Der Ressourcenreichtum Nigerias: Fluch oder Segen?
Nigeria ist die größte afrikanische Erdölexportnation. Trotz seines Reichtums an Ressourcen kämpft das Land mit massiven wirtschaftlichen und sozialen Problemen. Ein dreitägiges Workshopsymposium in Lagos versucht Lösungsansätze für den „Ressourcenfluch“ aufzuzeigen.
Lagos
30. Oktober bis 1. November 2008
Der „Ressourcenfluch“ schlägt sich auf der ganzen Welt in ähnlicher Weise nieder: in „Hungerrevolten“ und Kriegen um Wasser, Nahrung und Öl. Wichtig ist aber nicht allein die Frage, ob Ressourcen vorhanden sind, sondern wie diese in einer Gesellschaft oder zwischen Gesellschaften verteilt werden. Wer hat Zugang? Welche Anstrengungen werden unternommen, um Ressourcen gerecht zu verteilen? Und welche Konsequenzen hat dies für die Organisation einer Gesellschaft? Oft sind es Länder mit vielen Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen, die Schwierigkeiten haben, stabile politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen zu etablieren.
Hier setzt ein dreitägiges Symposium des Goethe-Instituts Lagos an: In vier Arbeitsgruppen erarbeiten Experten aus Deutschland und Nigeria, der größten afrikanischen Erdölexportnation, Lösungsansätze für die politischen und administrativen Herausforderungen, die sich aus dem Ressourcenreichtum Nigerias ergeben, sowie Modelle einer fairen Verteilung der knappen Güter.
An dem Symposium nehmen Vertreter politischer und kultureller Institutionen Nigerias teil, darunter die Nigeria Extractive Industries Transparency Initiative, das African Network for Environment and Economic Justice, die Weltbank, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung.
Über die deutsche Perspektive auf das Problem spricht Denis Tull von der Stiftung Wissenschaft und Politik aus Berlin. Zum Abschluss des Symposiums stellen die Teilnehmer am 1. November ihre Ergebnisse weiteren Fachleuten sowie der Presse und einer breiteren Öffentlichkeit vor.







