Goethe aktuell

Design als Mission: Fisch, Brot und Bücher

Copyright: Goethe-Institut/Rui Tavares
Tekasala und Shunnoz posieren vor der Skyline (Goethe-Institut/Rui Tavares)

10. April 2012

„Die Ausbildung zum Modedesigner erhalten wir bereits, bevor wir zur Welt kommen“, finden Shunnoz und Tekasala. „Gott schickt uns auf die Erde, um für sie zu sterben.“ Mit den beiden extravaganten Modemachern arbeitet das noch junge Goethe-Institut in Angola zusammen. Von Miguel Hurst

Mode für Körper, Geist und Seele zu schaffen, ist das erklärte Ziel der beiden jungen angolanischen Modemacher Shunnoz und Tekasala. Am Anfang ihrer Modelinie stand vor etwa acht Jahren der Wille, sich aktiv am menschlichen und geistigen Wiederaufbau Angolas zu beteiligen. Mode verstehen sie als Kommunikationsmittel zur Verbreitung von Ideen.

Die Arbeit mit ungewöhnlichen Farbkombinationen, atypischen Proportionen und Schnitten macht die Kreationen der beiden Modeschöpfer zu einem Fest der Farben, Rhythmen, Freude und Energie. Mut, Provokation, Unruhe und das Moment der Überraschung sind charakteristisch für ihre performanceartigen Modeschauen, die alle Sinne ihres Publikums ansprechen: Musik, szenische Elemente, inszeniertes Grillen, Fisch, Brot und Bücher flankieren die Mannequins und machen die Köpfe frei für das Neue.

Copyright: Goethe-Institut/Rui Tavares
Fotostrecke: Kunst im öffentlichen Raum

Hauptanliegen der beiden kreativen Köpfe ist Harmonie, das Entwickeln von Ideen, Anregung zu neuem, multikulturellem Denken und die Suche nach positiven sozialen Werten, die eine zersplitterte Gesellschaft voranbringen könnten. Die Akzeptanz neuer Ideen und Produkte ist für sie die Essenz gesellschaftlicher Weiterentwicklung.

Shunnoz und Tekasala sind zwei vielversprechende Hoffnungen im kreativen Mosaik Angolas, wo sich neue Ideen mit im Wandel begriffenen Traditionen verbinden und wo mit Lust, Kraft und Energie an der Erneuerung gearbeitet wird.

Diesen Text haben wir der neuen Ausgabe des Goethe-Magazins entnommen. Noch mehr spannende Reportagen, Hintergründe und Interviews zum Thema finden Sie in „Luanda leuchtet – Angola im Aufbruch“.
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