Über das Projekt

Deutsche Journalistinnen und Journalisten sind jeweils für zwei bis vier Wochen zu Gast in Redaktionen in anderen Ländern. Im Gegenzug bekommen sie Besuch von ihren Austauschpartner/-innen. Für das Gastmedium und das Medium ihrer Heimatredaktion schreiben sie über ihre Erfahrungen in der neuen Umgebung.

Zwischen Januar und April 2015 stehen vier Länder der arabischen Welt im Mittelpunkt, darunter Marokko, Tunesien und Jordanien. Acht Journalistinnen und Journalisten von Tageszeitungen und Online-Nachrichtenportalen reisen unter anderem nach Amman, Berlin, Bonn, München, Rabat und Tunis.

Partnermedien der aktuellen Runde sind in Deutschland unter anderem der Bayerische Rundfunk, die Deutsche Welle und die Raufeld Medien. Im Ausland nehmen die Nachrichtenportale Morocco World News (Rabat) und Nawaat (Tunis) sowie die Tageszeitung Jordan Times (Amman) teil.

Während ihres Aufenthalts lernen die Redakteurinnen und Redakteure den journalistischen Alltag in der Gastredaktion kennen, sie recherchieren, beobachten und schreiben über ihre Eindrücke vor Ort. Weil sie sich auf unvertrautem Gelände bewegen, ist ihre Perspektive eine andere. Sie schärfen den Blick für alltägliche Situationen, bringen aber auch Themen zu Papier, von denen man weniger hört. Die Artikel, die im Laufe des Austauschs entstehen, erscheinen mehrmals in der Woche im Gastmedium und zum Teil im Heimatmedium.

Nahaufnahme
Fotostrecke „Nahaufnahme“

Beiträge aus Deutschland und anderen Ländern vermitteln so Kulturaustausch aus zwei Perspektiven: ein Nachdenken über die eigene und über die andere Kultur – über Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Seit 2008 findet der Journalistenaustausch Nahaufnahme statt. In dieser Zeit sind 26 Journalistenpaare gereist und haben ihre Arbeitsplätze getauscht. In unterschiedlichen Runden standen dabei Redaktionen in Europa, Indien, Asien sowie in islamisch geprägten Ländern im Mittelpunkt.

In der vergangenen Runde lag der Fokus auf Europa. Zwölf Redakteurinnen und acht Redakteure von Tageszeitungen und Online-Magazinen berichteten aus Riga, Berlin, Vilnius, Bonn , Athen, Ljubljana, Neustadt, Triest, Freiburg, Budapest, Düsseldorf, Brüssel, Berlin, Marseille, Dresden, Barcelona, Düsseldorf, Lissabon und Stuttgart.

„Es war eine intensive und erlebnisreiche Zeit. Die Kollegen in Deutschland haben mir einen guten Einblick in das redaktionelle Geschehen gegeben und waren offen für meine Ideen. Ich nehme viele neue Erfahrungen und Kontakte mit. Die Unterschiede zum Arbeitsalltag in Budapest sind gar nicht so groß, wir haben in Ungarn nur weniger finanzielle Mittel und damit weniger Möglichkeiten“, berichtet Andrea Lukács nach ihrem Aufenthalt in Deutschland. Die ungarische Redakteurin des Nachrichtenportals Hvg.hu war im November 2012 drei Wochen lang als Gastredakteurin bei Handelsblatt Online in Düsseldorf.

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    Wie sieht ein tunesischer Journalist München? Und was fällt einer Bonner Redakteurin in Rabat auf? Aktuelle Eindrücke im Blog