Juni 2009

Aus dem Institut

Goethe feiert: Aufbau eines neuen Instituts in Luanda

© Foto: Silje L. BakkeNach der Gründung eines neuen Instituts in Dar es Salaam im vergangenen Jahr nimmt das Goethe-Institut jetzt in Luanda, der Hauptstadt Angolas, seine Arbeit auf. Für die Stadt, die so explosiv wächst wie keine andere Hauptstadt Afrikas, werden „Kultur und Bildung entscheidende Felder der Zusammenarbeit sein“, sagt Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts. „Der lange Bürgerkrieg hat im Land tiefe Spuren hinterlassen. Deshalb ist es besonders wichtig, eine Aufbauarbeit zu leisten, die auch langfristig Bestand hat und sichtbare Ergebnisse für die Menschen bringt.“Mehr ...

Aktuelle Projekte

Salvador da Bahia: Die bittersüße Geschichte des Zuckers

© Bernd BoscoloWeder Gold noch Kaffee haben die Geschichte Brasiliens so nachhaltig geprägt wie die „süße Macht“ Zucker. Untrennbar ist die Produktion von Zucker mit dem Sklavenhandel verbunden; bis heute ist Brasilien der weltweit größte Exporteur von Rohrzucker. In der Ausstellung SACCHARUM BA widmen sich bildende Künstler aus Brasilien, Benin, Kanada und Deutschland der Sozial- und Kulturgeschichte des Zuckers, unter ihnen MAREPE, Jürgen Stollhans, Jonathan Meese, Simone Nieweg, Shelly Miller und Meschac Gaba. Mehr ...

Serbien: Den Holocaust sichtbar machen

Denkmal für Holocaust-Opfer in Sajmište © Radio SrbijaDas öffentliche Gedenken an den Holocaust in Südosteuropa ist das Thema von Podiumsgesprächen, zu denen das Goethe-Institut Belgrad Museumsexperten, Vertreter der jüdischen Gemeinden und Journalisten aus Serbien und Deutschland einlädt. Aktueller Anlass ist der Konflikt um die Gestaltung einer Gedenkstätte auf dem Gelände des Konzentrationslagers Sajmištein Belgrad. Mehr ...

Nairobi: “Piga Picha!” – „Knips ein Foto!“

© Goethe-InstitutVerliebte, Ehepaare, Familien und Freunde: in Kenia gehörte es zum Alltagsleben aller Gemeinschaften, sich fotografieren zu lassen – bis Handy-Fotos in Mode kamen. Das Foto war eine Bühne, die eigenen Wünsche, Träume und Selbstbilder in Szene zu setzen. Das Goethe-Institut Nairobi, die Universität Bayreuth und das Nationalmuseum von Kenia zeigen jetzt in einer gemeinsamen Ausstellung Porträtfotos aus einem Jahrhundert und geben damit zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über diese wichtige urbane Kultur in Kenia.Mehr ...

São Paulo: Theater in der Privatsphäre

© Anne Schulz Mit der Privatsphäre von Wohnungen künstlerisch zu spielen, ist die Idee des Theater-Formats „X-Wohnungen“. Nach Caracas, Istanbul und Berlin geht „X-Wohnungen“ jetzt nach São Paulo. Künstler wie Gesine Danckwart, Dellbrügge & de Mol oder Ariel Davila zeigen ihre Minidramen, Performances und Installationen in den Wohnvierteln der Ober-
schicht, dort, wo private Räume nicht selten wie Hochsicherheits-
trakte von der Außenwelt abgeschirmt sind. Mehr ...

Herzliya: Gregor Schneider zeigt „21 Beach Cells“ und „Haus u r“

© Gregor SchneiderAm Strand von Herzliya, einem Vorort von Tel Aviv, zeigt Gregor Schneider auf Einladung des Goethe-Instituts seine Installation „21 Beach Cells“. Schneiders Arbeit hinterfragt die widersprüchliche Erfahrung von Strand: als Ort entspannten Freizeitvergnügens und Endstation gescheiterter Hoffnungen illegaler Migranten. Parallel dazu zeigt das Herzliya Museum of Contemporary Art eine von Gregor Schneider selbst konzipierte Ausstellung zu seinem Hauptwerk „Haus u r“. Mehr ...

Kiel: Gefrorene Zeit – Kunst reflektiert die Antarktis

© VG Bild-Kunst, Bonn 2009Weltweit thematisieren die Goethe-Institute in diesem und im kommenden Jahr die kulturellen Dimensionen des Klimawandels. Einer der Höhepunkte ist die Ausstellung „Gefrorene Zeit“, die im Sommer aus Rio de Janeiro in die Stadtgalerie Kiel reist. Sie zeigt Arbeiten bildender Künstler, die in den letzten Jahren in der Antarktis recherchiert haben.Mehr ...

Havanna: Mit Kehlmann, Mozart und Humboldt

© Goethe-InstitutWie Mozarts „Zauberflöte“ auf Kubanisch klingt, das ist zum Auftakt der „Deutsch-
landwochen“ in einem der größten Opernhäuser der Welt, dem „Gran Teatro“ von Havanna, zu hören. Mit deutsch-kubanischen Gemeinschaftsprojekten wie einem Humboldt-Tag, Ausstellungen, Diskussionen über ökologisches Bauen, einer Lichtinstallation in Havannas Altstadt und vielem mehr intensivieren das Auswärtige Amt und das Verbindungsbüro des Goethe-Instituts jetzt im achten Jahr den kulturellen Austausch beider Länder. Mehr ...

Berlin: Eine Ausstellung erklärt Deutschland

© Goethe-InstitutIn ein „Musée Sentimental“, das in hunderten von Alltagsgegenständen und persönlichen Erinnerungsstücken die Geschichte der Bundesrepublik lebendig werden lässt, laden das Goethe-Institut und die Bundeszentrale für politische Bildung ein. Die mehrsprachige Ausstellung „Deutschland für Anfänger“ ist im Sommer im Lichthof des Auswärtigen Amtes in Berlin zu sehen. Eine verkleinerte Version der Schau geht im Herbst mit dem Goethe-Institut auf Welttournee. Mehr ...

1989/2009

14.06.2009 „After the Fall“: Premiere für Andrzej Stasiuk in Krakau

Mit Andrzej Stasiuks Drama „Warten auf den Türken“ kommt „After the Fall“, das europaweite Theaterprojekt des Goethe-Instituts, im Juni nach Krakau. Stasiuks Groteske spielt am Dujava-Pass, einem Grenzübergang im Niemandsland zwischen Polen und der Slowakei, wo ehemalige Schmuggler, Grenzbeamte und eine Kioskverkäuferin mit dem Verlust ihrer alten Welt fertig werden müssen – und mit „Babylon“, das unerbittlich an ihr „Karpartentor“ klopft.Mehr ...

Interview des Monats

„Wir brauchen genau diese Art von Auseinandersetzung“

© Wolfgang BorrsNecla Kelek ist eine von 48 Autorinnen und Autoren aus acht europäischen Ländern, die auf Einladung des Goethe-Instituts an dem deutsch-türkischen Literaturaustauschprojekt „Yollarda – European Literature Goes to Turkey/Turkisch Literature Goes to Europe“ teilnehmen. In einem Interview mit Dirk Fuhrig berichtet sie von ihren Erfahrungen in Gaziantep im Südosten der Türkei, wo sie aus ihrem Roman „Bittersüße Heimat“ las und anschließend mit Schülern und Studenten über Integration und die Freiheit türkischer Frauen diskutierte. Mehr ...

Publikationen

Druckfrisch: die Publikationen des Goethe-Instituts

© Gerd Altmann geralt / PIXELIOAusstellungskataloge, Magazine, Jahrbücher und Festschriften – vielfältige Publikationen dokumentieren regelmäßig die weltweiten Aktivitäten des Goethe-Instituts. Eine Auswahl aus den Jahren 2008 und 2009: Mehr ...

Vorschau

Termine in den kommenden Monaten

10. Juli 2009 in Berlin:
In einer Ausstellung zeitgenössischer Fotografie und Videokunst aus Osteuropa und Zentralasien zeigt das Goethe-Institut Arbeiten, die die tiefgreifenden Wandlungsprozesse in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion seit 1989 reflektieren. Die Ausstellung „1989-2009: Bewegte Welt – Erzählte Zeit“ wird am 10. Juli 2009 in der Akademie der Künste in Berlin eröffnet und anschließend in Moskau, Minsk, Kiew, Tbilissi, Taschkent, Almaty, Bischkek, St. Petersburg, Nowosibirsk und weiteren Städten präsentiert.

28. August 2009 in Weimar:
Die Goethe-Medaille wird 2009 erstmals nicht mehr im März, sondern am Geburtstag des Namenspatrons in Weimar verliehen. Gemeinsam mit „pèlerinages“ Kunstfest Weimar lädt das Goethe-Institut zu einem kulturellen Rahmenprogramm ein und schafft so Begegnungsmöglich-
keiten mit den drei Preisträgern, die am 19. Juni bekannt gegeben werden. Am Abend der Verleihung spielt das Deutsche Sinfonie-
orchester Berlin unter der Leitung von Ingo Metzmacher in der Weimarhalle. In einer Matinee sprechen die Preisträger am 29. August mit der Journalistin Franziska Augstein über das Thema „1989“.

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