

Copyright: Martin Wälde
5. Januar 2010
Gebaute ErinnerungIm Schritttempo fährt die Kamera um eine monumentale Betonschale. Sie ist rund, enthält die Asche von Menschen, die im Konzentrationslager Majdanek ermordet wurden. Die Kamera erforscht die bauliche und künstlerische Struktur des Mausoleum-Mahnmals. Immer tiefer bohrt sie sich in die Schale. Wie das Mahnmal selbst kehrt das Video das Innere nach außen. „Im Kreise drehen“ heißt der Film des Künstlers Marcel Odenbach, den er letztes Jahr für das internationale Videokunstprojekt Building Memory produziert hat. Drei weitere Künstler nehmen daran teil, aus Litauen, Polen und Israel. Zum Thema „Erinnerung und Gedächtnis in der Architektur“ wollen sie Assoziationen, Erkenntnisse und Emotionen wecken, neue geschichtliche Kontexte und Bezüge herstellen und so Geschichte vor Augen führen. Momentan werden die Filme im Contemporary Art Center in Vilnius gezeigt, ab Mai sind sie dann im Dortmunder U zu sehen.







