September 2009

Aus dem Institut

Toronto: (Fast) alles neu im Goethe-Institut

Yves, 2008, Fensterfarbe auf Nadeln © Foto: Heike WeberDas Goethe-Institut Toronto feiert im September nach fast zweijähriger Umbauphase in renovierten Räumen und mit neuem Konzept seine Wiedereröffnung. Zum Festakt reist der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, in die Kultur- und Wirtschaftsmetropole Kanadas, in der jeder zweite Bewohner außerhalb des Landes geboren wurde. Die Kölner Künstlerin Heike Weber, die 2006 das Foyer der Wiener Kunsthalle gestaltete, hat eine Arbeit für den neuen Eingangsbereich angefertigt, die im Rahmen der Wiedereröffnung enthüllt wird. Mehr ...

Aktuelle Projekte

Berlin: „Sprachen ohne Grenzen“ – Der große Abschluss

© Goethe-InstitutUnter dem Motto „Sprachen ohne Grenzen“ haben sich Goethe-Institute in über 30 Ländern über zwei Jahre hinweg mit dem Phänomen der Mehrsprachigkeit im politischen, kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in Europa auseinandergesetzt. Ein internationales Forum in der Berliner Akademie der Künste führt die Ergebnisse der Projekte zusammen. Mit Fachkonferenzen, Diskussionsrunden, der Uraufführung eines Theaterstücks aus Papua-Neuguinea, Filmen, Musik und einem Stadtspaziergang richtet es sich gleichermaßen an Experten wie an Interessierte.Mehr ...

Johannesburg: Wenn die roten Ameisen kommen

© Moshe Sekete„Red Ants“ – rote Ameisen: So nennen die Südafrikaner private Einsatztruppen in roten Overalls, die bei Häuserräumungen oft gewaltsam durchgreifen. Die Fotografien von Kabelo Mofokeng und Moshe Sekete zeigen die „Red Ants“, wie sie 2007 Hunderte illegaler Bewohner aus einem Wohnblock im Zentrum von Johannesburg vertreiben. GoetheOnMain, der neue Projektraum des Goethe-Instituts, zeigt die Bilder in einer Ausstellung. Mehr ...

Berlin: Mode, Politik, Lebensgefühl und Status

© Ist es besser, hohe oder flache Schuhe zu tragen? Kleid oder Rock? Sind Second-Hand-Klamotten cooler als Haute Couture? Jede Entscheidung für einen persönlichen Kleidungsstil ist zugleich ein Bekenntnis zu einem Lebensgefühl, signalisiert gesellschaftlichen Status und ist oft mit einer Jugend- und Musikkultur verbunden. Der Mode als Medium sozialer Abgrenzung und Zugehörigkeit widmet sich im September das internationale Symposium „FASHION@SOCIETY: Modedesign, Jugendkulturen, soziale Identitäten“. Gastgeber sind die Bundeszentrale für politische Bildung und das Goethe-Institut. Mehr ...

Südosteuropa: Omnibus für direkte Demokratie geht auf Tournee

© Michael von der Lohe Der „OMNIBUS für Direkte Demokratie“, einst von Beuys-Meisterschüler Johannes Stüttgen, Brigitte Krenkers und anderen ins Rollen gebracht, bringt die Idee der direkten Volksabstimmung in Bewegung. Ab September tourt der Bus auf Initiative des Goethe-Instituts acht Wochen durch Südosteuropa. Die Institute werden in dieser Zeit zu Foren des Austauschs über politische Verantwortung. Symbolträchtiger Höhepunkt ist die Fahrt nach Griechenland, dem Ursprungsland der direkten Demokratie. Mehr ...

Kulturmanager aus Osteuropa und Zentralasien bilden sich fort

© Goethe-InstitutZehn Kulturschaffende aus Belarus, Georgien, Kirgisien, der Ukraine und Usbekistan kommen im September zu einer Fortbildung des Goethe-Instituts nach Berlin. In Workshops und Hospitationen lernen sie die deutsche Kulturlandschaft kennen, haben die Chance, neue Netzwerke aufzubauen und ihre Kenntnisse im Kulturmanagement zu erweitern. Ziel der Programme ist es, langfristige Kooperationen zwischen Kulturinstitutionen in Deutschland und den Herkunftsländern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu etablieren. Der Aufenthalt in Deutschland ist Teil des mehrjährigen Pilotprogramms „Kompetenzzentrum Kulturmanager in Osteuropa/Zentralasien“. Mehr ...

Warschau: Europas Zukunft im Gespräch

Richard von Weizsäcker © Helmut R. Schulze, Władysław Bartoszewski: © Grzegorz RogińskiIm Gedenkjahr 2009 findet das Thema Wandel und Umbruch in den europäischen Ländern besondere Beachtung. Doch der Blick in die Vergangenheit allein wird Europa nicht gerecht. Wie soll die Zukunft der Staatengemeinschaft gestaltet werden? Richard von Weizsäcker und Władysław Bartoszewski diskutieren diese Frage in der Gesprächsreihe „Europa neu denken“ des Goethe-Instituts in Warschau. Mehr ...

1989/2009

„After the Fall“: Premieren im Herbst

© Studio Krimm20 Jahre nach dem Mauerfall: Für das Theaterprojekt „After the Fall“ haben Goethe-Institute in 15 europäischen Ländern 17 Dramatiker damit beauftragt, Theaterstücke zu schreiben, die den gesellschaftspolitischen Wandel in ihren Heimaten reflektieren. Im Herbst stellen der dänische Autor Christian Lollike, die Tschechin Barbora Vaculová und Ǻsa Lindholm aus Schweden ihre Stücke vor. Mehr ...

Mauerreise macht Station in Zypern

© Foto: Richeza Herrmann Im Jubiläumsjahr des Berliner Mauerfalls lädt das Goethe-Institut Künstler aus aller Welt zum Nachdenken über ihre Erfahrungen mit Grenzen ein und schickt symbolische Mauersteine an Orte, die durch Isolation, Teilung und Grenzerfahrung geprägt sind: Jemen, Korea, Irael, die Palästinensische Autonomiegebiete, China und Mexiko. Dort werden die nachgebildeten Steine zum Material für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Mauer“. Im September erreicht die „Mauerreise“ in Nikosia ihre vorletzte Station. Höhepunkt und Finale ist dann die Präsentation der Steine am 9. November zum „Fest der Freiheit“ am Brandenburger Tor in Berlin. Mehr ...

Vorschau

Termine in den kommenden Monaten

3. und 4. Oktober in Kairo
Das Wuppertaler Tanztheater gastiert in Kairo

Zum ersten Mal ist das Wuppertaler Tanztheater, das unter der Leitung von Pina Bausch weltberühmt wurde, zu Gast auf dem afrikanischen Kontinent und in einem arabischen Land. Auf Einladung des Goethe-Instituts Kairo kommen im Cairo Opera House zwei Choreographien zur Aufführung: „from Bamboo Blues“, ein Stück, das Pina Bausch 2006/2007 nach über 25-jähriger intensiver Beschäftigung mit Indien in Zusammenarbeit mit den dortigen Goethe-Instituten entwickelt hat, sowie ihr Klassiker „Das Frühlingsopfer“. Das Gastspiel bildet den Abschluss der einjährigen Veranstaltungsreihe zum 50-jährigen Jubiläum der Goethe-Institute in Kairo.

27. bis 31. Oktober in Tel Aviv
Deutsch-israelische Literaturtage in Tel Aviv

Unter dem Motto „Fremdes und Vertrautes“ sind die dritten deutsch-israelischen Literaturtage als Hommage an die Stadt konzipiert, die ihren 100. Geburtstag feiert. Eingeladen sind vier deutsche und vier israelische Schriftsteller: Christian Kracht, Iris Hanika, Judith Kuckart und Hatice Akyün sowie Orly Castel-Bloom, Alon Hilu, Dror Burstein und Shimon Adaf. Mit Lesungen, Diskussionen und Autorengesprächen in Galerien, Bars und Cafes in Tel Aviv wolle das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung nicht nur den Dialog über „Berührungs- und Befremdungspunkte“ anregen, sondern gemeinsam mit dem Literaturpublikum gleichzeitig die Topographie dieser jungen Metropole am Mittelmeer erkunden.

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