

Copyright: Anke Burger
29. März 2010
Gesellschafts-TanzTanzkunst hat sich in Indien längst von Religion, Kaste und Stammestradition gelöst. Dennoch lebt die Performance vom Körpergefühl der Tänzer, das auf den traditionellen Bewegungsprinzipien beruht. Umso größer ist die Herausforderung an den zeitgenössischen Tanz in Indien, aktuelle Gesellschafts-Themen aufzugreifen. Das Goethe-Institut hat ihm jetzt das Web-Journal Art & the City gewidmet. Es erzählt von Menschen wie Hema Bharathy Palani, einer 29-jährige Tänzerin aus Bangalore, die in ihrer Choreographie das Schweigen über den sexuellen Missbrauch von Kindern bricht: Nach der Lektüre von Bitter Chocolate, einem Buch der Journalistin Pinky Virani über Kindesmissbrauch in Indien, hat sie sich zwei Jahre lang immer wieder mit den Opfern getroffen. Dabei hat sie ihre Körpersprache beobachtet und sie nun in einer 20-minütigen Choreographie umgesetzt.







