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    <de>
      <text bildunterschrift="Heidi Görss, lebt in Wendtshof und arbeitet dort in einer Einrichtung für psychisch Kranke.">
        <![CDATA[„Vor zwölf Jahren erfüllte ich mir mit meiner siebenjährigen Tochter den Traum, in der Natur und mit Tieren zu leben. Ich kaufte einen Hof mit Hühnern, Schafen, Ziegen, Pferden, hatte einen Hofladen und viel Arbeit. Trotzdem: Die Uhren ticken anders auf dem Land, alles ist ruhiger, schöner, freundlicher. Das wird mir auch nicht langweilig, im Gegenteil. Im letzten Jahr habe ich den Hof verkauft, aber auf dem Land bin ich geblieben. Bei der Initiative ‚Land in Sicht‘ bekam ich die Chance, die ambulante Betreuung aufzubauen.“]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Margarete Eisele, Grafikerin, lebt ebenfalls in Wendtshof.">
        <![CDATA[„Wir sind vor dem ständigen Baulärm geflüchtet. Drei Monate haben wir gesucht, und vor sechs Wochen sind wir umgezogen. DSL ist in meinem Beruf das A und O, außerdem muss eine Druckerei in der Nähe sein. Ich bin hier kreativer und ich arbeite schneller. Es flutscht einfach. Mein Tinnitus ist nicht mehr so schlimm, und auch die beiden Hunde sind glücklicher. Das Haus haben wir zunächst für fünf Jahre gemietet, danach entscheiden wir neu. In fünf Jahren sind wir hier von Windrädern umzingelt. Die machen Geräusche, das war mir vorher nicht bewusst.“]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Egon Buddelmann, evangelischer Lektor, zog mit seiner Familie von Berlin-Wedding nach Damm in Brandenburg.">
        <![CDATA[„2005 bin ich aus meinem Job als Intensivpfleger in der Herzklinik der Charité ausgeschieden. Mir war klar, zehn weitere Jahre in dem Beruf würde ich nicht überleben. Dann haben meine Frau und ich ein Haus gesucht. Sie wollte einen Garten, ich wollte ungarische Wollschweine züchten. Leider ging die Kosten-Nutzenrechnung nicht auf. Dafür halten wir nun Schafe, Enten und Hühner. Im Dorf bin ich gut angekommen und habe mich der örtlichen Kirche angeschlossen.“ ]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Andreas Dalibor, gründete das Theater „… tiefste Provinz“ in Kremmen.">
        <![CDATA[„Aufs Land gezogen bin ich, um mit Freunden Musik zu machen und Spaß zu haben. Ich habe damals für ein Kinderheim in Berlin gearbeitet und drei von den Jugendlichen bei mir aufgenommen – ich bin Sozialarbeiter –, nebenbei Musik gemacht und irgendwann eine alte Scheune als Proberaum gekauft. Daraus wurde schnell ein Veranstaltungsraum, der mittlerweile weit über Kremmen hinaus bekannt ist. Inzwischen betreibe ich drei Kinderhäuser und produziere wieder eigene Musik. Der Umzug nach Brandenburg war das Beste, was ich je gemacht habe.“]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Markus Baum und Raimund Lippert kauften 2005 einen 400 Jahre alten Bauernhof in Drobitz.">
        <![CDATA[„Der Hof ist sehr groß, wir wissen, dass wir hier nie wirklich fertig werden. Wir wollen seinen Charakter erhalten, auch wenn wir ihn anders nutzen. Wir haben uns eigene Wohnräume geschaffen und den alten Pferdestall ausgebaut, den wir für Veranstaltungen vermieten. Der Hof war über die Jahrhunderte immer in Veränderung und auch was wir jetzt daraus machen, ist im Fluss. Er ist dennoch unsere sichere Basis: Wenn der Euro baden geht, können wir immer noch Rüben anbauen.“]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Klaus Selmke, Schlagzeuger der Berliner Rockband City, lebt mit seiner Frau seit acht Jahren in Lehnitz.">
        <![CDATA[„Ich wollte schon immer am liebsten einen weiten Blick haben und in der Nähe des Wassers leben. Idealerweise wäre das auf einem Berg über dem Meer: So gesehen war es ein schöner Kompromiss, nach Lehnitz an den See zu ziehen. Der Blick ist weit genug und außerdem konnte ich mir ein eigenes Studio einrichten. Jetzt kann ich einfach nach hinten gehen und los spielen – das ginge in der Großstadt nicht. Und wenn man die Stadt vermisst, ist man in einer halben Stunde in Berlin.“]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Torsten und Simone Sielaff, Krankenpfleger und Krankenschwester, geben einer alten Mühle in Rotta neue Energie.">
        <![CDATA[„Wir haben dieses Mühlen-Areal, einen Vier-Seiten-Hof mit Mühlteich, 2011 gekauft. Hier ist seit Jahrhunderten Müllerei, Gartenbau, Tier- und Fischzucht betrieben worden, jetzt ist alles ziemlich verfallen. Wir wollen es zu einem Wohnprojekt mit Ausflugscafe und Ferienwohnungen umbauen. Den Mühlteich mit seiner Wasserkraft wollen wir zur Stromerzeugung nutzen, über einen Wärmetauscher soll er Heizenergie liefen. Ein Projekt für die nächsten zehn Jahre, aber man braucht ja eine Aufgabe im Leben.“]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Bildhauer Lothar Seruset lebt seit sieben Jahren mit der Künstlerin Anna Arnskötter in Lentzke.">
        <![CDATA[„Für uns als Bildhauer ist Platz wichtig. Das Haus hat 400 Quadratmeter: Vorne im ehemaligen Pferdestall wohnen wir, es gibt einen Lagerraum, einen Druckraum, mein Atelier ist Teil einer alten Brennerei. Dort finden die groben Holzarbeiten statt, ich arbeite viel mit der Kettensäge. Es ist angenehm, alles an einem Ort zusammenzuziehen und ich werde nicht so abgelenkt wie in der Stadt. Aber der Bezug zu Berlin ist wichtig – um nicht zu vereinsamen und die Freunde nicht aus den Augen zu verlieren.“]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Harald Heil, gründete mit seiner Frau Jutta Spangenberg das Feriengelände Eichhof im Naturschutzgebiet bei Lychen.">
        <![CDATA[„In Berlin war ich in sozialen Projekten tätig. Als die Mauer fiel, war mir sofort klar, dass ich etwas auf dem Land aufbauen möchte, wo ich mit Menschen leben und arbeiten kann. Es dauerte eine Weile, bis Jutta und ich das passende Objekt gefunden hatten. Den 6,5 Hektar großen Eichhof für Familien, Kinder- und Seminargruppen herzurichten war in jeglicher Hinsicht eine Herausforderung. Die Stadt vermissen wir selten. Manchmal fahren wir für ein paar Tage zu Freunden nach Berlin. Das ist schön, aber danach sind wir froh, wenn wir wieder hier sind.“]]>
      </text>
    </de>
    <en>
      <text bildunterschrift="Heidi Görss, lives in Wendtshof and works there in an institution for the mentally ill.">
        <![CDATA[“Twelve years ago my seven year-old daughter and I fulfilled our dream of living amidst nature and animals. I bought a farm with chickens, sheep, goats and horses; had a farm shop and lots of work. Still, time in the country has a different pace; everything is quieter, nicer, friendlier. I’m not bored; quite the contrary. Last year I sold the farm, but I’ve stayed in the country. At “Land Ahoy” I was given the chance to build up outpatient care.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Margarete Eisele, a graphic artist, also lives in Wendtshof.">
        <![CDATA[“We fled the constant construction noise. We searched for three months, and six weeks ago we moved. In my profession, DSL is the be-all and end-all; there also has to be a print shop nearby. I’m more creative here and work faster. Everything’s going extremely well. My tinnitus isn’t so bad any more, and our two dogs are happier. We’ve rented the house initially for five years; then we’ll see. Five years from now we’ll be surrounded by wind turbines. They’re noisy; I didn’t realise that before.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Egon Buddelmann, a lay reader in the Protestant church, and his family moved from Berlin-Wedding to Damm in Brandenburg.">
        <![CDATA[“In 2005 I resigned my job as a nurse in the intensive cardiac clinic at the Charité. It was clear to me I wouldn’t have survived another five years in that work. Then my wife and I looked for a house. She wanted a garden; I wanted to breed curly-hair hogs. Unfortunately, the cost-benefit calculation didn’t add up. Now we have sheep, ducks and chickens. I’ve been well received in the village and have joined the local church.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Andreas Dalibor founded the theatre “… tiefste Provinz” (i.e., deep in the backwaters) in Kremmen.">
        <![CDATA[“I moved to the country to make music with friends and to have fun. I used to work for a children’s home in Berlin and had three of the young people come to live with me – I’m a social worker – made music on the side and eventually bought an old barn. It was soon converted into a space for events, which has become known far beyond Kremmen. Now I’m running three children homes and producing my own music. Moving to Brandenburg was the best thing I’ve ever done.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="In 2005 Markus Baum and Raimund Lippert bought a 400 year-old farm in Drobitz.">
        <![CDATA[“The farm is very large; we know we’ll never be done repairing everything. We want to preserve its character, even when we use it differently. We’ve made our own living spaces and enlarged the old horse stable, which we rent out for events. The farm was always changing over the centuries and now what we’re doing with it is also in flux. But it’s also our secure base: if the euro goes belly up, we can always grow turnips.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Klaus Selmke, the drummer of the Berlin rock band “City”, and his wife have lived in Lehnitz for eight years.">
        <![CDATA[“I’ve always wanted most a wide view and to live near water. Ideally, on a mountain overlooking the sea; but moving to the lake in Lehnitz was a nice compromise. The view is wide enough and I was also able to set up my own studio. Now I can simply go out back and start playing – that wasn’t possible in the big city. And if you miss the city, you’re in Berlin in half an hour.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Torsten and Simone Sielaff, both nurses, have brought new energy to a mill in Rotta.">
        <![CDATA[“We’ve bought this mill complex, a farmhouse with a four-sided courtyard and millpond, in 2011. There’s been a milling business, market gardening and animal and fish farming here for centuries; now it’s all pretty much dilapidated. We want to convert it into a living project with holiday flats and a café for outings. We want to use the millpond and its water power to generate electricity; it can provide heating through a heat exchanger. It’s a project for the next ten years – but you need a task in life.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="The sculptor Lothar Seruset and the artist Anna Arnskötter have lived in Lentzke for seven years.">
        <![CDATA[“For us, as sculptors, having room is important. The house is 400 square metres: in front, in the former stables, there’s a storage room and a printing room, and my studio is part of an old distillery. That’s where I do the rough wood work; I work a lot with a chainsaw. It’s nice having everything together in one place and I’m not so distracted as I am in the city. But the connection to Berlin is also important – so as not to become isolated and lose sight of friends.”]]>
      </text>
      <text bildunterschrift="Harald Heil and his wife Jutta founded a holiday resort in Eichof in the nature reserve near Lychen.">
        <![CDATA[“In Berlin we were active in social projects. When the Wall fell, I realised immediately that I wanted to build something in the country, where I could live and work with people. It took a while till Jutta and I found the right property. Setting up the 6.5 hectares Eichhof for families, children and seminar groups was a challenge in every respect. We seldom miss the city. Sometimes we visit friends in Berlin for a few days. That’s nice, but afterwards we’re happy to be here again.”]]>
      </text>
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