlen.
oder einem Tagesvater bleiben. Kinder ab drei Jahren können in den Kindergarten oder in eine Kindertagesstätte gehen (siehe: „Frühe Förderung“). Kinder ab 6 oder 7 Jahren müssen in die Schule gehen. Es gibt eine Schulpflicht (siehe: „Schulsystem“). Wenn Sie arbeiten, kann Ihr Kind in eine Ganztagsschule
die Ganztagsschule, die Ganztagsschulen: In dieser Schule sind die Kinder den ganzen Tag, meist bis 16 oder 17 Uhr. Sie bekommen ein Mittagessen und Hilfe bei den Hausaufgaben. Und die Schüler können besondere Kurse besuchen, zum Beispiel eine Musikinstrument lernen, Sport machen oder Theater spielen. Staatliche Ganztagsschulen kosten nichts, in privaten Ganztagsschulen muss man Schulgeld bezahlen.
oder nach der Schule in einen Hort
der Hort: In einem Hort können die Kinder nach der Schule bleiben, wenn die Eltern arbeiten. Manchmal auch schon vor der Schule. Im Hort bekommen die Kinder Mittagessen und Hilfe bei den Hausaufgaben. Im Hort können die Kinder meistens bis 16 oder 17 Uhr bleiben.
gehen. Dort kann Ihr Kind bis 16:00 Uhr oder 17:00 Uhr bleiben. Meistens kann Ihr Kind hier auch mittags essen.

Freizeitgestaltung
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© Colourbox.com In der Freizeit können Sie viel mit Ihrem Kind machen: Für kleine Kinder gibt es Spielplätze im Freien. Größere Kinder können z.B. in einen Sportverein gehen. Im Sommer gibt es überall Freibäder, im Winter Hallenbäder zum Schwimmen. In den Schulferien haben die Städte spezielle Angebote für Kinder, die nicht viel kosten. Informationen bekommen Sie beim Jugendamt und im Rathaus Ihrer Stadt. Auch viele Vereine bieten Freizeitangebote speziell für Kinder an (siehe auch „Freizeit“).

Viele deutsche Kinder feiern ihren Geburtstag zu Hause mit einer Party. Dazu laden sie andere Kinder ein. Manchmal laden Kinder auch andere Kinder ein, bei ihnen zu Hause zu schlafen.
die Schwangerschaftsberatung, die Schwangerschaftsberatungen: Das ist eine Beratungsstelle für alle Fragen zur Schwangerschaft. Die gibt es an vielen Orten. Oft kann Ihr Frauenarzt Ihnen eine solche Stelle nennen oder Sie beraten.
der Mutterschutz: Das sind Regeln zum Schutz von schwangeren Frauen und Müttern mit einer festen Arbeitsstelle. Die wichtigsten Regeln sind: Eine Frau darf einige Zeit vor und nach der Geburt ihres Kindes nicht arbeiten. In Deutschland sind das 6 Wochen vor der Geburt und mindestens 8 Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit bekommt die Frau weiter ihr Gehalt/ihren Lohn. Vom Beginn der Schwangerschaft bis 4 Monate nach der Geburt darf der Arbeitgeber sie nicht kündigen. In bestimmten Berufen darf eine Frau in der gesamten Schwangerschaft nicht arbeiten. Das ist vor allem bei der Arbeit mit chemischen Substanzen der Fall.
der Arbeitgeber, die Arbeitgeber: Das ist zum Beispiel eine Firma. Sie ist Arbeitgeber für die Angestellten. Auch der Staat ist ein Arbeitgeber, zum Beispiel für Lehrer oder Erzieher. Sie haben eine eigene Firma und arbeiten dort? Dann haben Sie keinen Arbeitgeber.
die Elternzeit: Eltern mit einer festen Arbeitsstelle können Elternzeit nehmen: Bis das Kind 3 Jahre alt ist, kann die Mutter oder der Vater zu Hause bleiben und sich um das Kind kümmern. Auch beide Eltern können die Elternzeit nehmen. Nach den 3 Jahren kann man in die Firma zurückkehren. In den ersten 12 Monaten bekommt man Elterngeld. Das sind 67% vom früheren Nettogehalt (das Gehalt, das man auf sein Konto bekommt). Danach bekommt man in der Elternzeit aber kein Gehalt/keinen Lohn.
netto: Netto ist das Gehalt/der Lohn ohne Steuern und Versicherungen.
die Impfung, die Impfungen: Viele Krankheiten kommen durch Bakterien oder Viren. Bei einer Impfung gibt der Arzt einer Person die gleichen Bakterien/Viren, aber sie sind sehr schwach. Durch die Impfung bilden sich Antikörper. Die Antikörper schützen den Menschen gegen die Bakterien und Viren. Er bekommt diese Krankheiten nicht mehr. Einige wichtige Impfungen sind gegen: Tetanus, Masern, Röteln, Mumps, Polio, Keuchhusten.
der Kindergarten, die Kindergärten: Die Kinder sind zusammen mit anderen Kindern in einer Gruppe. Es gibt Kinder von 3 bis 6 Jahren im Kindergarten. Die Kinder lernen etwas von den älteren Kindern und von den Erzieherinnen/Erziehern. Die meisten Kindergärten haben auch einen Spielplatz draußen. Ein Kindergarten, in dem die Kinder den ganzen Tag sind, heißt auch Kita.
die Kindertagesstätte (Kita), die Kindertagesstätten (Kitas): Wie ein Kindergarten: Hier können die Kinder den ganzen Tag bleiben, normalerweise bis 16 oder 17 Uhr.
der Verein, die Vereine: In einem Verein treffen sich Menschen mit gleichen Interessen und Zielen: Im Fußballverein spielt man zum Beispiel zusammen Fußball, im Musikverein macht man zusammen Musik.
das Jugendamt, die Jugendämter: Das Jugendamt hilft Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern. Es gibt zum Beispiel eine psychologische Beratung bei Problemen in einer Familie. Manchmal sind die Probleme so groß, dass ein Kind nicht mehr in der Familie bleiben kann. Dann sucht das Jugendamt eine andere Familie, die das Kind für einige Zeit zu sich nimmt. Jugendämter haben oft auch Kindergärten/Kitas. In jeder Stadt ist ein Jugendamt.
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