„Va bene“: Mit Goethe einen Kontinent entdeckt

Reise unter europäischen Rahmenbedingungen: Severgnini und Spörrle in Österreich (Foto: Goethe-Institut)
25. Mai 2011
Kolumbus hat Amerika entdeckt. Na und? Beppe Severgnini und Marc Spörrle haben immerhin Europa entdeckt. Zwei Wochen waren Sie unterwegs, von Moskau bis nach Lissabon. Elf Städte haben sie besucht, 6000 Kilometer zurückgelegt. Ihr Fazit: Alle Klischees stimmen. Und sind komplett falsch. Und vor allem: Europa gibt es wirklich.
Marc Spörrle zieht Bilanz: „Wie gut kennen wir Europa eigentlich wirklich? Das war unser Auftrag: Stimmen die Klischees, die wir über andere Länder und ihre Bewohner im Kopf haben? Was erleben wir, wenn wir als rollende Reporter quer durch Europa jagen, in neuen Hochgeschwindigkeitszügen, uralten Schlafwagen, Touristenbahnen? Natürlich, wer Vorurteile sucht, der wird sie finden: Unfreundliche russische Kellner, rechnende Schweizer Taxifahrer und laute Spanier. Aber gerade die Eigenarten, die Besonderheiten, die Vielfalt der Menschen und Regionen, der Küchen und Kulturen machen unser Europa als Ganzes so interessant.“
Beppe Severgnini zieht Bilanz: „Ein Italiener und ein Deutscher durchqueren gemeinsam Europa und beobachten ob und wie es sich von Osten nach Westen verändert. Ein Europa, das am 9. Mai seinen Europatag gefeiert hat. Jetzt mal ehrlich: Hat das überhaupt jemand bemerkt? Dabei gäbe es genug Gründe, um zu feiern. Europa gibt es und es weist Gemeinsamkeiten auf. Selbstverständlich ist Krakau nicht Barcelona und auch nicht Zürich. Doch sind sich diese drei Städte ähnlicher als Krakau und Phoenix oder Rio de Janeiro. Das wird euch ein jeder Chinese bestätigen.“







