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Berlin27. bis 30. Mai 2010
Deutsch-Israelische Literaturtage
Ob man nach den Erfahrungen der letzten 100 Jahre eine Heimat haben darf – und wenn ja, wo die ist –, ist eine so heftig umstrittene Frage, dass ein vernünftige Antwort kaum noch zu erwarten ist. Grund genug, es noch einmal zu versuchen: Schriftsteller und Intellektuelle werden sich bei den dritten Deutsch-Israelischen Literaturtagen in Berlin mit dem Thema Heimat und kulturelle Identität in einer globalisierten Welt auseinandersetzen.
Wie definieren Migranten in Deutschland und Israel ihre Heimat? Was bedeutet Heimat für die palästinensischen Bürger in Israel? Wo sehen die Schriftsteller sich selbst beheimatet, welchen Heimatbegriff vertreten sie?
Neben renommierten deutschen und israelischen Autoren wie Jenny Erpenbeck, Sibylle Lewitscharoff, Avirama Golan, Anat Einhar, Terézia Mora, Anat Einhar und Detlef Kuhlbrodt werden auch bislang weniger bekannte Nachwuchsschriftsteller nach Berlin kommen.
Die Deutsch-Israelischen Literaturtage sind ein Projekt des Goethe-Instituts in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung.


Wie kann man junge Leute auch künftig für Deutsch als Fremdsprache begeistern? Zum Beispiel mit einer Internationalen Deutscholympiade, einem Parlament für Jugendliche oder der weltweiten Vernetzung von mehr als 1.400 Schulen. Mit der Kampagne „Deutsch – Sprache der Ideen“ will das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Goethe-Institut und vielen weiteren Partnern weltweit für die deutsche Sprache werben.
2010 feiern zahlreiche lateinamerikanische Staaten den 200. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Aber was wird hier eigentlich gefeiert? Mit dem Projekt „Die Kunst der Unabhängigkeit“ hat das Goethe-Institut Künstler und Intellektuelle aus Lateinamerika und Deutschland eingeladen, sich mit den historischen Widersprüchen zwischen formaler Autonomie und fortdauernden Abhängigkeiten lateinamerikanischer Gesellschaften auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse sind ab März in der Ausstellung „Menos Tiempo que Lugar“ (Weniger Zeit als Raum) in Buenos Aires zu sehen.
Berlinale goes Mexico: Zum zweiten Mal bietet der „Talent Campus Guadalajara“ jungen Filmschaffenden aus Mexiko, Zentralamerika und der Karibik die Möglichkeit, sich mit Experten aus aller Welt auszutauschen. Doris Dörrie, Regisseur Rainer Simon, der Drehbuchautor Bernd Lichtenberg und der Dokumentarfilmer Florian Borchmeyer sind mit dabei und bringen auf Einladung des Goethe-Instituts den Teilnehmern Techniken ihrer Arbeit nahe. Der „Talent Campus“ ist Teil des Internationalen Filmfestivals in Guadalajara und eine Kooperation mit dem Talent Campus der Berlinale.
„Tiefenschärfe“, das Foto-Projekt des Goethe-Instituts Neuseeland, feiert seinen dritten Geburtstag: Thomas Ruff, einer der international herausragendsten deutschen Fotokünstler, zeigt erstmals seine Arbeiten in Neuseeland in zwei Einzelausstellungen. Und in „Sightseeing“ kommentieren und persiflieren je acht renommierte deutsche und neuseeländische Fotografen die klassische touristische Reisefotografie.
30.000 Fans erwarten die Berliner Philharmoniker nach einem Konzert in Taiwan am Bühnenausgang. Die Begeisterung für Werke von Mozart, Haydn und Beethoven in ganz Asien ist ungebrochen. In China und Taiwan, Japan und Korea, deren politische Systeme entgegengesetzter nicht sein könnten, verbindet die Menschen die Macht der Musik. In der Veranstaltungsreihe „Musik und Macht“ erforschen Mitglieder des „Ensemble Modern“ und junge japanische Musiker wie Musik wirkt und wie sie für ideologische Zwecke missbraucht werden kann. 
Taktgefühl verbindet: Unter dem Titel „Cracking Bamboo“ treffen sich Perkussionisten aus Asien und westlichen Ländern zu einem Festival mit Workshops und Meisterklassen in Hanoi. Das Ergebnis dieses musikalischen Joint Ventures stellen sie in einer Konzertreihe vor, die von Hanoi aus durch Südostasien tourt. „Cracking Bamboo“ ist einer der Höhepunkte des Deutschlandjahres Vietnam.
Auf „Goethe aktuell“ finden Sie Reportagen, Berichte und Interviews über die Arbeit der Goethe-Institute in aller Welt. Außerdem begleitet das Internet-Portal
Alfons Hug, Leiter des Goethe-Instituts Rio de Janeiro und Kurator der Ausstellung „Weniger Zeit als Raum“, spannt den Bogen von Alexander von Humboldt zu den lateinamerikanischen Befreiungsbewegungen und spricht über die faszinierenden Ergebnisse der aktuellen künstlerischen Recherchen für die Ausstellung. 




