20 Jahre danach – Projekte des Goethe-Instituts zum Jubiläum des Mauerfalls
Athen
Ausstellung, 9. November 2009 Demokratie in Bewegung
1990, im Jahr der deutschen Wiedervereinigung, gründete eine Gruppe ostdeutscher Fotografen in Berlin die Agentur OSTKREUZ. Für die Ausstellung Demokratie in Bewegung des Goethe-Instituts blicken acht Fotografen der renommierten Agentur auf deutsche Wirklichkeit und Befindlichkeit. Eröffnung zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer am Montag, 9. November 2009, im Anschluss an die Vorführung des Dokumentarfilms „Die Mauer“ von Jürgen Böttcher.
Podiumsdiskussion, 16. November 2009 1989 – Die Berliner Mauer fällt
Walter Momper, ehemaliger Regierender Bürgermeister Berlins, Bernhard Vogel, Vorstandsvorsitzender der Konrad Adenauer-Stiftung und Richard Schroeder, Fraktionsvorsitzender der SPD in der letzten Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik, sprechen am 16. November über ihre Erinnerungen an den Wendeherbst 1989.
Belgrad
Theaterprojekt, 17. Mai 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Goran Marković fahndet in seinem Stück „Der Fälscher“ nach den Ursachen des Zerfalls von Jugoslawien.
Veranstaltungsreihe, 22. Oktober bis 16. November 2009 Deutsche Tage
Die Deutschen Tage des Goethe-Instituts Belgrad stehen ganz im Zeichen des Mauerfalls. Neben einer Filmwoche, Musikveranstaltungen und Theateraufführungen wird vom 30. Oktober an auf dem Belgrader Platz der Republik eine Mauer-Installation des Künstlers Frank Bölter aufgebaut – den 9. November wird die Mauer nicht unbeschadet überstehen.
Berlin
Kunstaktion, 9. November 2009 Mauerreise
Die Steine der Mauerreise sind in Länder gereist, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. Beim großen „Fest der Freiheit“ werden die Steine entlang des ehemaligen Mauerverlaufs aufgebaut und am 9. November in einer Dominoaktion zum Einsturz gebracht.
Kurzfilmwettbewerb, 3. November 2009 Grenzüberschreitungen
Der Kurzfilmwettbewerb Grenzüberschreitungen lud vergangenes Jahr junge Filmemacherinnen und Filmemacher aus elf Ländern dazu ein, sich mit den geografischen und zivilisatorischen Grenzüberschreitungen des 20. Jahrhunderts zu beschäftigen. Die neun Siegerfilme werden am 3. November in Berlin prämiert und erstmals vor Publikum gezeigt.
Online-Literaturprojekt Mein 1989
Neun Schriftstellerinnen aus sechs Ländern Mitteleuropas setzen sich literarisch mit der Wende auseinander und erinnern sich an „ihr“ 1989. Die Berliner Autorin Nora Bossong berichtet von ihren ersten Erkundungen der ehemaligen „Zone“ und wie sie erstmals mitKarl Marx in Berührung kam.
Bordeaux
Literaturtage, 20. bis 21. November 2009 Die deutsche Literatur seit dem Mauerfall: Bilanz und Perspektiven
Vom „Wenderoman“ zu den neuesten literarischen Tendenzen: Das Goethe-Institut Bordeaux lädt die Schriftsteller Karsten Dümmel, Julia Schoch, Jochen Jung und Perikles Monioudis dazu ein, aus ihren Werken zu lesen und mit Übersetzern, Verlegern, Literaturexperten und Interessierten zu diskutieren.
Boston
Podiumsdiskussion, 28. Oktober 2009 20 Jahre Mauerfall: Wieviel Wahrheit braucht die Zukunft?
Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und Wolf Biermann, kritischer Literat und Musiker – zwei ehemalige ostdeutsche Rebellen bewerten die Zukunft des vereinten Deutschlands vor dem Hintergrund des komplizierten Erbes von Stasi-Regime und DDR-Vergangenheit.
Filmabend, 10. November 2009 A Hitchhiker’s Guide to East German Television
Das Ost-Fernsehen überlebte die DDR um drei Jahre. Seine Bilder zeugen von einer Gesellschaft und einer Medienkultur, die heute nicht mehr ist als ein historisches Phänomen. Der Abend thematisiert Hintergründe und Eigenheiten des DDR-Fernsehens und zeigt seltene Aufnahmen.
Ausstellung, 9. November bis 18. Dezember 2009 Wir waren so frei … Momentaufnahmen 1989/1990
Welche Bilder bewahren die Deutschen zu Hause als private Erinnerungen an die friedliche Revolution und den Mauerfall auf? Welche Bilder vom 9. November 1989 gingen in der internationalen Fernsehberichterstattung um die Welt? Die Ausstellung Wir waren so frei führt anhand von Foto, Film und Fernsehen den Bilderreichtum der Zeitenwende vom Mai 1989 bis Dezember 1990 vor Augen. Ein Archiv im Internet sammelt die Bilder und macht sie öffentlich zugänglich.
Wir waren so frei ...
Bratislava
Ausstellung, 22. Oktober bis 15. November 2009 Feind ist, wer anders denkt
Die Ausstellung informiert über die Funktion des MfS in der SED-Diktatur und zeigt seine Struktur, Tätigkeit und Wirkungsweise. Besondere Aufmerksamkeit lässt die Ausstellung den Menschen zuteil werden, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind: Ihr Schicksal wird in einer eigenen biographischen Sequenz nachgezeichnet.
Online-Literaturprojekt Mein 1989
Neun Schriftstellerinnen aus sechs Ländern Mitteleuropas setzen sich literarisch mit der Wende auseinander und erinnern sich an „ihr“ 1989. Die slowakische Schriftstellerin Svetlana Žuchová beschreibt, wie sich ihre Erinnerungen an die Ereignisse von 1989 im Laufe der Zeit wandeln.
Budapest
Autorenworkshop, 30. Januar 2009 After the Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Die ungarische Dramaturgin Anna Lengyel erarbeitete auf einem dreitägigen Workshop gemeinsam mit dem Dramatiker László Márton und jungen Autoren eine szenische Lesung.
Symposium, 23. bis 25. Novmber 2009 20 Jahre danach – Dramaturgie und Theater in Mitteleuropa
Theater reflektiert gesellschaftliche Veränderungen. Und gesellschaftliche Umbrüche verändern auch das Theater. Wie der Mauerfall und der Fall des Eisernen Vorhangs die Theaterlandschaft Mittelosteuropas beeinflusst und verändert hat ist Thema der internationalen Konferenz 20 Jahre danach – Dramaturgie und Theater in Mitteleuropa. Theaterexperten aus den jungen Demokratien Mitteleuropas kommen im Goethe-Institut Budapest mit Experten aus Deutschland, darunter die Theaterwissenschaftler Erika Fischer-Lichte und Hans-Thies Lehmann, zu einem Erfahrungsaustausch zusammen.
Autorengespräch, Budapest / Pécs, 13. bis 14. November 2009 Eine deutsch-ungarische Schriftstellerbegegnung mit Ingo Schulze und György Dalos
Im Sommer 1989 gelang Tausenden DDR-Bürgern über Ungarn unbeschadet die Flucht in den Westen. Ungarn ist auch der Schauplatz der Romane von Ingo Schulze und György Dalos. Am 13. November lesen und diskutieren sie im Goethe-Institut Budapest und am 14. November im Haus der Künste und der Literatur in Pécs, Kulturhauptstadt Europas 2010.
Chicago
Konferenz, 23. bis 24. Oktober 2009 The Fall of The Wall Reconsidered: Progress and Perspectives 20 Years after „die Wende“
Philosophische Reflexionen über den ostdeutschen Appetit auf Bananen, Transformationen in der Orchesterlandschaft und der weltweite Zusammenbruch der sowjetischen Sattelitenstaaten seit der Wende – die deutsch-amerikanische Konferenz The Fall of the Wall Reconsidered reflektiert ein breites Spektrum an politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten des Mauerfalls vor 20 Jahren.
Filmreihe, 7. Mai bis 22. Oktober 2009 Made behind the Wall – Masterpieces of East German Cinema
Die Bürger der DDR von faschistischem Gedankengut befreien und zu wahren Sozialisten zu erziehen – das war der Auftrag der DEFA, dem volkseigenen Filmstudio der DDR. Das Goethe-Institut Chicago hat den Sommer über klassische Märchenfilme, skurrile Science-Fiction-Filme, politische Dramen und kitschige Liebesfilme aus DDR-Produktion gezeigt.
Dresden
Theaterfestival, 31. Oktober bis 8. November 2009 After the fall – Europa nach 1989
Der Fall der Mauer am 9. November 1989 bewirkte über Deutschland hinaus in ganz Europa grundlegende gesellschaftliche und politische Veränderungen. 20 Jahre nach dem Mauerfall beleuchtet After the Fall die Auswirkungen dieses Umbruchs auf Deutschland und Europa: 17 Dramatiker aus ganz Europa wurden damit beauftragt, Theaterstücke zu schreiben, die den gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat reflektieren. Das Staatsschauspiel Dresden wird sieben dieser Stücke zeigen.
Dublin
Theaterprojekt, 10. Oktober 2009 After the Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Stacey Greggs thematisiert in ihrem Stück „Shibboleth“ das heutige Belfast: Maurer errichten eine „Friedensmauer“, um die Stadt in eine katholische und eine protestantische Zone zu teilen.
Symposium, 22. bis 24. Oktober 2009 Re-Imagining the Nation? Transformations of German Cultural Identity since 1989
Deutsch sein – vor und nach dem Fall der Mauer. Den gegenwärtigen Zustand und die Veränderungen deutscher kultureller Identität seit 1989 diskutieren Wissenschaftler aus Literatur- und Filmwissenschaft, Kunstgeschichte, Architektur und Politikwissenschaft.
Johannesburg
Veranstaltungsreihe, Oktober und November 2009 Cracking Walls: Vom Ende von Mauern
In der südafrikanischen Metropole Johannesburg sind Mauern heute noch ein Zeichen der Segregation der Gesellschaft: Die wohlhabende Bevölkerung verschanzt sich in den Vorstädten Johannesburgs hinter meterhohen Betonmauern. Auch das Goethe-Institut Johannesburg ist in einem dieser Vororte untergebracht. Im Jubiläumsjahr des Berliner Mauerfalls soll die Offenheit des Instituts auch architektonisch sichtbar gemacht werden. Am 9. November 2009 werden in einem symbolhaften Akt Teile der Mauer, die das Goethe-Institut Johannesburg umgibt, abgerissen. Die Aktion wird von einem vielfältigen Programm mit dem Titel Cracking Walls begleitet.
Kopenhagen
Theaterprojekt, 11. September 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Christian Lollikes Stück „Fremtidens Historie“ ist ein Schlaglicht auf den Komplex von Kunst und Leben, Armut und Reichtum, West und Ost, Multikulturalität, Glauben und Terror.
Filmreihe, 19. bis 29. November 2009 Die Mauer
Die Mauer und die Menschen, die mit ihr lebten sind Gegenstand einer Vielzahl deutscher Filme. Das Goethe-Institut Kopenhagen und Cinemateket zeigen eine Filmreihe mit einer Auswahl der bekannteren Mauer-Filme. Darunter Neuklassiker wie „Good bye, Lenin!“ (2003) und „Das Leben der anderen“ (2006).
Lille
Studientage, Filmreihe, Ausstellung, 8. Oktober bis 2. November Vor 20 Jahren - Wende und Mauerfall
Zwei deutsch-französische Studientage und die Filmreihe „Der andere Blick – die DDR im Film“ widmen sich dem DDR-Regime, dem Ursprung und den Konsequenzen des Mauerfalls und thematisieren die Macht der Bilder im Zuge der Wende.
London
Film, 9. November 2009 The Invisible Frame: Tilda Swinton und die Mauer
Die schottische Schauspielerin Tilda Swinton erkundet auf dem Fahrrad den ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer. Dabei entsteht der Film The Invisible Frame, er wird am 8. November 2009 um 21:45 Uhr in 3Sat Fernsehpremiere haben. Die Produktion des Films wurde vom Goethe-Institut unterstützt. Am 9. November 2009 wird er als britische Premiere gemeinsam mit seinem Vorgänger „Cycling the Frame“ von 1988 im Goethe-Institut in London gezeigt.
Los Angeles
Ausstellung, 19. November bis 5. Dezember 2009 Die virtuelle Mauer
Die interaktive Installation Virtuelle Mauer der Künstlerinnen Tamiko Thiel und Teresa Reuter lässt die Mauer als 3D Computeranimation wieder auferstehen. Ausstellungsbesucher können – wie in einem 3D Computerspiel – an der Mauer entlangwandern, und in die Rolle eines Berliner Bürgers schlüpfen, der Tag um Tag mit der Präsenz der Mauer leben musste.
Mailand
Ausstellung, 9. bis 27. November 2009 Niemand ist mehr dort, wo er hin wollte
Historische Propagandabilder der DDR und montierte Fernsehbilder aus der Bundesrepublik, die politische Symbolik von sozialistischen Bauten und die Transformation von Stadtbild und Wohngebieten – die Ausstellung Niemand ist mehr dort, wo er hin wollte zeigt mit Videoarbeiten, Fotografien und Dia-Projektionen die deutsche Wiedervereinigung und ihre Auswirkungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Montevideo
Konferenz, 19. bis 21. Oktober 2009 Orte der Erinnerung – Perspektiven aus Deutschland
Deutschland hat Erfahrung mit Gedenkstätten. Hubertus Knabe, Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, wird in Uruguay mit Mitarbeitern des „Museo de la Memoria“ in Montevideo und mit Vertretern des „Museo de Arte y Memoria“ in Plata, der Gedenkstätte im ehemaligen Gebäude des argentinischen Geheimdienstes über authentische und geschaffene Orte der Erinnerung diskutieren.
Montreal
Filmreihe, 17. September bis 11. Dezember 2009 1989 / 2009: Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall
Um dem 20. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin zu gedenken, präsentiert das Goethe-Institut Montreal 16 Dokumentar- und Spielfilme, die zwischen 1987 und 2009 entstanden sind und zahlreiche Aspekte des Lebens vor und nach dem Mauerfall reflektieren. Während der Filmreihe werden verschiedene Gäste wie Andreas Dresen, einer der angesehensten Regisseure Deutschlands, Alexander Hacke, Bassist der Einstürzenden Neubauten, und der Montrealer Filmemacher Louis Bèlanger anwesend sein.
Mühlheim an der Ruhr
Theaterfestival, 1. bis 6. November 2009 After the fall – Europa nach 1989
Der Fall der Mauer am 9. November 1989 bewirkte über Deutschland hinaus in ganz Europa grundlegende gesellschaftliche und politische Veränderungen. 20 Jahre nach dem Mauerfall beleuchtet After the Fall die Auswirkungen dieses Umbruchs: 20 Dramatiker wurden damit beauftragt, Theaterstücke zu schreiben, die den gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat reflektieren. Das Theaterbüro des Kulturbetriebes wird fünf dieser Stücke aus unterschiedlichsten Theaterlandschaften in Mülheim an der Ruhr präsentieren
Nancy
Ausstellung, 10. September bis 10. November 2009 Als die Mauer fiel – Fotos aus den Jahren 1989/90 von Livio Senigalliesi
Livio Senigalliesi ist seit über zehn Jahren unter anderem als Fotograf und Kriegsberichterstatter für die größten nationalen und internationalen Zeitungen tätig. Sein Interesse für historische Ereignisse führte ihn zu vielen Krisenherden, die er fotografisch festhielt. Auch das geteilte Berlin und den Fall der Mauer hat er festgehalten. Seine Fotoausstellung Als die Mauer fiel – Fotos aus den Jahren 1989/90 von Livio Senigalliesi wird im Rahmen des Zyklus Aufbrüche 49 - 89 – 2009 gezeigt.
Neu Delhi
Ausstellung, 10. bis 22. Dezember 2009 Virtuelle Mauer - ReConstructing the Wall von Tamiko Thiel und Teresa Reuter
Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer 1989/90 war das Bedürfnis groß, das Symbol für die Trennung der Welt in zwei gegensätzliche politische Systeme so schnell wie möglich los zu werden. Das multimediale VR-Kunstwerk (VR = Virtuelle Realität) rekonstruiert die Berliner Mauer mit Hilfe einer lebensgroßen, computergestützten Projektion und will auf diese Weise Geschichte in ihrem nicht mehr vorhandenen Kontext temporär wieder erfahrbar machen.
New York
Performance, 9. November 2009 Dancing with the wall: Nejla Yatkin
Tanzend zwischen dem Projektraum Ludlow 38 und dem Wyoming Building des Goethe-Instituts in New York erinnert die Tänzerin und Choreographin Neijla Yatkin an die Mauer in Berlin.
Palermo
Filmreihe, 7. Oktober bis 16. Dezember 2009 La „deutsche“ vita 1989-2009 – Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall
Im Rahmen der Filmreihe La deutsche vita werden elf Filme der jüngsten Vergangenheit gezeigt, die aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln Geschichten vom Leben im geteilten Deutschland, von den Ereignissen im Herbst 1989 und von den Auf- und Umbrüchen der Folgejahre erzählen. Das Spektrum der Filmreihe reicht dabei von Dokumentarfilmen über farbenfrohe Komödien, surreale Roadmovies und Melodramen für das große Kinopublikum bis zu historisch-realistischen Spielfilmen, die in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland die öffentliche Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit auf unterschiedliche Weise geprägt haben.
Paris
Film- und Fotoausstellung, 29. September bis 17. Dezember 2009 Wir waren so frei
Jenseits der offiziellen Mauerfall-Bilder aus den Medien zeigt Wir waren so frei Fotos und Heimvideos von Privatpersonen, Film- und Fotoamateuren aus der Zeit zwischen Mai 1989 und Oktober 1990.
Lesung, 20. Oktober 2009 Die Nacht, in der die Mauer fiel
Unter diesem Titel erschien in Deutschland eine Anthologie, in der 25 Schriftsteller vom 9. November 1989 erzählen. Zu den Autoren gehören Marcel Beyer („West“) und Thomas Rosenlöcher („Ost“). Zusammen mit dem Herausgeber des Bandes, Renatus Deckert, diskutieren sie über diese Nacht und ihre Folgen.
Installation und Performance, 9. bis 10. November 2009 Der Fall der Mauer - 20 Jahre danach
1985 haben Burkhard Maus und Philipp Boesel die gesamte Mauer in West-Berlin fotografiert. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls entsteht mit Hilfe dieser Fotos ein Stück der Mauer als Erinnerungskunstwerk, das in der Nacht vom 9. auf den 10. November 2009 in einer künstlerischen Aktion zu Fall gebracht wird.
Symposium, 12. und 13. November 2009 Europäisches Kolloquium – der Fall der Mauer
In einem zweitägigen Kolloquium diskutieren der Bürgerrechtler Jens Reich, der ungarische Autor György Konrad, der französische Philosoph Alain Finkielkraut, der tschechische Autor Antonin Liehm und weitere Teilnehmer über die Rolle der Intellektuellen in Europa nach 1989.
Begegnung, 4. bis 13. Dezember 2009 Eine Begegnung mit Alexander Kluge
Der Filmemacher, Autor und Produzent Alexander Kluge stellt seine Verfilmung von Karl Marxs „Das Kapital“ vor und liest aus seinem neuen Buch „Labyrinth der zärtlichen Kraft“, Liebesgeschichten nach dem Fall der Mauer.
Prag
Theaterprojekt, 14. September 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Barborà Vaculovà erzählt in ihrem Stück „Zazdenà“ die Geschichte ihres Teams im Theater Letí und wirft einen „Blick von zwei Seiten“ auf das Thema Mauerfall.
10. September bis 20. Oktober 2009 Schülerwettbewerb
Für Schüler sind Wende und Mauerfall Ereignisse aus dem Geschichtsunterricht. Durch einen Wettbewerb werden sie nun aufgefordert, direkt mit Zeitzeugen zu sprechen und in ihrer persönlichen Umgebung den Veränderungen seit dem Mauerfall nachzuspüren. Ihre Ergebnisse sollen sie in digitaler Form präsentieren, zum Beispiel als Blog, Podcast oder Videoclip.
Internet Literatur-Webprojekt Mein 1989
Ihre ganz persönlichen Eindrücke von den Ereignissen rund um den Mauerfall schildern Schriftsteller aus Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Die Autorin Radka Denemarková half der Revolution durch eigenhändiges Bohnern eines Parkettbodens auf die Sprünge – schreibt sie.
Die tschechische Autorin Petra Hůlová beschreibt, wie sie als junges Mädchen die Zeit der Revolution in Prag erlebte.
Ausstellung in Prag / Wroclaw, Dresden und Bratislava, Herbst 2009 Himmelweit gleich
Das Bildungswerk Weiterdenken Dresden und die Brücke/Most-Stiftung haben mit weiteren Kooperationspartnern kleine Gruppen junger Studierender in Prag, Bratislava, Wroclaw und Dresden gebeten, vor Ort zu den 89er Ereignissen zu recherchieren. Die Ergebnisse sind Texte, Fotos und Audiofiles, die im Herbst 2009 im öffentlichen Raum der Recherchestädte gezeigt werden.
Ramallah
Kunstaktion, 6. Juli 2009 Mauerreise
Das Goethe-Institut hat „Mauersteine“ in Länder geschickt, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. In Ramallah haben 30 Studenten sechs Steine gestaltet. Ausgestellt wurden sie ab dem 6. Juli auf dem Campus der Birzeit Universität und anschließend im Deutsch-französischen Kulturzentrum.
Fotoausstellung, 28. Oktober bis 10. November 2009 Leben im geteilten Land
Seine Ausbildung in künstlerischer Fotografie führt den 23jährigen Libanesen Mahmud Dabdoub 1981 nach Leipzig. Dort angekommen überwältigen ihn die Neugier am öffentlichen Leben der neuen Heimat und das Verlangen alles fotografisch festzuhalten. Das Ergebnis sind beeindruckende Schwarz-Weißfotografien, die das Leben und die Kennzeichen einer Welt dokumentieren, die nicht mehr existiert.
Lesung, 4. November 2009 Rayk Wieland
Der Autor Rayk Wieland ist 1965 in der DDR geboren und aufgewachsen. Von der Stasi wurde er unter dem Kürzel „W.“ bespitzelt. Die Akte beinhaltete all die Gedichte, die nun mitsamt den Anmerkungen des auf ihn angesetzten Beamten der Staatssicherheit in seinem Roman „Ich schlage vor, dass wir uns küssen“ nachgelesen werden können.
Riga
Ausstellung, 2. bis 28. November 2009 Arī Brīvība
Viele europäische Länder erinnern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls an ihre zurückgewonnene Souveränität. Besonders „plakativ“ tun dies die Letten: Verschiedene Kulturinstitutionen des Landes haben gemeinsam mit dem Goethe-Institut in Riga zum Plakatwettbewerb Arī Brīvība (Auch die Freiheit) aufgerufen. Alle Künstler Lettlands wurden aufgefordert, die Öffentlichkeit mit innovativen Plakaten an die historischen Ereignisse zu erinnern.
Konferenz, 27. und 29. Oktober Okkupation, Kollaboration, Widerstand – Geschichte und ihre Wahrnehmung in Erinnerung und Geschichtsforschung
Wie erinnert man sich in Deutschland und den Ländern des ehemaligen Ostblocks an die sowjetische Okkupation? Wie sehr weicht das Geschichtsbewusstsein in Ost und West voneinander ab? In der Konferenz Okkupation, Kollaboration, Widerstand – Geschichte und ihre Wahrnehmung in Erinnerung und Geschichtsforschung werden internationale Historiker diesen Fragen auf den Grund gehen.
Online-Literaturprojekt Mein 1989
Neun Schriftstellerinnen aus sechs Ländern Mitteleuropas setzen sich literarisch mit der Wende auseinander und erinnern sich an „ihr“ 1989. „In der Luft liegt Erwachen“ schreibt die lettische Schriftstellerin Nora Ikstena in ihrem Beitrag über den Frühling des Umbruchjahres.
Rom
Buchveröffentlichung, Ausstellung 1989 – das Buch
Zehn große Schriftsteller steuern zu einem gemeinsamen Buch Parabeln über berühmte und unbekannte, große und kleine Mauern bei. Geschichten voller Fantasie und Ideenreichtum und die Illustrationen von Henning Wagenbreth zeichnen ein eindrucksvolles Bild gegen das triste Grau der Mauern.
Sanaa
Kunstaktion, 24. Mai bis 24. Juni 2009 Mauerreise
Das Goethe-Institut hat „Mauersteine“ in Länder geschickt, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. Die 8 jemenitischen Künstler und Künstlerinnen stammen teils aus dem ehemaligen Norden des Landes, teils aus dem Süden – Konflikte beim Teilen der vier Steine gab es keine.
Theaterprojekt und Fotoausstellung Linie 1 und Zoom on Sanaa
„Linie 1“ und der Mauerfall? „Ma`ak Nazl“, die jemenitische Musical-Adaption der Theatergruppe „Khaleej Aden“ im Rahmen der Deutschen Kulturwochen 2009 im Jemen, gibt Einblick in eine wiedervereinigte Gesellschaft am Südrand der Arabischen Halbinsel. Ein weiteres Highlight: Die Ausstellung „Zoom on Sana`a“, ein deutsch-jemenitisches Fotoprojekt mit Positionen junger jemenitischer Fotografen zur gesellschaftlichen Situation im 20. Jahr der jemenitischen Einheit. Das Deutsche Haus Jemen Deutsche Kulturwochen Zoom on Sanaa
San Francisco
Fotoausstellung, 3. März bis 21. Dezember 2009 Ikonen einer Grenzanlage
Das Goethe-Institut San Francisco hat die Ausstellung Ikonen einer Grenzanlage: Fotografische Spurensuche im heutigen Berlin für das Jahr 2009 in die USA geholt. Die Ausstellung spürt den sichtbaren Spuren der Mauer nach, wie Mauerresten, verlassenen Wachtürmen oder noch sichtbaren Grenzstreifen. Aber auch die mentalen Spuren der Mauer im Leben der Menschen in Berlin werden in Fotos und Audioaufnahmen thematisiert.
Die Ausstellung reiste das ganze Jahr durch die USA:
13. Januar–14. April 2009: Goethe-Institut New York, New York, NY
3. März–14. April 2009: Portland State University, Library, Portland, OR
21. April–2. Juni 2009: Western Washington University, Bellingham, WA
23. April–16. Mai 2009: Lynchburg College, Lynchburg, VA
25. Mai–26. Juni 2009: Goethe-Institut Washington, Washington, DC
10. August–21. September 2009: Denver Public Library, Denver, CO
10. August–21. September 2009: The Ohio State University, Columbus, OH
28. September–2. November 2009: University of California, Irvine, CA
28. September–19. Oktober 2009: University of Nebraska, Omaha, NE
29. Oktober–16. November 2009: University of Missouri, St. Louis, MO
9. November–21. Dezember 2009: University of California, Berkeley, CA
26. November–21. Dezember 2009: University of Notre Dame, Notre Dame, IN
São Paulo
Ausstellung, 9. bis 15. November 2009 D | este | lado
Schon seit August 2009 widmen sich Diskussionsveranstaltungen, Filmreihen, Ausstellungen und Workshops in São Paulo dem Thema „Mauerfall“. Am 9. November eröffnet im Goethe-Institut São Paulo eine Ausstellung, die mit Installationen von vier brasilianischen Künstlern das Thema Mauerfall erfahrbar macht. Gleichzeitig werden zwei Fotoausstellungen von deutschen Künstlern präsentiert, sowie eine Ausstellung von Videokunstarbeiten zum Thema.
Seminar, 23. Oktober 2009 Orte der Erinnerung – Perspektiven aus Deutschland
2008 hat die brasilianische Regierung ein ehemaliges Gefängnis der Militärdiktatur zu einer Gedenkstätte umgebaut, dem „Memorial de Resistencia“. Zuerst wurden die ehemaligen Zellen komplett renoviert – bis sie wie komfortable Hotelzimmer wirkten. Danach wurden sie wieder in Gefängniszellen zurückverwandelt – was die Leiter des Museums mit dem Vorwurf konfrontierte, eine Filmkulisse geschaffen zu haben. Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und Tobias Hollitzer vom Museum Runde Ecke in Leipzig bringen ihre Erfahrungen mit deutschen „Orten der Erinnerung“ in die Diskussion ein.
Sarajevo
Theaterprojekt, 25. April 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. In „Mousefuckers“ zeigt Almir Imsirevic das Aufeinandertreffen von „identitätslosen“ Jugoslawen, die in der Vergangenheit gefangen zu sein scheinen.
Ausstellung, 9. November bis 17. November 2009 Ortszeit
Wie reflektieren Stadtansichten und Straßenszenen in Ostdeutschland die gesellschaftlichen Umbrüche seit der Wiedervereinigung? Stefan Koppelkamms Fotoausstellung Ortszeit kontrastiert Aufnahmen ostdeutscher Orte aus den Jahren 1990/1991 mit denselben Motiven fotografiert in den Jahren 2001 und 2002.
Die Ausstellung wird zeitgleich in weiteren Orten gezeigt: Abu Dhabi, Amsterdam, Belgrad, Bratislava, Genua, Glasgow, Kairo, Krakau, Lille, Madrid, Mailand, Manchester Melbourne, Minsk, Moskau, Palermo, Prag, Riga, Rom, Rotterdam, Santiago, Sofia, Tallin, Tel Aviv, Triest, Turin, Vilnius und Zagreb.
Ausstellung, 3. Oktober 2009 20 Jahre Mauerfall
20 Plakate zeigen die Ereignisse der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung Deutschlands vor 20 Jahren. Eröffnet wurde die Ausstellung zum Empfang der Deutschen Botschafterin am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober und tourt seither durch Georgien.
9. November 2009 Tag der offenen Tür
Beim Tag der offenen Tür im Goethe-Institut Tokyo thematisiert ein gemeinsames Programm mit EUNIC Japan, der Vereinigung der europäischen Kulturinstitute in Japan, europäische Perspektiven auf die gesellschaftspolitischen Entwicklungen seit dem Mauerfall.
Toulouse
Ausstellung, 1. bis 11. November 2009 Die geteilte Stadt
Auf dem Place du Capitole in Toulouse wird im November diesen Jahres eine Mauer gebaut. Sie soll auf einzigartige Weise das Gefühl vermitteln, wie es gewesen sein muss, plötzlich in einer geteilten Stadt zu leben und in seinen Bewegungen, in seiner Freiheit eingeschränkt zu sein. Die Mauer wird auf der westlichen Seite als Ausstellungsfläche für die Ausstellung „Mauerfotos“ genutzt. Auf der östlichen Seite erklären Texte den geschichtlichen Hintergrund.
Vilnius
Aktion, 9. Oktober 2009 Graffiti ohne Grenzen
Die Gewinner des Wettbewerbs Graffiti ohne Grenzen verwirklichen am 9. Oktober 2009 ihre Siegerentwürfe. Ihre Bilder setzen sich mit dem Leben der Gesellschaft hinter dem Eisernen Vorhang auseinander, reflektieren aber auch die Gegenwart und die Erwartungen an die Zukunft. Während dieser Aktion läuft im Kino „Skalvija“ der Graffiti-Dokumentarfilm „Alter ego“ (2007) von Daniel Thouw. Der Film zeigt das Leben von Graffiti-Sprühern aus sieben Ländern.
Warschau
Diskussion, 21. Oktober 2009 Europa neu denken: „Tschüss DDR! Über Warschau in die Freiheit”
Am fünften Diskussionsabend der Reihe Europa neu denken wird der Film „Tschüss DDR! Über Warschau in die Freiheit“ gezeigt. Er dokumentiert die Flucht Zehntausender über Warschau in den Westen. Europa neu denken ist eine internationale Diskussionsreihe zum Umbruch und Aufbruch in Europa 1939 - 1989 – 2009, die an fünf Abenden nach einer Filmvorführung verschiedene Diskussionsschwerpunkte setzt.
Online-Literaturprojekt Mein 1989
Neun Schriftstellerinnen aus sechs Ländern Mitteleuropas setzen sich literarisch mit der Wende auseinander und erinnern sich an „ihr“ 1989.
Die polnische Autorin Sylwia Chutnik beschreibt aus der Perspektive eines jungen Mädchens, was die Wende in ihrer Heimat bedeutete.
Die polnische Autorin Magdalena Tulli schreibt, wie die Mauer die gesellschaftliche Landkarte Europas in eine „Gewinner-„ und eine „Verliererseite“ teilte.
Washington
Konzert, 10. November 2009 Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker: Durch Musik erinnern
Am 10. November spielen die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker in Washington.
Ausstellung, 4. November 2009 bis 8. Januar 2010 Iconoclash!
Ostdeutsche Symbole wurden für die Ewigkeit geschaffen, im Laufe der Zeit aber verfälscht, beschädigt, zum Teil aber auch wieder hergestellt. Die Ausstellung zeigt, wie sich die politische Ikonographie ändert, wenn sich das bestehende Wertesystem wandelt.
Film, 5. Oktober bis 30. November 2009 Wendeflicks: Die letzten Filme aus Ostdeutschland
Filme ostdeutscher Filmemacher aus der Zeit von 1988 bis 1994 zeigt die Filmreihe Wendeflicks. Einige der Filmemacher gehören zur letzten Generation von DDR-Filmschaffenden, die ihre Ausbildung bei der DEFA Filmgesellschaft abgeschlossen haben.
Wellington
Filmreihe, 4. bis 11. November 2009 / 10 / 14 Novemberkinder
Das Filmfestival widmet der Mauermetropole Berlin eine eigene Themenreihe: Focus Berlin ist einer der Schwerpunkte des Festivals.
Das Filmprogramm tourt im Anschluss durch Neuseeland:
Wellington 4.–11. November 2009, Embassy & Film Archive
Auckland 11.–18. November 2009, Rialto Newmarket
Christchurch 18.–22. November 2009, Rialto
Dunedin 25.–29. November 2009, Rialto
Internationale Konferenz, 3. bis 4. November 2009 Europa 20 Jahre nach dem Mauerfall
Was hat sich seit dem Fall der Mauer verändert? Und wichtiger: Gibt es Lebensumstände, die gleich geblieben sind? Diese Fragen diskutieren der Friedensnobelpreisträger H.E. Lech Wałęsa, der Kanzler der Universität Oxford Christopher Pattens, der Direktor der Abteilung “Transnationale Konflikte und Internationale Institutionen” am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) Michael Zürn und der Botschafter der Delegation der Europäischen Kommission in Australien und Neuseeland David Daly.
Mexico-Stadt
Kunstaktion, 13. bis 23. August 2009 Mauerreise
Das Goethe-Institut hat „Mauersteine“ in Länder geschickt, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. In Mexiko gestalten die Graffitikünstler Dhear und Saner, die Künstlerinnen Mora Diez und Dulce Chacón und der Multimediakünstler Juan Pablo Villegas die Steine.
Peking
Kunstaktion, 13. August 2009 Mauerreise
Das Goethe-Institut hat „Mauersteine“ in Länder geschickt, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. In China haben die Künstler Huang Rui, Wang Guangyi, Xu Bing sowie Zhang Xiaogang vier der Steine gestaltet. Ihre Werke wurden am 13. August in der Deutschen Botschaft in Peking vorgestellt.
Seoul
Kunstaktion, 28. August 2009 Mauerreise
Das Goethe-Institut hat „Mauersteine“ in Länder geschickt, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. In Korea haben der Autor Hwang Sok-Yong und die Künstler Ahn Kyu-Chul und Suh Yong-Sun die Steine gestaltet. Am 28. August fand im Goethe-Institut Seoul die Präsentation der koreanischen Arbeiten statt.
Umm el-Fahem
Kunstaktion, 20. Juni 2009 Mauerreise
Das Goethe-Institut hat „Mauersteine“ in Länder geschickt, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. In Umm el-Fahem hat eine Gruppe von jüdischen und arabischen Künstlern die Steine gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen gestaltet. Ausgestellt wurden sie am 20. Juni in der Umm el-Fahem Art Gallery.
Nikosia
13. September 2009 Mauerreise
Das Goethe-Institut hat „Mauersteine“ in Länder geschickt, in denen Grenzkonflikte das Leben der Menschen prägen. Dort wurden sie von Künstlern und Jugendlichen gestaltet. In Zypern gestalteten sowohl griechisch- und türkisch-zyprische Künstler und Graffitimaler, als auch bekannte Literaten wie Christos Hadjipapas, der Präsident des zyprischen Schriftstellerverbandes sie Steine.
Brüssel
Theaterprojekt, 14. Mai 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Mit seinem Theaterstück „Muur“ erschafft Pieter de Buysser ein hyperreales Märchen, in dem Träume von Geschichte und Willensfreiheit, Politik und Gleichheit formuliert werden – um anschließend wie Wasser zerrinnen.
Amsterdam
Theaterprojekt, 30. Oktober 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Mit dem Stück „2012“ wirft Marjiolijn van Heemstra die Frage auf, ob der Begriff der Menschenwürde im angebrochenen Jahrtausend einer neuen Definition bedarf.
Chisinău
Theaterprojekt, 28. November 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Die Moldauerin Nicoleta Esinencu zeichnet in ihrem Stück „Antidot“ ein düsteres Bild ihrer Heimat nach dem Mauerfall.
Ploieşti
Theaterprojekt, 21. Mai 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Im Stück „Zidul“ zeigt Theodora Herghelegiu die Probleme der Entfremdung, die fehlende Authentizität und die Hilflosigkeit im Umgang mit der neuen Freiheit auf.
Norrköping/Linköping
Theaterprojekt, 1. Oktober 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. „WENNMÄDCHENTÖTENKÖNNTEN“ von Asa Lindholm ist eine schreckliche und traurige Komödie darüber, was es bedeutet als junge Frau in dem Land mit dem höchsten Rang in der Gleichberechtigung zu leben.
Krakau
Theaterprojekt, 19. Juni 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Das Stück „Czekając Na Turka“ von Andrzej Stasiuk erzählt vom Leben ehemaliger Grenzgänger und -wächter, die wehmütig der Zeit des Grenzverkehrs gedenken.
Bydgoszcz
Theaterprojekt, 15. Oktober 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Im Stück „V(F)ICD-10 Transformationen“ von Artur Pałgya erzählen sieben Personen was sich seit 1989 in ihrem Leben verändert hat.
Espoo
Theaterprojekt, 27. Oktober 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzten sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. Der Finne Juha Siltanen zeigt mit „Raivobkabaree“ eine intelligente Theatershow, mit der er tief in die europäische und die finnische Tradition der Kabarettkunst eintaucht.
Bochum
Online-Literaturprojekt Mein 1989
Neun Schriftstellerinnen aus sechs Ländern Mitteleuropas setzen sich literarisch mit der Wende auseinander und erinnern sich an „ihr“ 1989. Die Autorin Katja Müller-Lange wagt sich an ungewöhnliche Protagonisten und schildert die Wende aus einer ganz eigenen Perspektive.
St. Petersburg
Ausstellung, 1. November bis 15. Dezember 2009 1989–2009: Bewegte Welt – Erzählte Zeit
16 zeitgenössische Foto- und Videoarbeiten aus Russland, der Ukraine, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Deutschland zeigen, wie sich der Wandel seit dem Mauerfall in der Kunst äußert. Die Ausstellung geht in zwei Exemplaren zeitgleich auf die Reise:
Moskau, Russland, 31. August–20. September 2009
Minsk, Belarus, 29. September–30. Oktober 2009
Tbilissi, Georgien, 1. November–15. Dezember 2009
Kiew, Ukraine, 13. November 2009–31. Januar 2010
Almaty, Kasachstan, März 2010
St. Petersburg, Russland, April 2010
Bischkek, Kirgisistan, April 2010
Taschkent, Usbekistan, Mai 2010
Novosibirsk, Russland, September 2010
anschließend folgen weitere Städte in Russland.
Barcelona
Veranstaltung, 9. November 2009 Europäische Gespräche und vieles mehr
Ausstellungen, Filme, Musik und hochkarätige Diskussionsrunden: Das Goethe-Institut Barcelona feiert einen Abend lang mit Veranstaltungen auf allen vier Stockwerken den Fall der Mauer vor 20 Jahren.
Manchester
Theaterprojekt, 4. Februar 2009 After The Fall
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Theaterprojektes setzen sich 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in ihrer Heimat seit dem Mauerfall auseinander. In dem Stück „Not Yet“ von Sarah-Jane Dickenson lernen Schüler im Deutschunterricht über den Fall der Mauer. Dazu müssen sie aber erst die Mauern überwinden, hinter denen sie sich selbst und andere verbarrikadieren.