Fernsehtipp: Afrika – mal als Krimi, mal als Science Fiction

Ein Ausschnitt aus dem preisgekrönten Kurzfilm „The Abyss-Boys“ von Jan-Hendrik Beetge (Copyright: Jan-Hendrik Beetge)
28. Juni 2010
Latitude – ein Hauch Afrika auf der Berlinale
Verbrechen, Traumata, Kapitalismus, häusliche Gewalt, aber auch: gesundes Essen, frische Luft und Emanzipation – die Kurzfilmreihe Latitude – Quest for the Good Life zeigt, dass man sich in Afrika mit gesellschaftskritischen Fragestellungen auseinandersetzt, die auch in Europa allgegenwärtig sind.
Die Reihe ist im Rahmen des gleichnamigen Filmwettbewerbs entstanden, den das Goethe-Institut Kapstadt und die Stiftung Art in Africa 2007 initiiert haben. Teilnehmen durfte jeder gebürtige Afrikaner, der praktische Erfahrung im Filmgeschäft vorweisen konnte, eine Ausbildung an einer Filmhochschule war nicht zwingend. Aus den Einsendungen aus allen Teilen des Kontinents wurden 21 Gewinner ausgewählt, die die Möglichkeit erhielten, ihre Treatments in einem zwölftägigen Workshop mit Tutoren weiterzuentwickeln. Am Ende des Workshops wurden die originellsten Filmideen prämiert und ihre Umsetzung unterstützt.
Die neun Kurzfilme, die auf diese Art entstanden sind, präsentieren das heutige Afrika mal als Kriminalfilm, mal als Drama, mal als Sciene-Fiction-Film. Gleich vier Teilnehmer von Latitude waren für den African Movie Academic Award, einen der bedeutendsten Filmpreise Afrikas, nominiert, und einer aus ihrer Mitte, Jan-Hendrik Beetge, bekam die Trophäe für seinen Gangsterfilm The Abyss Boys.
Am Mittwoch, den 30.6. um 23.40 Uhr, wirft das Magazin Kurzschluss auf arte einen Blick auf die Kurzfilmreihe mit Interviews der Filmschaffenden bei der Premiere auf der Berlinale.
-ke-










