

Copyright: Ulrike Mohr
26. August 2009
Von Eisentraut zu EisenkrautMörtel, Beton und Stein überdauern oft den politischen Geist, der seinen Prunkbauten Leben und Funktion einhauchen wollte: Vor dem Panorama der hohenzollernschen Grabkirche bahnt sich spärliches Grün seinen Weg durch die verlebte Außenhaut des real existierenden Sozialismus. Und während ebenerdig die politischen Exekutiven noch über die Zukunft des „Ballasts der Republik“ diskutierten, eroberte droben längst Wildwuchs den ehemaligen Sitz des DDR-Parlaments. Das Restgrün hat die Planierung von „Erichs Lampenladen“ (unter anderen aus der Feder des Architekten Wolf-Rüdiger Eisentraut) als einziger Überlebender überstanden: Heute findet man das forsche Gewächs im Skulpturenpark Berlin_Zentrum. Identitätsverlust und Neue Freiheit sind auch die Themen weiterer Kunstwerke der vom Goethe-Institut Mailand kuratierten Ausstellung Niemand ist mehr dort, wo er hinwollte. 20 Jahre nach Fall der Mauer zeigt sie die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ende des Kalten Krieges und seinen Spuren in Natur und Stadtplanung.










