Goethe aktuell

Wettbewerb: Greift zu den Wörtern, Olympioniken!

Copyright: Valentin Fanel
100 Jugendliche aus 50 Ländern sind Teilnehmer der Olympiade
(Foto: Valentin Fanel)

10. Juli 2012

Der geschickte Umgang mit dem deutschen Wort, Kreativität und Teamgeist – das sind die Qualitäten, die die Wettkämpfer bei der Internationalen Deutscholympiade beweisen müssen. In Frankfurt messen sich derzeit ehrgeizige Deutschlerner aus 50 Ländern. Aber natürlich gilt: Dabei sein ist alles.

Alles begann mit einer Satellitenschüssel. Als Ongnjen noch ein Kind war, haben seine Eltern eine Satellitenschüssel gekauft. Das Problem: Die Schüssel empfing ausgerechnet das deutsche Signal am besten. So schauten sich Ongnjen und sein Bruder mitten in Serbien jeden Tag deutsche Zeichentrickfilme und Schulsendungen an. „Wir zwei konnten uns nach einer Weile auf Deutsch verständigen“, erzählt Ongjen heute. „Wir hatten so unsere Geheimsprache, die keiner aus unserem Umfeld verstehen konnte. Das haben wir ausgenutzt, um uns Geschichten zu erzählen, die unser Geheimnis bleiben sollten.“

Der heute 18-jährige Ongnjen ist einer der Deutschlerner, die das Goethe-Institut zur dritten Internationalen Deutscholympiade nach Frankfurt am Main eingeladen hat. Dort beteiligen sich derzeit 100 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren an dem ambitionierten Wettbewerb. Sie kommen aus Asien, Afrika, USA, Australien und Europa – insgesamt sind 50 Länder beteiligt. Ihr Ziel: der Titel für das beste Deutsch.

Dabei geht es freilich nicht nur um Deutsches, sondern auch um den Austausch der Olympioniken während der Spiele. Sie werden nicht nur unter Beweis stellen, wie gut sie die deutsche Kultur und Sprache kennen, sondern auch viele Informationen über ihre Heimatländer mitbringen.

Im Mittelpunkt der Olympiade stehen Recherchen und Gespräche der Jugendlichen zu unterschiedlichen Themen: Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Welche Berufe sind in Deutschland beliebt? Wie verbringen die Jugendlichen in Deutschland ihre Freizeit und wie in meinem Land? Sind die Menschen, die in Deutschland leben, reicher oder ärmer, verschlossener oder offener als in meiner Heimat? Was ist hier modern? Die Gruppen können die Themen in verschiedenen, frei wählbaren Formaten präsentieren, zum Beispiel als Talkshow, Sketch, Plakat oder fotografische Arbeit. Kreativität ist gefragt.

Die Olympiade wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Städtebesuche, Musikkonzerte und Länderabende, auf denen die Teilnehmer ihre Heimat vorstellen, sind nur ein Teil davon.

Der Wettbewerb wird auf drei Sprachniveaus ausgetragen, das heißt, es können sowohl Jugendliche mit Grundkenntnissen als auch fortgeschrittene Deutschlerner teilnehmen. Wer am Ende auf dem Podest steht, entscheidet sich am 13. Juli. Dann gehen die Olympischen Sprachspiele in Frankfurt mit der Siegerehrung zu Ende.

Die Internationale Deutscholympiade ist eine Veranstaltung des Goethe-Instituts und des Internationalen Deutschlehrerverbandes. Sie findet bereits zum dritten Mal statt und hat sich seit 2008 zum größten Wettbewerb der deutschen Sprache entwickelt. Maßgeblich am Erfolg beteiligt ist auch das Engagement des Goethe-Instituts im Rahmen der PASCH-Initiative. Sie vernetzt weltweit rund 1.500 Schulen, an denen die Fremdsprache Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat.

-db/pb-

Die Internationale Deutscholympiade wird unterstützt von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt/Main, den Verlagen Bertelsmann, Bi-Media, Cornelsen, digital publishing, Duden, Hueber, Langenscheidt, Ernst Klett, Schöningh und Spotlight. Medienpartner ist die Deutsche Welle.
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