

Brandt und das Ich
Seit über 40 Jahren porträtiert Stefan Moses die Deutschen: Alte und Junge, Künstler und Intellektuelle, Arme und Reiche, ihre Wohnungen und ihre Feste. Der Fotograf wurde so zu einem Chronisten der deutschen Nachkriegszeit. Auch Willy Brandt wurde von Moses porträtiert – während einer Wahlparty im Jahr 1965 in Bayreuth. Der Regierende Bürgermeister von Berlin trat damals als Kanzlerkandidat der SPD gegen Amtsinhaber Ludwig Erhard an – erfolglos. Die Kunst von Stefan Moses ist es, die Menschen für die Fotografie zu einer Form der Selbstentäußerung zu bewegen. Sie sollen aus der Rolle, die sie in der Gesellschaft spielen, heraustreten und etwas von ihrem Ich zeigen. Noch bis zum 25. März zeigt das Goethe-Institut Brüssel unter dem Titel „Deutsche Vita“ 50 Bilder des Fotografen.










