Über das Projekt

Deutsche Journalisten sind jeweils für zwei bis vier Wochen zu Gast in Redaktionen in anderen Ländern. Im Gegenzug bekommen sie Besuch von ihren Austauschpartnern. Für das Gastmedium und für ihre Leser zu Hause schreiben die Journalisten über ihre Erfahrungen in der neuen Umgebung.

Zwischen November 2012 und April 2014 steht Europa im Fokus. Zwanzig Redaketeure von Tageszeitungen und Onlinemagazinen berichten aus Riga, Berlin, Vilnius, Bonn , Athen, Ljubljana, Neustadt, Triest, Freiburg, Budapest, Düsseldorf, Brüssel, Berlin, Marseille, Dresden, Barcelona, Düsseldorf, Lissabon und Stuttgart.

In der jeweiligen Gaststadt machen sich die Journalisten auf die Suche nach guten Geschichten – nach Geschichten über Europa, die nicht schon 95mal erzählt worden sind. Im Mittelpunkt ihrer Recherche steht die Frage „Europa – wie geht’s?“. Wie gut kennen wir eigentlich Europa? Stimmen die Klischees, die wir über andere Länder und ihre Bewohner im Kopf haben?
    Copyright: Monika Griebeler

    Der Fall Europa: Sechs Städte, sechs Menschen

    (22. Juni 2013) Alle reden über Europa. Doch die Diskussionen sind oft abstrakt und kreisen um Finanzstrukturen. Wie aber geht es den über 700 Millionen Europäern? Wir haben sie getroffen. Nun gut, nicht alle. Aber sechs besonders interessante, eine Straßenfegerin ebenso wie eine Fußballlegende.Mehr ...
    Copyright: Valdas Kopūstas

    Journalistenaustausch: „Litauen? Ah, Riga!“

    (13. August 2013) Nordkorea, Nazis, BMW: Immer wenn es um diese Themen geht, weiß man beim Nachrichtenportal Delfi bereits vorher, dass die Artikel gelesen werden. Schwieriger ist es da schon bei EU-Themen. Wie Online-Journalismus in Litauen funktioniert, erklärt die Redakteurin Vytenė Stašaitytė.Mehr ...
    Während ihres Aufenthalts lernen die Redakteure den journalistischen Alltag in der Gastredaktion kennen, sie recherchieren, beobachten und schreiben über ihre Eindrücke vor Ort. Weil sie sich auf unvertrautem Gelände bewegen, ist ihre Perspektive eine andere. Sie schärfen den Blick für alltägliche Situationen, bringen aber auch Themen zu Papier, von denen man weniger hört. Die Artikel, die im Laufe des Projekts entstehen, erscheinen mehrmals in der Woche im Gastmedium und zum Teil im Heimatmedium.

    Nahaufnahme 2009/Nahaufnahme 2010/Nahaufnahme 2011
    Fotostrecke „Nahaufnahme“ 2009 bis 2012

    Beiträge aus Deutschland und anderen europäischen Ländern vermitteln so Kulturaustausch aus zwei Perspektiven: ein Nachdenken über die eigenen und über die andere europäische Kultur – über Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

    Das Projekt startete im Jahr 2008 mit Tageszeitungsredakteuren aus Deutschland und islamisch geprägten Ländern. Es findet dieses Jahr zum sechsten Mal statt. „Es war eine intensive und erlebnisreiche Zeit. Die Kollegen in Deutschland haben mir einen guten Einblick in das redaktionelle Geschehen gegeben, mich mitarbeiten lassen und waren offen für meine Ideen. Ich nehme viele neue Kontakte mit. Die Unterschiede zum Arbeitsalltag in Budapest sind gar nicht so groß, wir haben in Ungarn nur weniger finanzielle Mittel und damit weniger Möglichkeiten“, berichtet Andrea Lukács, Redakteurin beim ungarischen Nachrichtenportal Hvg.hu in Budapest, nach ihrem Aufenthalt. Sie war im November 2012 drei Wochen lang als Gastredakteurin bei Handelsblatt Online in Düsseldorf.

    Nahaufnahme Weblog

    Wie sieht eine portugiesische Journalistin Stuttgart? Und was fällt einem Berliner Redakteur in Brüssel auf? Aktuelle Eindrücke im Journalistenblog.