Goethe-Institut wählt neue Mitglieder
Bei der letzten Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts wurden fünf neue Vereinsmitglieder gewählt: die Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart Marion Ackermann, die Journalistin Mely Kiyak, die Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller, der Dirigent und Künstlerischer Leiter des Münchener Kammerorchesters Alexander Liebreich sowie der Geschäftsführer von Ruhr.2010 Oliver Scheytt.
Vereinsmitglieder des Goethe-Instituts sind ausgewählte Persönlichkeiten des kulturellen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens der Bundesrepublik Deutschland. In den halbjährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen beraten sie das Goethe-Institut in konzeptionellen Fragen. Die beiden Mitglieder Herwig Guratzsch und Hermann Rudolph wurden Mitte November als Vereinsmitglieder wiedergewählt. Fünf Personen wurden neu als ordentliche Mitglieder gewählt.
Die neuen beziehungsweise bestätigten Vereinsmitglieder:
Marion Ackermann
Dr. Marion Ackermann, Kunstmuseum Stuttgart
1965 in Göttingen geboren.
Seit Dezember 2003 Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart. Ackermann studierte in Kassel, Göttingen, Wien und München Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte. Von 1995 bis 2003 war sie an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus beschäftigt.
Marion Ackermann entwickelte 1996 zusammen mit dem Goethe-Institut eine CD-Rom über den Blauen Reiter, die mit dem European MultiMedia Award ausgezeichnet wurde. Sie lehrte an der Kunstakademie München, den Universitäten Augsburg und Stuttgart sowie der Fachhochschule für Fotodesign München. 2009 wird Marion Ackermann als Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Nachfolge von Armin Zweite antreten.
Herwig Guratzsch (Wiederwahl)
Prof. Dr. Herwig Guratzsch, Mitglied Goethe-Institut seit 2001
1944 in Dresden geboren.
Studium der Theologie und Philosophie in Rostock. Anschließend führte er kopistische und restaurierende Arbeiten in der Dresdner Gemäldegalerie, Schloß Sanssouci Potsdam und der Narodni Galerie Prag durch. 1971-76 schloss sich ein Kunstgeschichtsstudium in München mit Promotion an. Von 1978 bis 1993 war er Direktor des Wilhelm-Busch-Museums, Deutsches Museum für Karikatur und kritische Graphik, Hannover, von 1993 bis 1999 dann Direktor des Leipziger Kunstmuseums und ab 1999 Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf. 2002 übernahm er eine Honorarprofessur am Kunsthistorischen Institut der Universität Kiel. Guratzsch ist Mitglied in mehreren Gremien deutscher Kulturinstitute.
Mely Kiyak
Mely Kiyak, Schriftstellerin, freie Journalistin und Fernsehautorin
1976 in Sulingen geboren.
Die Tochter aus der Türkei stammender kurdischer Einwanderer begann nach ihrem Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig als Journalistin für den Mitteldeutschen Rundfunk und die Leipziger Volkszeitung zu arbeiten. 1998 wurde sie deutsche Staatsbürgerin.
Seit 2005 arbeitet sie als Autorin und freie Journalistin in Berlin für Printmedien und Institutionen wie die Frankfurter Rundschau, Die Zeit, das Magazin, Dummy, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Friedrich-Ebert-Stiftung oder das Goethe-Institut. Thema ihrer Artikel, Kommentare, Berichte, Rezensionen, Feuilletons, Fernseh- und Diskussionsbeiträge (etwa auch innerhalb des ARD-Presseclubs) sind häufig die Migrations- und Integrationspolitik sowie Kultur.
Kiyak ist u.a. Mitglied der deutschen Islamkonferenz.
Nicola Leibinger-Kammüller
Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende Geschäftsführerin TRUMPF
1959 in Wilmington (USA) geboren.
Studium der Germanistik, Anglistik und Japanologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, am Middlebury College in Vermont, USA, und an der Universität Zürich. Seit 1992 Geschäftsführerin der Berthold-Leibinger-Stiftung GmbH. Seit November 2005 Vorsitzende der Geschäftsführung und Arbeitsdirektorin der TRUMPF GmbH & Co. KG. U.a. Mitglied im Stiftungsrat der St. Galler Stiftung für Internationale Studien und Mitglied im Rat für Innovation und Wachstum von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Alexander Liebreich
Alexander Liebreich, Dirigent und Künstlerischer Leiter Münchener Kammerorchester
1968 in Regensburg geboren.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schrieb unlängst, Liebreich stehe für eine junge Generation von Dirigentenstars, für die der Grenzgang zwischen großen Symphonieorchestern und kleineren, flexiblen Ensembles so selbstverständlich sei wie die Verbindung von künstlerischer Höchstleistung und sozialem Engagement. Sein „angestammtes“ Repertoire – klassische und romantische Symphonik von Beethoven bis Strauss, mit Schwerpunkten auf Bruckner, Wagner und Mahler – hat Liebreich seit dem Gewinn des Kondraschin-Wettbewerbs 1996 ans Pult zahlreicher bedeutender Orchester geführt. Seit Herbst 2006 Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters.
Dass Alexander Liebreich Kunst auf außergewöhnliche Weise mit sozialem Engagement verbindet, zeigt nicht nur seine Arbeit mit dem MKO, mit dem er unter dem Stichwort „Projekt München“ verschiedene Modellinitiativen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ins Leben gerufen hat. Liebreich ist auch Initiator des „Korea-Projekts“, das in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem DAAD entstand. U.a. Gastprofessur des DAAD in Pjöngjang 2005.
Hermann Rudolph (Wiederwahl)
Dr. Hermann Rudolph, Herausgeber Tagesspiegel, Mitglied Goethe-Institut seit 2001
1939 in Oschatz/Sachsen geboren.
Aufgewachsen in der DDR, nach dem Abitur 1957 Redaktionsvolontariat bei Zeitungen der Ost-CDU, 1959 Flucht in die Bundesrepublik. Ab 1959 Studium der Literatur- und Sozialwissenschaften in Freiburg, München und Tübingen, 1969 Promotion.
Beginn der journalistischen Arbeit 1970 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, u.a. Korrespondent in Stuttgart und Bonn. Seit 1980 innenpolitischer Redakteur der Wochenzeitung Die Zeit in Hamburg, von 1983 an Leiter der Abteilung Politik und Zeitgeschehen beim Deutschlandfunk in Köln, von 1986 an im Ressort Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung in München, seit 1991 beim Tagesspiegel in Berlin, zuerst als Chefredakteur, dann als Herausgeber. Rudolph wurde unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis (1977) und dem Karl-Hermann-Flach-Preis (1993) ausgezeichnet.
Oliver Scheytt
Prof. Dr. jur. Oliver Scheytt, Geschäftsführer Ruhr.2010
1958 in Köln geboren.
Studium der Rechtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. 1984 bis 1988 Projektmanagement beim Festival „Folkwang 85“ in Essen und „Kultur 90“ beim Kultursekretariat NRW, Wuppertal. 1990 bis 1993 Beauftragter für die Städte in den neuen Bundesländern und ab 1991 Leiter der Berlin-Vertretung des Deutschen Städtetages. Seit 1993 Beigeordneter für Kultur der Stadt Essen, Beigeordneter für Bildung (1997 bis 2007), für Grün und Gruga (2001 bis 2006) sowie für Jugend (2005 bis 2007), seit 2006 Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH.
Sachverständiges Mitglied der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages „Kultur in Deutschland“ (2003 bis 2007). Mitglied des Beirates der Kulturstiftung des Bundes.







