Dezember 2010 / Januar 2011

Montréal: Junge Architekten für grünere Städte

Am 2. Dezember 2010 wurden in Montréal die Preisträger des Architekturwettbewerbs „Young Leaders for Future Cities“ prämiert. Das Goethe-Institut hatte junge Architekturstudenten in Kanada dazu eingeladen, ein ressourcenschonendes Wohnhaus zu entwerfen. Als Modell dienten die Mehrfamilien-Passivhäuser, wie sie seit einigen Jahren in Berlin von privaten Baukooperativen auf brachliegenden Grundstücken errichtet werden.

Montréal
2. Dezember 2010

© Cowling, Liu und Gao / Carleton University Das Goethe-Institut Kanada und die Deutsche Botschaft haben Architektur-Studenten der Carleton-Universität in Ottawa, der McGill Universität in Montréal und der Universität von Toronto zu einem Architekturwettbewerb eingeladen. Aufgabe war es, ein Wohnhaus zu entwerfen, das exemplarisch für zukünftige Stadtarchitektur steht: Ein nachhaltiges Gebäude, ausgestattet mit innovativen Technologien und gleichzeitig ästhetisch überzeugend. Die Studentinnen und Studenten sollten intelligente, ressourcenschonende Lösungen in den Bereichen Energie, Wasser, Recycling und Baumaterialien finden und den „ökologischen Fußabdruck“ ihrer Gebäude so gering wie möglich halten.

Das Haus wurde allerdings nicht als in sich abgeschlossene Einheit verstanden: Die Jury unter der Leitung von Sheryl Boyle von der Azrieli School of Architecture and Urbanism der Carleton University in Ottawa, bewertete auch, wie sich ein Gebäude in ein Stadtviertel einfügt. Als Modelle dienten Mehrfamilien-Passivhäuser, wie sie seit einigen Jahren in Berlin von privaten Baukooperativen auf brachliegenden Grundstücken errichtet werden.

Insgesamt neun Studententeams wurden in der Vorrunde ausgewählt und zu einem  Workshop in Ottawa eingeladen. Dort hörten sie Vorträge deutscher Experten, diskutierten über neue Technologien in den Bereichen Architektur und Stadtentwicklung und bekamen Anregungen zu ihren Entwürfen. Anschließend hatten die Studenten zwei Wochen Zeit, ihre Entwürfe zu überarbeiten.

Richard Lam, Ryan McClanaghan und Ayesha Moghal (University of Toronto) reisen als Gewinnerteam im Februar 2011 für eine Woche nach Deutschland, um hier Passivhäuser und klimafreundliche Stadtviertel zu besichtigen und sich dabei mit wegweisenden neuen Technologien im Baubereich auseinanderzusetzen. Die Mitglieder des zweitplatzierten Projektteams, Claire Cowling, Henry Gao und Shirley Liu (Carleton University), gewinnen Sprachkurse am Goethe-Institut Ottawa.

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