Januar 2011

Kairo: Independent-Kino aus Nordafrika und Nahost

Mit „Arab Shorts“, dem Festival des unabhängigen arabischen Kurzfilms, gibt das Goethe-Institut Kairo einen Einblick in die aktuelle Filmszene in Nordafrika und Nahost. Kuratoren aus fünf arabischen Ländern haben gemeinsam das Programm zusammengestellt, die künstlerische Gesamtleitung des Festivals liegt bei dem Berliner Regisseur Marcel Schwierin. Alle Filme sind künftig auch auf der Internetplattform arabshorts.net zu sehen.

Kairo
4. bis 6. Dezember

© Goethe-Institut Kairo 2010Bereits im zweiten Jahr zeigt das Goethe-Institut Kairo im Dezember eine Auswahl von Kurzfilmen unabhängiger arabischer Filmemacher. Unter der künstlerischen Gesamtleitung des Berliner Regisseurs und Kurators Marcel Schwierin stellen fünf arabische Filmexperten ihre Filmprogramme auf der großen Leinwand vor: Emad Mabrouk aus Ägypten, Ala Younis aus Jordanien, Ikbal Zalila aus Tunesien, Abir Boukhari aus Damaskus und Toni Serra aus Marokko. Anschließend werden die Filme auf www.arabshorts.net der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „In Themenwahl und Ästhetik steht der Kurzfilm häufig der Kunst näher als dem Spielfilm“, erläutert Schwierin sein Konzept. „Außerdem unterliegt er weniger ökonomischen Zwängen. Zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit kommt die relative Zensurfreiheit, die der Kurzfilm in arabischen Ländern im Vergleich zu langen Spielfilmen genießt.“

Außerdem wird eine Reihe ausgewählter Filme der Transmediale 2010 zu sehen sein, Podiumsdiskussionen und Expertengespräche stehen auch auf dem Festivalprogramm. Aus Deutschland kommen unter anderem  Annegret Richter, Leiterin des Animationsfilmprogramms beim DOK Leipzig, Stefanie Schulte Strathaus vom Berlinale-Forum und Stephen Kovats, künstlerischer Leiter der Transmediale.

„Arab Shorts“ ist ein auf drei Jahre angelegtes Projekt der Goethe-Institute in Nordafrika und Nahost. Neben dem Filmfestival in Kairo organisieren die Goethe-Institute Besucherreisen für arabische Filmemacher nach Deutschland und laden deutsche Experten zu sich ein. So besuchte in diesem Jahr eine Gruppe arabischer Kuratoren und Filmemacher auf Einladung des Goethe-Instituts Kairo das Werkleitz Festival in Halle und das 53. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK).

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