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1989/2009
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9. bis 27. November 2009 in Mailand„Niemand ist mehr dort, wo er hin wollte“
In einer vom Goethe-Institut Mailand kuratierten Ausstellung im Mailänder Palazzo delle Stelline werden im November Video- und Fotoarbeiten von sechs Künstlern aus Deutschland gezeigt, die mit großer Sensibilität der gesellschaftlichen Entwicklung nach dem Mauerfall nachgehen. Sei es die unterschiedliche Darstellung der Wende in ost- und westdeutschen Medien bei Harun Farocki, sei es die befremdliche Atmosphäre der Verlassenheit im asbestbefreiten Palast der Republik bei Nina Fischer und Maroan el Sani, sei es die Transformation eines Wohngebiets im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg bei Ulrike Kuschel. Gängige Schlüsselbegriffe wie „Nation“ und „deutsche Identität“ erscheinen in einem ganz neuen Licht, und so dürften die erstmals in Italien gezeigten Arbeiten das eine oder andere Deutschland-Klischee erfolgreich durchkreuzen. Die europäische Kommission ist Partner des Projekts.


Mit drei Ikonen der Avantgarde feiert das Goethe-Institut Brüssel sein 50-jähriges Jubiläum: Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel zählen zu den Pionieren zeitgenössischer Musik; Ulrike Ottinger hat mit ihrem surrealistischen Stil die Dimensionen des Dokumentarfilms erweitert. Ihnen sind anlässlich der 50-Jahr-Feier des Brüsseler Goethe-Instituts Konzerte, Konferenzen, eine Ausstellung und eine Filmreihe gewidmet. Das Stück „ERWACHEN“ von Karlheinz Stockhausen – die 12. Stunde des unvollendeten Zyklus „Klang – die 24 Stunden des Tages“ feiert seine Welturaufführung.
Es war immer ihr Traum, auf dem afrikanischen Kontinent und in einem arabischen Land aufzutreten. Nach Pina Bauschs unerwartetem Tod gastiert das Tanztheater Wuppertal auf Einladung des Goethe-Instituts im Oktober erstmals im renommierten Cairo Opera House. Das Gastspiel – seit Längerem gemeinsam mit Pina Bausch geplant – versteht sich als Hommage an die im Juni verstorbene Begründerin des modernen Tanztheaters und bildet den Abschluss der einjährigen Veranstaltungsreihe zum 50-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts Kairo.
Die Stadt und der Text: Unter dem Motto „Fremdes und Vertrautes“ sind die dritten deutsch-israelischen Literaturtage als Hommage an die Stadt Tel Aviv konzipiert, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Vom 27. bis 31. Oktober 2009 treffen sich israelische und deutsche Autoren in Cafés und Buchhandlungen zu Lesungen und zum Gespräch: Christian Kracht, Autor des alternativen Heimatromans „Faserland“, Orly Castel-Bloom, Erfinderin der irrwitzig-manischen „Dolly City“, Hatice Akyün, die „Ali zum Dessert“ verspeist, und andere mehr.
Mit einer neuen Gesprächsreihe begründen das Goethe-Institut New York und das Bard College eine intensive und langfristige Zusammenarbeit. Den Auftakt der „Wyoming Evenings“ bildet am 17. Oktober 2009 eine Diskussion mit Marion von Osten und Peter Fleming zum Thema „What is the good of work?“: eine Tour d’Horizon zur Vision einer Freizeitgesellschaft als Alternative zu Arbeitserschöpfung und Arbeitslosigkeit.
Auf der weltgrößten Buchmesse präsentiert sich das Goethe-Institut mit einem umfangreichen Programm: Diskussionen und Gesprächsreihen im Rahmen des Gastlandauftritts der Volksrepublik China beleuchten Themen des globalen Diskurses aus chinesischer und deutscher Perspektive. Autorinnen und Autoren aus China und Deutschland stellen ihre Texte vor und berichten von ihren Eindrücken, die sie im Rahmen von Residenzaufenthalten im jeweils anderen Land gesammelt haben.
Die Neun-Millionen-Metropole Wuhan, Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei und Verkehrsknotenpunkt am Jangtse, ist nach Shenyang die fünfte Station von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“. Zu sehen und zu hören sind: Werke von Felix Mandelssohn Bartholdy und Tan Dun, aktuelle Videokunst aus Deutschland, eine deutsch-chinesische Promenade zum Thema „nachhaltige Urbanisierung“, ein Popfestival sowie ein Kompositionswettbewerb.
Wie steht es um Europa heute, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer? Acht aktuelle Diagnosen europäischer Dramatiker aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Polen, der Republik Moldau, Rumänien, Schweden und Serbien sind vom 31. Oktober bis 8. November 2009 bei einem „Zwillingsfestival“ in Dresden und Mülheim an der Ruhr zu sehen. Begleitet werden die Aufführungen von Gesprächen mit dem Autor des polnischen Stückes, Andrzej Stasiuk, dem Journalisten Jens Bisky, dem Soziologen Heinz Bude und anderen.




