Januar 2010

Aus dem Institut

Gaza-Stadt: Freier Zugang zu Information

© Goethe-Institut RamallahAm 12. November 2009 eröffnete das Goethe-Institut den ersten „Dialogpunkt Deutsch“ im Gazastreifen. Dabei geht es aber nicht nur um Informationen über Deutschland und die deutsche Sprache. Es geht vor allem um freien Zugang zu Information, darum, den Menschen vor Ort zu zeigen, dass das Ausland sie nicht vergessen hat. Mit der Einrichtung von Dialogpunkten baut das Goethe-Institut das Netzwerk zur aktuellen Deutschlandinformation in wichtigen Zentren der Region Nordafrika/Nahost aus. Mehr ...

Hanoi und Ho Chi Minh City: Ein Deutschlandjahr in Vietnam

© André LützenSchon in den 50er-Jahren knüpfte die Regierung der DDR diplomatische Kontakte zur nordvietnamesischen Regierung. 1975 zog die Bundesrepublik Deutschland nach. Kurz nach Ende des Vietnamkrieges und noch vor der offiziellen Wiedervereinigung des Landes Anfang 1976 nahm die BRD diplomatische Beziehungen zur Sozialistischen Republik Vietnam auf. Heute, 35 Jahre später, blicken die deutsch-vietnamesischen Beziehungen auf eine so intensive wie wechselhafte Geschichte zurück. Grund genug, das Datum zum Anlass eines Deutschlandjahres in Vietnam zu machen.Mehr ...

Marokko: „Was ihr da macht ist....‚Realkultur'"

© B. MsiidMehr als 200 Künstler aus Deutschland und Marokko; 45 Veranstaltungen in acht Städten des Königreichs; 150.000 begeisterte, überwiegend junge Besucher: Soweit die vorläufige Bilanz des ersten Deutschen Kulturjahres in einem Land des Maghreb. Abgeschlossen wird das Jahr in diesen Tagen mit dem Programm „Made in Berlin“ und der Filmreihe „Berlin-Tanger – Autour du Mur“ an der Kinemathek von Tanger, einem der Mittelpunkte internationaler Filmproduktion in Marokko.Mehr ...

Aktuelle Projekte

Warschau: Architektur, Macht und Erinnerung

© Goethe-Institut WarschauMahnmale und Gedenkstätten – historisch geprägte Orte und Objekte, Reminiszenzen in Stein und Holz – erinnern an Ereignisse der Vergangenheit. Gleichzeitig sind sie nie neutral, sondern formen die Erinnerung und stehen für eine bestimmte Lesart von Geschichte. Unter dem Titel „Building Memory“ hat das Goethe-Institut ein internationales Videokunstprojekt initiiert, das sich dem Zusammenhang von Architektur, Macht und Erinnerung widmet. Vier renommierte Videokünstler, unter ihnen Marcel Odenbach, haben neue Kunstwerke geschaffen, die ab Dezember 2009 erstmals gemeinsam ausgestellt werden.Mehr ...

Act Local: Das journalistische Austauschprojekt „Nahaufnahme“

SWR-Reporter Knut Bauer berichtet aus Israel © Knut Bauer Ein Bericht vom Elefanten-Waisenhaus in Nairobi im Lokalteil einer deutschen Tageszeitung? Von jetzt an lässt das Projekt „Nahaufnahme“ Zeitungsleser an den Erfahrungen und Einblicken von acht Redakteurinnen und Redakteuren aus Deutschland, Israel, Ghana und Kenia im Ausland teilhaben. Von Oktober bis Januar 2009 tauschen sie ihre Wohnorte und Arbeitsplätze und lernen den professionellen Alltag in der Lokalredaktion ihrer Gastzeitung kennen. Mehr ...

Ankara: „Deutschländer“

© MyrDass die „Almanci“, die Deutschländer, in der Türkei nicht unbedingt wohlgelitten sind, ist bekannt. Ihre anatolische Herkunft ist der urbanen Elite von Istanbul oder Ankara suspekt, sie gelten als tendenziell kulturfremd. Dass dieses Klischee mit der Wirklichkeit nichts gemein hat, beweist das Festival „Almanci / Deutschländer“. Vom 7. bis 17. Dezember zeigen junge deutsch-türkische Künstler auf Einladung des Goethe-Instituts in Ankara ihre Arbeiten aus Film, Literatur, Theater und bildender Kunst. Mehr ...

„Generation ’89“ – eine Erklärung zur Zukunft Europas

© www.sxc.hu/Der Eiserne Vorhang ist für sie nur eine Erzählung, ein durch Mauern geteiltes Europa hat sie nie erlebt: die „Generation ’89“. Wie stehen die heute 20-Jährigen zu Europa? Der Wettbewerb „Generation ’89“ lädt junge Europäer ein, in einem Essay ihre bisherigen Erfahrungen und ihre Vorstellungen von der Zukunft der europäischen Gemeinschaft zu formulieren. Die Gewinner erarbeiten eine gemeinsame Erklärung, die im Juni 2010 Vertretern des EU-Parlaments vorgestellt wird. Mehr ...

Essen: Vom Wert des Streitens – Kulturarbeit global

© PACT-ZollvereinNie waren Künstler besser vernetzt, nie waren unsere Erfahrungshorizonte internationaler als heute. Angesichts von Globalisierung und Internationalisierung sind die Trennlinien zwischen den Kulturen kaum noch zu ziehen. Was bedeutet das aber für die Kulturarbeit? Am 21. und 22. Januar 2010 kommen Künstler und Kuratoren, Kulturpolitiker und -förderer bei der„Internationalen Kulturkonferenz NRW“ in Essen zusammen, um Chancen, Ziele und Instrumente kultureller Arbeit in einer globalisierten Welt zu diskutieren. Die Besonderheit: Schon das Format trägt mit einem „Wortduell“ zu einem so offenen wie produktiven Schlagabtausch bei.Mehr ...
Goethe-Institut

GoetheNetNews

Auf www.goethe.de finden Sie stets Reportagen, Berichte und Interviews über die Arbeit des Goethe-Instituts in aller Welt. Auf den deutsch-chinesischen Kulturaustausch hat sich die Internetplattform www.de-cn.net spezialisiert. Seit zwei Jahren berichtet das Kulturnetz aus unterschiedlichen Perspektiven und Positionen über kulturelle Ereignisse und Entwicklungen in beiden Ländern.Mehr ...

1989/2009

Indien: Wiederaufbau einer Berliner Sehenswürdigkeit

© Tamiko Thiel und Teresa ReuterDie Mauer wird wieder aufgebaut – virtuell. Das Künstlerinnen-Team T+T rekonstruierte die Berliner Mauer per Computer. Entstanden ist eine Zeitreise, die das Leben während der Teilung in West- und Ostberlin erfahrbar macht. Nach Stationen in Cambridge/Massachusetts und Los Angeles geht das multimediale Kunstwerk nun auf Tournee nach Indien und Sri Lanka.Mehr ...

Interview des Monats

„Wir können ja kein Museum einfliegen“

© Goethe-InstitutStaaten müssen sich heute genauso vermarkten wie Unternehmen. Das bewährte Format der Deutschlandwochen und -jahre bekommt so eine neue Bedeutung. Bruno Fischli ist Leiter des Stabsbereichs Sonderaufgaben des Vorstands im Goethe-Institut und verantwortlich für die Koordination solcher Programme in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und den Goethe-Instituten vor Ort. Im Interview spricht er über die Rolle des Goethe-Instituts bei der Umsetzung und Planung dieser Projekte. Mehr ...

Vorschau

Termine in den kommenden Wochen

Februar bis Juli 2010
„The Promised City”: Die Verheißung der Stadt

Mit den Glücksversprechen und Verheißungen moderner Metropolen beschäftigt sich ab Februar 2010 die Reihe „The Promised City“, eine Initiative des Goethe-Instituts und des Polnischen Instituts Berlin. Künstler, Kuratoren, Kulturschaffende und Wissenschaftler aus Deutschland, Polen, Indien und Rumänien entwickeln zahlreiche neue künstlerische Produktionen, die sich mit den Träumen, Illusionen und Lebensentwürfen der Bewohner großer Städte auseinandersetzen. „The Promised City“ findet von Februar bis Juli 2010 in Berlin und Warschau statt; Kooperationen in Mumbai und Bukarest sind ab Oktober 2010 geplant.

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Goethe-Jahrbuch 2011/12

Das Jahrbuch gibt einen Überblick über unsere weltweiten Aktivitäten