Goethe-Szenen

Foto: Goethe-Institut/Pascale Toche
Foto: Goethe-Institut/Pascale Toche

1. Februar 2012

Die Brücke: Metapher der Metaphern

Brücken müssen ja ständig als Metaphern für Dialog, Austausch und Verbindung herhalten. Als solche eignen sie sich hervorragend für alle möglichen künstlerischen Arbeiten. Besonders für die des Goethe-Instituts. So auch in Edéa, Kamerun. Hier wurde vor kurzem der gemeinsamen Geschichte Kameruns und Deutschlands gedacht und zu mehr Dialog eingeladen. Im Zentrum der großen Intervention im öffentlichen Raum stand: eine Brücke. Aber nicht irgendeine, sondern eine mächtige, 100 Jahre alte Stahlkonstruktion, die die deutschen Kolonialherren einst bauen ließen. Der Künstler Pascale Marthine Tayou drapierte riesige, auf Stelen stehende Holzfiguren um sie herum, ließ Goethes Faust – auch so ein Dauerbrenner – interkulturell inszenieren und eine Installation errichten, die sich mit dem indigenen Kameruner Schriftsystem auseinandersetzt, und fertig war das Gesamtkunstwerk. Es heißt: „Die Spaziergänger von Edéa“.

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