Tel Aviv, Boston, Berlin und anderswo: Antje Ehmann und Harun Farocki zeigen „Eine Einstellung zur Arbeit“
Die Ausstellung „Eine Einstellung zur Arbeit – Labour in a Single Shot“ von Antje Ehmann und Harun Farocki feiert in Tel Aviv Weltpremiere. Sie zeigt Arbeiten, die in Workshops mit Künstlern aus Bangalore, Berlin, Genf, Rio und Tel Aviv entstanden sind, und erforscht kulturelle Differenzen und Parallelen in der Auffassung von Arbeit. Nach der Eröffnung im Tel Aviv Museum of Art geht die Ausstellung nach Lissabon, Łódź, Bangalore, Boston und Berlin.
Tel Aviv Museum of Art
Eröffnung: 27. Februar 2013
Lissabon
Eröffnung: 2. Mai 2013
Łódź
Eröffnung: 4. Oktober 2013
Bangalore
Dezember 2013
Boston, Carpenter Centre der Harvard University
Oktober bis Dezember 2014
Berlin, Haus der Kulturen der Welt
Dezember 2014
Welchen Begriff von Arbeit haben wir? Haben unterschiedliche Kulturkreise und Generationen ähnliche Vorstellungen von Arbeit? Was unterscheidet die traditionsreiche von der gänzlich neuen Arbeit? Mit diesen Fragen konfrontieren die Künstlerin und Kuratorin Antje Ehmann und der Filmemacher und Videokünstler Harun Farocki aus Berlin seit 2011 Kunst- und Filmstudenten in aller Welt. In Kooperation mit dem Goethe-Institut veranstalten sie Workshops, die sie unter anderem nach Sligo (Irland), Lissabon, Bangalore, Genf, Tel Aviv, Berlin, Ägypten (Kairo und Alexandria), Rio de Janeiro, Buenos Aires, Łódź, Moskau, Hanoi, Boston, Mexiko-Stadt, Johannesburg führten und führen. Die Vorgabe ist dabei immer dieselbe: mit einer zwei Minuten langen Video-Einstellung das Thema „Arbeit“ zu behandeln.
Premiere in Tel Aviv
Die Ausstellung „Eine Einstellung zur Arbeit – Labour in a Single Shot“ zeigt die besten Ergebnisse der Workshops in Bangalore, Berlin, Genf, Rio de Janeiro und Tel Aviv. Und sie geht einen Schritt weiter: Große Flachbildschirme zeigen die Filme nicht nur Stadt für Stadt, sondern auch als Montagen.
Unterschiede tun sich auf, aber auch verblüffende Parallelen: So zeigen Videos aus Alexandria und Rio de Janeiro, die in Textilfabriken gedreht wurden, ein gleiches, manuelles Textildruckverfahren. Einzigartig hingegen, und nirgendwo sonst in der Welt möglich, sind Aufnahmen aus einer Sambaschule in Rio de Janeiro, die aus Geheimhaltungsgründen erst nach dem Karneval veröffentlicht werden dürfen.
Die Künstler Alice Creischer und Andreas Siekmann übersetzen die Videoarbeiten und statistische Angaben zu den Städten in analytische Piktogramme und Grafiken. Sie charakterisieren die Entstehungsorte der Filme, deren Sozialstruktur und Produktions-Orientierung.
15 Stationen
Am Ende des Workshop- und Ausstellungszyklus, der weltweit 15 Stationen umfasst, stehen zwei Abschlussveranstaltungen im Haus der Kulturen der Welt in Berlin sowie im Carpenter Centre der Harvard University Boston. Außerdem wird eine Auswahl der Arbeiten aus Rio de Janeiro im lateinamerikanischen Pavillon der 55. Biennale von Venedig 2013 gezeigt.
Netz-Katalog
Parallel zur Wanderausstellung und den Workshops veröffentlichen die Kuratoren einen digitalen Katalog im Internet. Er ermöglicht weiterführende Recherchen und zeigt alle Videos, auch solche, die nicht Teil der Ausstellungen sind.







