Was macht das Medium?
Kunst im Zeitalter des Digitalen
Vortragsreihe
21.05.2013 – 30.07.2013, Beginn jeweils 18 Uhr
Zentrale des Goethe-Institut und Lehnbachhaus, München
Eintritt frei
21.05.2013 – 30.07.2013, Beginn jeweils 18 Uhr
Zentrale des Goethe-Institut und Lehnbachhaus, München
Eintritt frei

Bitte beachten Sie die Änderung! Clemens von Wedemeyer spricht nun am 30. Juli. Der Termin mit Dora Imhof muss leider entfallen.

Die Vortragsreihe „Was macht das Medium? – Kunst im Zeitalter des Digitalen“ fragt aus unterschiedlichen Perspektiven nach der Spezifik künstlerischer Medien.
Welche konzeptionellen Überlegungen motivieren die Wahl eines bestimmten Mediums von Seiten der Künstler? In welcher Hinsicht bestimmt das Medium, was wie dargestellt oder erzählt werden kann? Auf welche Art und Weise beeinflussen die Möglichkeiten des Digitalen die Produktions- und Rezeptionsweisen von Kunst? Welche Kriterien stehen zur Verfügung, um Medien voneinander abzugrenzen? Und in welcher Hinsicht ist dies sinnvoll oder gar notwendig?
Ein neuer Paragone?
Die leitende These hinter der Vortragsreihe lautet, dass die funktionale Differenzierung der Gesellschaft, die eines der Kennzeichen der (westlichen) Moderne darstellt, sich in den Künsten widerspiegelt. Nicht mehr die Argumente zum Vorrang von Malerei oder Skulptur, Malerei oder Text kennzeichnen die Debatten, sondern Wahlfreiheit und damit Begründungszwang zur Wahl eines bestimmten Mediums innerhalb der jeweiligen Gattung. Warum wird auf Super 8 oder Video gedreht, wenn digitale Aufnahmemethoden zur Verfügung stehen? Was unterscheidet einen Film im Rahmen einer Rauminstallation von seiner Präsentation im Kino oder im Netz? Warum analog fotografieren, wenn die Auflösung digitaler Kameras höher ist als diejenige der fotografischen Emulsion? Wozu malen?Zu fragen ist, ob ein Medienbegriff, der die funktionalen Relationen zwischen Medium und künstlerischer Semantik untersucht, einen Medienbegriff abgelöst hat, der auf materialen und formalen Eigenschaften gründete. Sowenig eine normative Ästhetik der Vielfalt künstlerischer Produktionsformen gerecht wird, sowenig entspricht ihnen die Rede vom „post-medium age“. Dagegen plädieren wir für eine Betrachtungsweise, die von der Spezifik des jeweiligen Werks und der in ihm verwendeten Medien ausgeht und diese zur Basis der Interpretation macht.
Ästhetik der Differenz
Die Vortragsreihe, die vom Goethe-Institut und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München konzipiert und durchgeführt wird, hat zum Ziel, die Notwendigkeit einer Ästhetik der Differenz zu untersuchen. Anhand von Vorträgen von Theoretikern, Kritikern und Philosophen und Gesprächen zwischen Künstlern und Kuratoren soll die Bedeutung des Themas für die zeitgenössische Ästhetik und einen angemessenen Umgang mit der Kunst der Gegenwart vermessen werden.Die Vortragsreihe „Was macht das Medium? – Kunst im Zeitalter des Digitalen“ wird von der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und dem Goethe-Institut konzipiert und durchgeführt.
Kontakt: Lisa Mayerhöfer
(
lisa.mayerhoefer@goethe.de, 089/15921 253)
Kontakt: Lisa Mayerhöfer
(
lisa.mayerhoefer@goethe.de, 089/15921 253)Links zum Thema
Rubrik:
Kalender | ||
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Vortrag
21.05.2013, 18 Uhr |
Leonhard Emmerling, Marina Ludemann |
Zentrale des Goethe-Instituts |
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Vortrag
04.06.2013, 18 Uhr |
Isabelle Graw |
Lenbachhaus |
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Vortrag
11.06.2013, 18 Uhr |
Kerstin Stakemeier |
Zentrale des Goethe-Instituts |
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Gespräch
18.06.2013, 18 Uhr |
Jörg Sasse, Matthias Mühling
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Lenbachhaus |
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Gespräch
25.06.2013, 18 Uhr |
Katharina Grosse, Ulrich Loock |
Lenbachhaus |
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Vortrag
09.07.2013, 18 Uhr |
Birgit Hein |
Zentrale des Goethe-Instituts |
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Vortrag
16.07.2013, 18 Uhr |
Eva Schürmann |
Zentrale des Goethe-Instituts |
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Vortrag
23.07.2013, 18 Uhr |
Helmut Friedel |
Zentrale des Goethe-Instituts |
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Gespräch
30.07.2013, 18 Uhr |
Clemens von Wedemeyer, Fabienne Liptay |
Zentrale des Goethe-Instituts |






