Addis Abeba: Renaissance Fashion

In einem Kaffeelagerhaus in Addis Abeba zeigen der deutsche Stardesigner Markus Lupfer und junge äthiopische Modeschöpfer die Ergebnisse ihres Projekts „Renaissance Fashion“. Das deutsch-äthiopische Modeprojekt ist eine Zusammenarbeit von Alemayehu Seife Selassie, Mitarbeiter einer Druck- und Design-Firma in Addis Abeba, und dem Muffatwerk München. Es ist das erste Resultat der Fortbildungen, die das Goethe-Institut für afrikanische Kulturmanager in Deutschland organisiert.
Addis Abeba
25. April bis 8. Mai 2010
Vor zwei Jahren begann das Goethe-Institut im Rahmen der Initiative „Kultur und Entwicklung", Fortbildungen für afrikanische Produzenten, Kuratoren oder Mitarbeiter von Kultureinrichtungen in Deutschland zu organisieren. 14 Teilnehmer aus 13 afrikanischen Ländern südlich der Sahara besuchten in Berlin eine vierwöchige Fortbildung zu Themen wie Projektmanagement, Marketing, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. Im Anschluss hospitierten die Kulturschaffenden im Haus der Kulturen der Welt, dem Theater Hebbel am Ufer, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe oder dem Muffatwerk in München.
Die Wiedergeburt der Tradition
Alemayehu Seife-Selassie aus Äthiopien war einer der Teilnehmer. Der Chefredakteur der Wochenzeitung „Sub-Saharan Informer“ war als Gast bei Dietmar Lupfer an der Muffathalle in München. Hier ist die Idee für „Renaissance Fashion“ entstanden: In Addis Abeba arbeitet Lupfer mit Osman Mohammed vom äthiopischen „In“-Label Ras Africa sowie den drei Nachwuchs-Designerinnen Adila Ismail, Sewasew Hailu and Yamerote Mengistu zusammen. Sie sorgen für einen „Renaissance“ traditioneller äthiopische Stoffe, die mit Blick auf Innovation und Tragbarkeit im internationalen Kontext neu verarbeitet werden.
Passend zum Motto des Projektes ist die Location der Modenschau: Die Entwürfe der Designerinnen werden in einem alten „Kaffee Warenlager“ präsentiert. Im Anschluss an die Show in Addis Abeba will das Muffatwerk die „Renaissance Fashion“ auch in München präsentieren.
Das Goethe-Institut fördert mit seiner Initiative „Kultur und Entwicklung“ durch spezifische Beratungs- und Bildungsprogramme Institutionen und Akteure aus Kultur, Medien und Gesellschaft vor allem in Ländern der Entwicklungszusammenarbeit. Die Programme werden gemeinsam mit lokalen Partnern entwickelt und durchgeführt und beziehen deutsche Kultur- und Bildungsinstitutionen ein. Sie zielen auf berufliche Qualifizierung, beraten und fördern regionale Netzwerke sowie kulturelle und zivilgesellschaftliche Plattformen.







