Februar 2007

Lusophone Klänge: „Lissabon – Maputo – Berlin“ – ein europäisch-afrikanisches Musikprojekt

Lissabon, Maputo, Berlin: drei Städte, drei Länder, zwei Kontinente. In Lissabon lebende Musiker aus Portugal, Mosambik, Angola und Guinea-Bissau schlagen zusammen mit der deutschen Jazz-Sängerin Céline Rudolph eine musikalische Brücke zwischen den Kulturen Europas und Afrikas. Auf Initiative des Goethe-Instituts Portugal erarbeiteten sie ein Musikprogramm, das am 17. März in Lissabon Premiere feiert. Anschließend gehen sie gemeinsam auf internationale Konzerttournee.

Lissabon, Porto, Maputo, Johannesburg,
München, Berlin und São Paulo
März bis Juli 2007

In Lissabon leben viele Einwanderer aus den portugiesischsprachigen Ländern Afrikas, unter ihnen sind Filmemacher, Musiker und Schriftsteller. Inwieweit haben sie Einfluss auf das Kulturleben Portugals? Wie reflektieren sie die eigene Migrationssituation in ihrer Kunst? Ist nicht vielleicht inzwischen eine ganz eigene europäisch-afrikanische Kunst entstanden? Das Musikprojekt „Lissabon – Maputo – Berlin“ des Goethe-Instituts Portugal will diese vielschichtigen Verbindungen zwischen Europa und Afrika ausloten.

Dazu hat es in Lissabon lebende Musiker unter anderem aus Portugal, Mosambik, Angola und Guinea-Bissau in einem weltweit einmaligen Musikprojekt zusammengebracht: Gemeinsam mit der deutschen Sängerin und Musikprofessorin Céline Rudolph erarbeiten Gogui, Chico Fernandes, Ruben Alves und João Gomes ein Programm, in das die unterschiedlichen Musikrichtungen der Künstler einfließen. Die Premiere findet am 17. März 2007 im Großen Auditorium des Centro Cultural de Belém in Lissabon statt. Anschließend geht die neu gegründete Musikgruppe auf Konzerttournee mit Stationen in Portugal, Mosambik, Südafrika und Deutschland. An den verschiedenen Konzertorten wird sie von einheimischen Gastmusikern verstärkt: Costa Neto, Mick Trovoada, Kalaf, Galissa und N’Du sorgen für eine landesspezifische Prägung der einzelnen Auftritte.

Die Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Kulturen werden auch in sogenannten Klanglandschaften hörbar gemacht. Céline Rudolph nimmt dazu auf den Stationen der Konzertreise Stimmen, Alltagsgeräusche, Straßenlärm und Glockengeläut auf und bindet sie in ihre Musik ein. So gestalten sich die Klangerlebnisse im Laufe der Tournee immer vielfältiger: Das Prozesshafte des Projekts wird hörbar und die Weltreise der Musik akustisch nachvollziehbar.

Begleitend zu „Lissabon – Maputo – Berlin“ findet in Lissabon eine Konferenz zu „Migrationsströmen in der globalisierten Wissensgesellschaft“ statt, bei der internationale Fachleute und die beteiligten Musiker zu Worte kommen.

Gefördert durch das Portugiesische Kulturministerium, das Instituto Camões, das Goethe-Institut Johannesburg, das Deutsch-Mosambikanische Kulturinstitut ICMA Maputo, Wolfgang Bender (Universität Mainz), die Deutsche UNESCO-Kommission, das Auswärtige Amt, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Friedrich-Ebert-Stiftung Lissabon und das Instituto Franco-Português Lissabon.

Download SymbolInformationen zu den Künstlern 

Voraussichtliche Konzerttermine:

Premiere: 17. März 2007 – Lissabon
(Centro Cultural de Belém)

27. April 2007 – Lissabon
(Centro Cultural de Belém im Rahmen der Migrationskonferenz)

Juni/Juli 2007 – Maputo
(Institut Franco-Portugais, Club „Coconuts“)

Juni/Juli 2007 – Johannesburg
(Festival in Grahamstown)

2007 – Porto (in Planung)

2007 – São Paulo (in Planung)

15., 16., 22., 23. Februar 2008 – Lissabon
(Teatro Municipal São Luiz)

2008 – Berlin
(Haus der Kulturen der Welt)