Aus dem Institut
Der neue „Deutsch-Test für Zuwanderer“

Nach zweieinhalbjähriger Arbeit konnte das Goethe-Institut die Entwicklung eines neuen „Deutsch-Tests für Zuwanderer“ erfolgreich abschließen. Der Test richtet sich an Migrantinnen und Migranten, die dauerhaft in Deutschland leben möchten, und wird ab dem 30. April als Abschlussprüfung in allen Integrations-
kursen eingesetzt. Die Prüfung ist an die Bedürfnisse der Zuwan-
derinnen und Zuwanderer angepasst und mit dem Rahmencurriculum für Integrationskurse, das ebenfalls vom Goethe-Institut entwickelt wurde, abgestimmt.
„1, 2 oder 3“: Kinder aus Swasiland entdecken Deutschland

Bisher kennen sie sich nur aus Briefen: die Schüler der Grundschule St. Boniface aus Siteki in Swasiland und die Schüler der katholischen Grundschule am Weiher aus Hamburg. Seit März 2006 pflegen die Viertklässler eine intensive Brieffreund-
schaft, im April 2009 treffen sie sich zum ersten Mal persönlich in München. In der Quiz-Show „1, 2 oder 3“ treten die beiden Schulklassen gemeinsam an und stellen ihr Wissen unter Beweis. Rund um ihren Auftritt lädt das Goethe-Institut die Schüler aus Swasiland dazu ein, deutsche Kultur und Lebensgewohn-
heiten zu erkunden. Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler aus Swasiland ist der Auftakt zu einer langfristigen Kooperation, die das Goethe-Institut und das ZDF miteinander vereinbart haben: Geplant ist unter anderem, dass das Goethe-Institut für alle ausländischen 1, 2 oder 3-Gäste ein Rahmenprogramm ausrichtet. Die Sendung wird am 15. August 2009 im ZDF tivi, dem Kinder- und Jugendprogramm des ZDF, ausgestrahlt. Weitere Informationen auf der Website von
„1, 2 oder 3“.
Aktuelle Projekte

Wie soll das Urheberrecht im Zeitalter der digitalen Vernetzung beschaffen sein? Welche Chancen birgt die digitale Verfüg-
barkeit für den weltweiten Austausch von Wissen? Wie sollte mit dem Massenphäno-
men der Online-Tauschbörsen umgegangen werden? Die Zukunft des geistigen Eigen-
tums berührt essentielle Fragen des internationalen Kulturaustauschs. EU-Politiker, Künstler und Wissen-
schaftler diskutieren darüber in einer Konferenz, zu der das Goethe-Institut Brüssel einlädt.
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48 Schriftsteller aus sieben Ländern der Europäischen Union und der Schweiz gehen auf Lesereise in die Türkei. Abseits der Metropolen, in Universitätsstädten wie Malatya, Urfa und Trabzon lesen sie aus ihren Werken und regen dort Diskussionen über unterschiedliche Wahrnehmungen gesellschaftlicher Werte an. Den Anfang machen Thorsten Becker und Jutta Richter in Diyarbakır. 2010 folgt der zweite Schritt des gegenseitigen Kennenlernens: 16 türkische Schriftsteller gehen auf Lesereise durch die teilnehmenden Länder in Europa.
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„Art on Site“ reflektiert die Entstehung von Kunst im öffentlichen Raum unter einem besonderen Gesichtspunkt: der Begegnung von Künstlern mit einer für sie fremden urbanen Umgebung. Fünf russische Kuratorinnen wählten deutsche Künstler aus, die nach Russland eingeladen wurden. Noch bis Mai 2009 entwickeln die Künstler ihre ortsbezogenen Arbeiten, die sie dann in den jeweiligen Gaststädten präsentieren.
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Europa wächst zusammen, die Arbeits-
märkte öffnen sich. Weil Fremdsprachen-
kenntnisse immer wichtiger werden und um junge Polen für die deutsche Sprache zu begeistern, startet das Goethe-Institut gemeinsam mit polnischen und deutschen Bildungspartnern die Kampagne „Deutsch-Wagen“. Fünf Fahrzeuge fahren bis 2011 durch ganz Polen, um Lehrern, Schülern, Eltern und Studen-
ten die Bedeutung der deutschen Sprache als meist gesprochene und wortreichste Sprache der Europäischen Union näher zu bringen.
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Das zweite „Audi Festival of German Films“ widmet sich der „Kultur der Erinnerung“. In vier australischen Metropolen zeigt das Festival bisher nur selten auf Großleinwand präsentierte Meilensteine der DDR-Film-
geschichte und aktuelle Produktionen aus Deutschland sowie zwei schweizerische Filme. Ein umfangreiches Rahmenpro-
gramm begleitet die Filmreihen.
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Mit den „Tagen der Auswärtigen Kultur-
politik“ holt das Auswärtige Amt vom 18. bis 26. April
die Auslandskulturarbeit in die Hauptstadt und zeigt sie in ihrer Vielfalt in der Temporären Kunsthalle Berlin. Das Goethe-Institut beteiligt sich daran mit zahlreichen Veranstaltungen: Jonathan Franzen gesteht seine Liebe zur deutschen Sprache. Journalisten aus deutschen und afrikanischen Regionalzeitungen berichten von einem ungewöhnlichen Austauschprojekt. Eine Diskussion reflektiert die Globalisierung von Kultur und Wirtschaft.
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Was wie der Geheimcode einer spekta-
kulären Befreiungsaktion klingt: „free lutz!“, ist eine literarische Veranstaltung im Zeichen neuester elektronisch-medialer Möglichkeiten. Johannes Auer kommt auf Einladung des Goethe-Instituts nach Montréal, um auf dem Festival „Metropolis Bleu“ eine Arbeit zu präsentieren, die interaktive Performancekunst mit Literatur, Digitalkunst und virtuellen Begegnungen verbindet.
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Mit der Ausstellung „Publishing in Exile“ zeichnen das Goethe-Institut und das Leo Baeck Institute die Schicksale deutscher Autoren und Verleger nach, die in den 1930er und 1940er Jahren in die USA fliehen mussten. Manuskripte, persönliche Papiere, Fotografien, Bücher und Briefe erzählen vom Leben der Exilanten und von deren Versuchen, weitab von den Repressionen und Restriktionen des nationalsozialistischen Regimes ein deutschsprachiges literarisches Leben in den USA zu etablieren.
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Im Rahmen seiner „Artist in Residence“-Programme lädt das Goethe-Institut in jedem Jahr Künstler, Musiker, Schrift-
steller, Kuratoren, Journalisten und Wissenschaftler zu Arbeitsaufenthalten im Ausland ein. Aus der Erfahrung kultureller Differenz, dem Kontakt mit Kollegen und dem Erwerb neuer Kenntnisse entstehen Impulse für neue Arbeiten, Gemeinschaftsprojekte und internationale Netzwerke.
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1989/2009

Am 9. November 2009 erinnert das „Fest der Freiheit“ am Brandenburger Tor an das historische Ereignis von 1989: den Fall der Berliner Mauer. Wichtiger Teil der Insze-
nierung ist die „Domino-Aktion“, eine Installation aus nachgebildeten Mauer-
steinen zwischen Reichstag, Brandenburger Tor und Potsdamer Platz. Die symbolische „Mauerreise“ des Goethe-Instituts bringt die internationale Perspektive ein: Ein Austausch über Grenzen hinweg reflektiert Isolation und Grenzerfahrung weltweit. Beginn ist im Mai 2009.
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Der bosnische Dramatiker Almir Imširević stellt sein Stück „Mousefuckers“ im Kriegstheater Sarajevo vor. Es ist die fünfte Uraufführung im Rahmen von „After the Fall“, dem europaweiten Theaterprojekt des Goethe-Instituts: 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern setzen sich in neu ent-
stehenden Stücken mit den Auswirkungen des Mauerfalls auf ihre Heimat auseinander.
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Interview des Monats

Das Goethe-Institut fördert 2009 verstärkt längere Auslandsaufenthalte von Künstlern, Kuratoren, Wissenschaftlern. Welchen Nutzen haben diese Residenzprogramme für den interkulturellen Austausch? Hans-Georg Knopp, Generalsekretär des Goethe-Instituts über die Bedeutung von „Artist in Residence“-Programmen.
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Vorschau
Termine in den kommenden Monaten
6. Mai bis 3. Juni 2009 in Prag:
Seine Meinung vertreten und verteidigen: Bei dem Wettbewerb „Jugend debattiert international“ diskutieren Deutschschüler aus sechs Ländern Mittelosteuropas über aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen. Debattensprache ist Deutsch. „Jugend debattiert international“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.
14. bis 15. Mai 2009 in Tokyo:
Unter dem Motto „Kulturelle Initiativen als friedensstiftende Kraft“ laden das Goethe-Institut und die Japan Foundation zu einem Symposium ein. Diskutiert werden Möglichkeiten und Herausfor-
derungen für kulturelle Mittlerorganisationen im Handlungsfeld Frieden, Kultur und Entwicklung. Zu den Teilnehmern gehören Hans-Georg Knopp, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Ronald Grätz, Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen, sowie hochrangige Mitglieder des japanischen Außenministeriums und Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben Japans.
27. Mai 2009 in Stockholm:
Rochus Aust und sein Ensemble bitten zu einer Hommage an das vor hundert Jahren erschienene Futuristische Manifest in das „Ristorante Santo Food Turismo“. Dort tischt das Team aus italienischen und deutschen Künstlern ein experimentelles Musiktheater aus Bildern, Musik und Worten auf. Die Rezepte stammen aus dem Kochbuch „Cucina futurista“. Das Mahl findet 25 Meter unter der Erde statt – in den ehemaligen Hallen eines nuklearen Forschungsreaktors.