

Frechheit!
Die junge Frau blickt nachdenklich in das Licht einer Kerze und zeigt dabei die nackte Schulter. Die rechte Hand ruht auf einem Totenschädel, der in ihrem Schoß liegt. Vanitas, carpe diem, memento mori – das Barockgemälde befolgt die Leitsätze der Epoche. Doch neben den dunklen Augenhöhlen des Totenkopfes, der uns an unsere Sterblichkeit erinnern soll, starrt uns ein äußerst lebendiges Augenpaar an, nämlich das eines Kobolds. Für Freche Kopie, eine Serie digitaler Collagen, verpflanzt Margret Eicher den Hauself Dobby aus dem modernen Kassenschlager Harry Potter in ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. Eine Konfrontation von Hoch- mit Popkultur, ein regelrechter „Aufstand der Zeichen“, der noch bis zum 16. Dezember in Eichers gleichnamiger Ausstellung im Goethe-Institut Nancy stattfindet.







