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München: „Mapping Democracy“

Judith BussAm 14. April findet mit der Debatte „Demokratie in der Defensive“ die letzte Veranstaltung der Reihe „Mapping Democracy“ statt: Von den Münchner Kammerspielen aus werden der Historiker Paul Nolte und die Autorin Daniela Dahn per Videoschaltung mit Experten aus Budapest und Moskau verbunden, darunter der russische Wissenschaftler Mikhail Gelfand sowie der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó.


München
14. April, 11 Uhr
Ort: Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus
Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 5 Euro

© Judith Buss Die vierteilige Diskussionsreihe „Mapping Democracy“ bringt Experten und Publikum aus München und je zwei anderen Städten zusammen. Mit dabei waren schon Kairo und Madrid, Peking und London, Athen und Washington D.C. Die Teilnehmer – meist Künstler und Wissenschaftler – sprechen über Grenzen und Chancen von Demokratie.

Ungarn und Russland
Diesmal geht es um die Herausforderungen innerhalb einer Demokratie. Als anfällige Regierungsform braucht sie Schutz durch unabhängige Institutionen und eine lebendige politische Kultur. Aktuell erfüllen Entwicklungen in Ungarn wie Russland, wenn auch unter verschiedenen Vorzeichen, die Öffentlichkeit mit Sorge.

In Ungarn sehen viele Oppositionelle die Meinungsfreiheit und die Unabhängigkeit der Justiz bedroht. Ein Streitpunkt ist die jüngst beschlossene Verfassungsreform, die Kompetenzen des obersten Gerichts beschneidet. Auch vor dem Kulturbereich macht die Auseinandersetzung nicht halt. Kritiker warnen vor Zensur und ideologischer Disziplinierung. Wie sehen ungarische Wissenschaftler und Künstler die Lage der Demokratie in ihrem Land?

In Russland registrieren besorgte Beobachter, dass seit Mai 2012 eine ganze Reihe gesetzgebender und juristischer Maßnahmen ergriffen worden sind, die auf eine wachsende Kontrolle aktiver Bürger abzielen, ja sogar kritisches Engagement kriminalisieren. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ stufte das Land auf ihrer Rangliste für Pressefreiheit zuletzt auf den 148. Platz herab. Welchen Blick haben russische Künstler und Intellektuelle auf die politische Lage in ihrem Land? Und worin unterscheidet sich das russische Verständnis von Demokratie zum traditionell westlichen?

Sechs Experten aus drei Ländern
Auf der Münchner Seite nehmen der Historiker Paul Nolte und die Autorin Daniela Dahn an der Debatte teil. Aus Moskau zugeschaltet wird unter anderem der Bioinformatiker Mikhail Gelfand, in Budapest sind der Schriftsteller Ádám Nádasdy und der Regisseur Kornél Mundruczó dabei.

Mit „Mapping Democracy“ entfaltet sich eine globale Debatte – vielstimmig und mehrsprachig –, die über nationale Diskurse hinaus weist. Das Gespräch über „Demokratie in der Defensive“ ist das letzte der vierteiligen Veranstaltungsreihe.

„Mapping Democracy“ ist eine Zusammenarbeit von Goethe-Institut, Nemetschek Stiftung und Münchner Kammerspielen. Medienpartner sind DRadio Wissen und die Deutsche Welle.
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