Goethe-Szenen

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11. Juni 2013
Die Stimme

„Ich sitze in der Tat am liebsten am Schreibtisch und führe mir ferne Zonen und Länder durch Bücher vor Augen“, gestand Walter Jens anlässlich seines 80. Geburtstags der Berliner Zeitung. In frühen Jahren allerdings schweifte Jens dann doch auch mal selbst in die Ferne – etwa nach Italien oder Griechenland, ein einziges Mal in die Vereinigten Staaten. Nicht selten war der Rhetoriker, Philosoph und Schriftsteller dann auf Einladung des Goethe-Instituts unterwegs (wie hier im Jahr 1969 in Glasgow). Was besonders gut passte; denn als ebenso überzeugter wie streitbarer Demokrat stand Jens in der jungen Republik, die sich noch zu finden hatte, für ein Deutschlandbild, wie es auch das Kulturinstitut stets zu transportieren suchte. Und als „Stimme Deutschlands“ vertraute er dabei immer auf das, was auch dem Goethe-Institut zuvörderst am Herzen lag: die Kraft des Wortes. Am Sonntag nun starb Walter Jens. Ein Land hat seine Stimme verloren.

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