

Copyright: Ion Grigorescu
1. September 2009
Einer unter allenHier stehe ich und kann nicht anders: Was der sozialistische Literat Georgi Walentinowitsch Plechanow als die „entscheidende Rolle des Individuums in der Geschichte“ ausmachte, wusste vor ihm schon Martin Luther. Trotz des Verschwindens des Körpers in der großen Menschenmasse ist es stets auch der Einzelne, der den Gang der Historie bestimmt. Der junge Demonstrant im Bukarest der Siebziger scheint aus dem Off den Ruf Bob Dylans zu vernehmen: „The times, they are a-changing“ – so schepperte es vielleicht aus dem Lautsprecher, würde nicht der Eiserne Vorhang die Schallwellen der Protestkultur zurückwerfen. Mit präzisem Blick reflektiert der Künstler Ion Grigorescu in einer Ausstellung der New Yorker Galerie Ludlow38 des Goethe-Instituts die Zeitläufte in seiner rumänischen Heimat ebenso wie den eigenen Körper, Spiritualität und die Religion.










