Generalsekretär Knopp im Interview: „Gelassen bleiben!“
13. Dezember 2011
Insgesamt 28 Jahre war er am Goethe-Institut, seit 2005 ist Hans-Georg Knopp sein Generalsekretär. Nun neigt sich die Amtszeit dem Ende zu. Grund genug für uns, zurückzublicken auf Jahre, in denen der promovierte Indologe das Goethe-Institut prägte – und von ihm geprägt wurde.
1974 kam der promovierte Indologe Knopp zum ersten Mal ans Goethe-Institut. Mit einer Unterbrechung von knapp zehn Jahren, während der Generalsekretär beziehungsweise Intendant am Haus der Kulturen der Welt war, machte er seine Karriere hier. Bombay, Colombo, Jakarta, Singapur, Chicago – und natürlich München: Knopp erlebte das Institut zu den unterschiedlichsten Zeiten, an den unterschiedlichsten Orten, aus den unterschiedlichsten Perspektiven.
Als er sich anschickte, nach fünf Jahren als Leiter des Goethe-Instituts Chicago wieder in die Heimat zurückzukehren, sagte ihm seine Sekretärin zum Abschied, sie habe noch nie so viel gelacht wie in diesen Jahren. Ein großes Kompliment. Und ein passendes. Denn Hans-Georg Knopp mag es nicht, sich selbst zu ernst zu nehmen. Und überhaupt: Der den Deutschen oft nachgesagte Bierernst, so findet Knopp, den gebe es doch gar nicht. Deshalb wundert er sich auch nicht allzu sehr, dass Deutschland auf einer von der BBC eruierten Beliebtheitsskala recht weit oben landete: „ Wir sind vielleicht doch ein ganz sympathisches Land.“
Woran erinnert sich der 66-Jährige besonders gern? Was hat ihn besonders bewegt? Was wird er am meisten vermissen? Ein Gespräch über Goethe, Generäle, Sekretäre und den kleinen Prinzen.
Generalsekretär Knopp unterwegs: „Viel gelacht“ (Foto: Bernhard Ludewig)
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