

Copyright: Sammlung Balthasar Elischer
20. August 2009
MusenkussWie die Musen um Apoll, den Gott der schönen Künste, scharte sich auch um den Patron der „Dichter und Denker“, Goethe, bekanntermaßen eine erkleckliche Zahl Damen jeden Alters. Ob persönlich oder als Sehnsuchtsgestalt beflügelte(n) allzeit eine oder mehrere Reifrockträgerinnen seine Kreativität. Auf Sommerfrische in Italien begegnete dem Universalgenie 1787 Angelika Kauffmann, die Herder einmal als „vielleicht cultivierteste Frau Europas“ bezeichnete. Sie führte in Rom einen illustren Künstlersalon: Adel und Bohéme gaben sich die Ehre. Nachzuverfolgen ist das Schmachten und Trachten des Dichterfürsten in der Budapester Sammlung Balthasar Elischers : Der Advokat gehörte jener breiten deutschungarischen bürgerlichen Schicht an, die Goethe und seine Zeit besonders verehrte, und trug auf Reisen allerlei Devotionalien zusammen. Heute sind die prosaischen Schwärmereien im „Goethe-Zimmer“ in der ungarischen Akademie der Wissenschaften für die Nachwelt erhalten.







