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Sommerfest: Einmal Welt und zurück

Andreas Teich/Goethe-InstitutCopyright: Andreas Teich/Goethe-Institut
Musiker Andi Otto, hier als DJ, beim Sommerfest des Goethe-Instituts (Foto: Andreas Teich/Goethe-Institut)

26. Juni 2012

Worum geht es bei den Residenzprogrammen des Goethe-Instituts? Künstler in die Welt zu schicken – ob zum Comiczeichnen nach Kairo oder zum Cellospielen in eine Villa in Kyoto. Dort war auch der Musiker Andi Otto. Was er in Japan komponierte, bekam man nun beim parlamentarischen Sommerfest in Berlin zu hören.

Vor sieben Jahren stellte Andi Otto ein Instrument her, von dem er nicht wusste, wie man es bedient: Sein „Fello“ verbindet ein Cello und Audio-Software mithilfe von Bewegungs-Sensoren am Cellobogen. Inzwischen hat der Musiker einige Routine auf dem ungewöhnlichen Saiteninstrument. Dies bewies er am Montagabend vor über 600 Gästen beim parlamentarischen Sommerfest des Goethe-Instituts. Dort trug er elektronische Weisen vor, die er während seines Aufenthalts in der Villa Kamogawa in Kyoto komponiert hatte.

Dass Otto – und noch 28 weitere Stipendiaten des Goethe-Instituts – bei dem Fest zugegen waren, freute besonders Klaus-Dieter Lehmann. „Suchen Sie das Gespräch mit ihnen“, riet der Präsident des Goethe-Instituts den Gästen der Feier, die in diesem Jahr ganz im Zeichen der Residenzprogramme stand.

Diese Programme sind seit Jahren ein wichtiger Teil der Kulturarbeit des Goethe-Instituts. Ob in Metropolen wie New York oder abgelegen in der anatolischen Türkei. 72 Programme gebe es weltweit, erzählte Lehmann – so unterschiedlich wie die Menschen, die sie empfangen: Literaten, bildende Künstler, Comiczeichner, Tänzer, Übersetzer, Kritiker, Kuratoren, Architekten und Wissenschaftler. Auch Johannes Ebert – seit 100 Tagen als neuer Generalsekretär im Amt – betonte diese „besonders nachhaltige Form der Kulturförderung“. So etwas sei eben nur im Goethe-Institut möglich.

-mb/db-
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