Über das Projekt

Deutsche Journalistinnen und Journalisten sind jeweils für zwei bis vier Wochen zu Gast in Redaktionen in anderen Ländern. Im Gegenzug bekommen sie Besuch von ihren Austauschpartner/-innen. Für das Gastmedium und das Medium ihrer Heimatredaktion schreiben sie über ihre Erfahrungen in der neuen Umgebung.

Zwischen Dezember 2014 und April 2015 stehen vier Länder der arabischen Welt im Mittelpunkt. Teilnehmende Partnermedien und Journalisten sowie die Städte, in denen sie leben, werden bald bekannt gegeben.

Während ihres Aufenthalts lernen die Redakteur/-innen den journalistischen Alltag in der Gastredaktion kennen, sie recherchieren, beobachten und schreiben über ihre Eindrücke vor Ort. Weil sie sich auf unvertrautem Gelände bewegen, ist ihre Perspektive eine andere. Sie schärfen den Blick für alltägliche Situationen, bringen aber auch Themen zu Papier, von denen man weniger hört. Die Artikel, die im Laufe des Projekts entstehen, erscheinen mehrmals in der Woche im Gastmedium und zum Teil im Heimatmedium.

Nahaufnahme 2009/Nahaufnahme 2010/Nahaufnahme 2011
Fotostrecke „Nahaufnahme“ 2009 bis 2012

Beiträge aus Deutschland und anderen Ländern vermitteln so Kulturaustausch aus zwei Perspektiven: ein Nachdenken über die eigenen und über die andere Kultur – über Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

In der vergangenen Runde stand Europa im Fokus. Zwölf Redakteurinnen und acht Redakteure von Tageszeitungen und Online-Magazinen berichteten aus Riga, Berlin, Vilnius, Bonn , Athen, Ljubljana, Neustadt, Triest, Freiburg, Budapest, Düsseldorf, Brüssel, Berlin, Marseille, Dresden, Barcelona, Düsseldorf, Lissabon und Stuttgart.
    Copyright: Monika Griebeler

    Der Fall Europa: Sechs Städte, sechs Menschen

    (22. Juni 2013) Alle reden über Europa. Doch die Diskussionen sind oft abstrakt und kreisen um Finanzstrukturen. Wie aber geht es den über 700 Millionen Europäern? Wir haben sie getroffen. Nun gut, nicht alle. Aber sechs besonders interessante, eine Straßenfegerin ebenso wie eine Fußballlegende.Mehr ...
    „Es war eine intensive und erlebnisreiche Zeit. Die Kollegen in Deutschland haben mir einen guten Einblick in das redaktionelle Geschehen gegeben und waren offen für meine Ideen. Ich nehme viele neue Erfahrungen und Kontakte mit. Die Unterschiede zum Arbeitsalltag in Budapest sind gar nicht so groß, wir haben in Ungarn nur weniger finanzielle Mittel und damit weniger Möglichkeiten“, berichtet Andrea Lukács nach ihrem Aufenthalt in Deutschland. Die ungarische Redakteurin des Nachrichtenportals Hvg.hu war im November 2012 drei Wochen lang als Gastredakteurin bei Handelsblatt Online in Düsseldorf. Das Projekt findet dieses Jahr zum siebten Mal statt. Es startete im Jahr 2008 mit Redakteurinnen und Redakteuren aus Deutschland und islamisch geprägten Ländern.

    Nahaufnahme Weblog

    Wie sieht eine portugiesische Journalistin Stuttgart? Und was fällt einem Berliner Redakteur in Brüssel auf? Aktuelle Eindrücke im Blog.