

Copyright: Alexander von Reiswitz
12. März 2010
Der falsche GroßvaterSchüchtern blickt der Junge in die Kamera. Wäre nicht Opa, der Sicherheit und Geborgenheit ausstrahlt, er würde nicht so ruhig dasitzen. So meint man zumindest. Doch der Schein trügt. Die beiden Porträtierten sind nicht miteinander verwandt, sie kennen sich nicht einmal und werden sich womöglich nie wieder begegnen. Der Berliner Fotograf Alexander von Reiswitz spricht bei seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen von der „Zufälligkeit des Lebens“. Spontan stellt er Passanten als Gruppe auf, lässt sie Händchen halten oder einander den Arm um die Schulter legen. Durch Nähe und Berührung werden Fremde so zu Enkeln, Vätern oder Großmüttern. Weltweit erfindet von Reiswitz seine ganz eigenen Familien und stellt neue Realitäten her. Im Rahmen der retroPERSPEKTIVE 2010 – 50 Jahre Goethe-Institut in Marokko ist die Ausstellung „Family Constellation“ nun in Casablanca zu sehen.










