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„Va bene“: Eine Zugfahrt mit Folgen

Copyright: Beppe Severgnini
Eine italienische Reise – auch von Goethe: Severgnini (r.) und Spörrle vor einem Jahr im Stadion (Foto: Beppe Severgnini)

26. April 2011

Vergessen Sie Roadmovies! Der neue Trend sind Railmovies. Um diese gewagte These wenigstens ein bisschen zu untermauern, führen wir die Journalisten Beppe Severgnini und Marc Spörrle mal wieder aufs Gleis. Gemeinsam müssen sie sich diesmal von Moskau nach Lissabon durchschlagen.

Da scheinen sich zwei gut zu verstehen. Nun ja, verstehen ist vielleicht nicht ganz der richtige Begriff, wenn man Beppe Severgninis verzweifelten Gesichtsausdruck betrachtet, als er Marc Spörrle in Mailand fragt, wie der Torhüter von Inter heißt, und dieser antwortet: „Ferrari.“ Aber mögen müssen sie einander, wie sonst kann man es sich erklären, dass sich die beiden Journalisten nach einer achttägigen gemeinsamen Zugfahrt durch Deutschland und Italien jetzt auf ein noch ambitionierteres Unterfangen einlassen? In zwei Wochen wollen sich Severgnini vom Corriere della Sera und sein Zeit-Kollege Spörrle nun im Zug halb Europa erfahren – von Moskau nach Lissabon.

6.000 Kilometer Gleisstrecke werden die beiden dabei auf Ihrem Weg von Ost nach West zurücklegen, von der Steppe bis zum Strand. Vom 29. April bis 14. Mai 2011 werden Severgnini und Spörrle Europas Gleise unsicher machen: Wem werden sie in Moskau begegnen? Welche Geschichten werden sie aus Polen, Tschechien oder Frankreich erzählen? Die Journalisten möchten herausfinden, welches Bild Deutsche und Italiener von anderen europäischen Ländern haben. Werden Vorurteile bestätigt oder widerlegt? Was denken Europäer über Deutsche und Italiener? Welche Abenteuer und Geheimnisse birgt unser Kontinent? Täglich erstellen Severgnini und Spörrle einen Eintrag für ihr Reiseblog und ein dreiminütiges Video, um von ihren Erlebnissen zu berichten.

„Va bene“ 2010 – Auf der Schiene

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Und natürlich ist es eine ideale Gelegenheit für die beiden Reisenden, sich gegenseitig noch besser kennenzulernen. 2010 haben sie sich am Berliner Hauptbahnhof zum ersten Mal getroffen und – auf Einladung des Goethe-Instituts Italien – auf eine Zugreise gemacht, die erst in Palermo endete und offenbar nicht folgenlos blieb. Das Goethe-Institut wollte erfahren, was sich die zwei Journalisten gegenseitig von ihrem eigenen Land erzählen. Spörrle zeigte seinem italienischen Kollegen während des ersten Teils der Reise Deutschland, hinterm Brenner übernahm dann Severgnini die Reiseleitung. Viel haben die beiden inzwischen über das Land des jeweils anderen gelernt. Severgnini weiß inzwischen, dass ein Frühstück aus mehr als einer Tasse Kaffee bestehen kann. Und Spörrle kennt nun den Torwart von Inter Mailand. Vielleicht.

-db-
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