Transformation: „100 Stimmen“ zur Zukunft des arabischen Frühlings
Seit zwei Jahren befinden sich viele Länder im arabischen Raum im Umbruch. Täglich berichten die Medien von neuen Ereignissen. Aber wie fühlt sich die Situation für die Menschen vor Ort an? Für Wissenschaftler, Tänzer, Künstler, Studenten? Die Internetplattform „100 Stimmen“ zeigt Video-Statements von Menschen aus elf Ländern.
Seit September 2013
Im Projekt „100 Stimmen“ kommen Journalisten, Filmemacher und Theaterschaffende, Verleger, Übersetzer und Pädagogen aus elf arabischen Ländern zu Wort. In kurzen Video-Interviews geben die politisch engagierten Männer und Frauen ihre persönlichen Antworten auf Fragen wie: „Welchen Einfluss hatte das Internet auf die Revolution?“ oder „Was bedeutet Kunst für Dich?“ Dadurch geben sie den Veränderungen in zwischen Tunesien und Jordanien, zwischen Jemen und Ägypten ein persönliches Gesicht und sprechen über ganz konkrete Erfahrungen: wie sie den Tag erlebt haben, an dem Mubarak zurücktrat, warum man politisch aktiv sein sollte und was sie sich für die Zukunft ihrer Heimatländer wünschen.
„Mehr Raum für Kreativität“
Ob jung oder alt, ob auf Arabisch, Deutsch, Englisch oder Französisch – der Ton ist hoffnungsvoll und enthusiastisch: „Vor diesem Datum glaubten wir, es schaffen zu können. Danach waren wir uns sicher, dass wir es schaffen“, beschreibt Buchhändler Ashraf Wagdy die Bedeutung der tunesischen Revolution für die Ägypter. Viele Stimmen, zum Beispiel die des algerischen Anwalts Ali Belghit, sprechen auch darüber, was sie zum politischen Engagement motiviert: „Revolution bedeutet zuerst Freiheit. Freiheit von Hindernissen, Freiheit von Grenzen, Freiheit von Schikanen.“ Klare Vorstellungen gibt es auch über die Zukunft: Die 31-jährige Künstlerin Nada Sabet wünscht sich für Ägypten „mehr Raum für Kreativität und viel mehr Akzeptanz und Dialog.“




