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Migranten aus der Golfregion: Zweite Heimat Deutschland

Ulrike SommerCopyright: Ulrike Sommer
Tamar Janashia vor der Akademie der Künste in Berlin (Foto: Ulrike Sommer)

7. Dezember 2012

Ob München, Aachen oder Freiburg: Deutsche Universitäten tauchen immer öfter in den Lebensläufen junger Golfaraber auf. Neben den klassischen Vorteilen eines Auslandsstudiums hat Deutschland für die angehenden Ärzte, Ingenieure und Wissenschaftler ganz besondere Reize. Drei Erfahrungsberichte.

Shamma AlReyami, Bader Almutairi und Farhan Nabeel kommen alle aus der Golfregion und haben sich für ein Studium in Deutschland entschieden. AlReyami, die in München lebt und dort Umweltingenieurswissenschaften studiert, hat schon während der Arbeit für ein Nutzwasserprojekt in Abu Dhabi einige deutsche Ingenieure kennengelernt. „Ich mochte ihre Arbeitsweise“, sagt die junge Emiratin. „Ich hatte das Gefühl, dass es gut für mich wäre in einer Umgebung zu studieren, die mich fordert, mir aber auch Möglichkeiten bietet, in interessanten Projekten mitzuwirken.“

Shamma AlReyami; Foto: Ulrike Sommer

Bader Almutari ist bereits einen Schritt weiter: Er hat eben sein Masterstudium in Aachen abgeschlossen und schreckt auch vor ein wenig Pathos nicht zurück: „Deutschland“, so der Biomedizintechniker, „ist der richtige Platz für jemanden, der nach Weisheit und Wissen strebt.“ Besonders der starke Praxisbezug des Studiums in Deutschland, hat es ihm angetan. Gern würde er für eine Promotion zurückkommen.

Bader AlMutairi; Foto: Ulrike Sommer


Farhan Nabeel schließlich ist Assistenzarzt am Universitätsklinikum in Freiburg. Er lebt schon seit 15 Jahren in Deutschland, hat seine gesamte akademische und berufliche Karriere hier gemacht. Sein Medizinstudium in Heidelberg begann zunächst mit einem kleinen Schock, als Nabeel merkte, dass das Fach nicht auf Englisch gelehrt wird, aber heute ist der Arzt aus Mekka froh über seine guten Deutschkenntnisse. „Nur über die Sprache ist eine Integration in die Gesellschaft möglich“, sagt der Mann aus Mekka.

Dr. Nabeel Farhan; Foto: Ulrike Sommer

Die Produktion „Mein Leben in Deutschland – Junge Golfaraber in Deutschland“ wurde vom Goethe-Institut Golf-Region mit dem Kooperationspartner Deutsche Welle TV initiiert und organisiert. Weitere Informationen finden Sie hier.
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