Förderung

Interkulturpreis 2013: Wirtschaftswissenschaften

Das Goethe-Institut lobt seinen international ausgeschriebenen Interkulturpreis 2013 für Nachwuchswissenschaftler/-innen der Wirtschaftswissenschaften aus. Die Verleihung findet im Rahmen des 6. Global Media Forums der Deutschen Welle (17.–19. Juni 2013) statt. Es handelt sich hierbei bereits um die dritte Ausschreibung dieses Preises zur Förderung des interkulturellen Wissenschaftsdialogs. In den Jahren 2011 und 2012 wurde er in den Fachgebieten Philosophie und Soziologie vergeben.

Der Interkulturpreis soll den interkulturellen Dialog vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften fördern. Mit der Verleihung dieses Preises an innovative, junge Wirtschaftswissenschaftler/-innen will das Goethe-Institut einen Beitrag zur Wahrnehmung auch der Wirtschaftswissenschaften als Aktionsfeld der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik leisten.


ESSAY

Finanzwirtschaftliche Verwerfungen und interkulturelle Differenzen – Inner- und außereuropäische Perspektiven

Die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone und die heftigen Diskussionen um die Schuldenkrise haben in den vergangen Monaten zu einer neuen Aufmerksamkeit für ökonomische und strukturelle, aber auch für kulturelle Voraussetzungen des Wirtschaftens geführt. Die Bonitätsnoten der Ratingagenturen scheinen alte Vorurteile zu bestätigen und damit zuweilen auch fragwürdigen Nachhall in den Medien und der öffentlichen Meinung zu finden.

Der Essay sollte die aktuellen finanzwirtschaftlichen Entwicklungen und ihren Bezug zu interkulturellen Differenzen sowie deren Wahrnehmung und Wertung möglichst anschaulich beleuchten. Dabei interessiert sowohl die innereuropäische Reflexion als auch der Blick von außen, wie etwa der Vergleich mit anderen Wirtschaftsräumen oder -föderationen.

Bei der Ausgestaltung des Essays könnten zum Beispiel folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:
  • Wie kann man sinnvoll von unterschiedlichen Kulturen des Wirtschaftens sprechen?
  • Inwiefern spiegeln sich die vielschichtigen kulturellen Unterschiede der wirtschaftlichen Umgangsformen innerhalb Europas in den Medien?
  • Gibt es eine Wechselwirkung zwischen lokalen Wirtschaftstraditionen und den Anforderungen der globalen Märkte?
  • Wie werden die politischen und wirtschaftlichen Spannungszustände in den verschiedenen Ländern Europas oder auch außerhalb Europas wahrgenommen?
  • Wie sind die wirtschaftspolitischen Konsequenzen und Reaktionen der einzelnen Regierungen und der europäischen Staatengemeinschaft EU zu beurteilen?
  • Welche Perspektiven (des Handelns) lassen sich aufzeigen?

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler/-innen der Wirtschaftswissenschaften, in erster Linie an Post-Docs; teilnehmen können aber auch Doktoranden, Habilitanden und Junior-Professoren. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht.

Die Teilnahme am Interkulturpreis-Wettbewerb des Goethe-Instituts ist ausdrücklich nicht auf deutschsprachige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begrenzt. Voraussetzung ist die Einreichung eines auf Deutsch oder Englisch verfassten Beitrags in Form eines Essays, der neue wirtschaftswissenschaftliche Denkansätze im vorangehend dargestellten Themenfeld erörtert bzw. einschlägige Debatten im internationalen Kontext vorantreibt.

Das Goethe-Institut ist grundsätzlich an einer öffentlichen Vermittlung von Wissenschaft interessiert. Neben profunder Entfaltung unter Angabe verwendeter Quellen und der Bezugnahme auf den Stand gegenwärtiger Forschung, ist es daher wünschenswert, dass die wirtschaftswissenschaftlichen Überlegungen in einer persönlichen Auseinandersetzung möglichst praxisnah entwickelt werden. Der Text sollte sich in einer allgemein verständlichen Sprache auch einer interessierten (fachfremden) Öffentlichkeit erschließen.

EINREICHUNG DER TEILNEHMERBEITRÄGE

Die Wettbewerbsbeiträge können bis 14.04.2013 eingereicht werden bei:

Frau Simone Lenz
Bereich 31 – Wissenschaft und Zeitgeschehen
Goethe-Institut, Zentrale München
Dachauer Str. 122
80637 München
Tel.: +40 89 15921-309
Fax: +49 89 15921-237
Simone.Lenz@goethe.de

Der Beitrag darf maximal 40.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) umfassen und sollte nach Form und Inhalt international üblichen wissenschaftlichen Standards und Ansprüchen genügen. Einzureichen sind die Beiträge zur Überprüfung der Zeichenzahl in einem Standard-Textverarbeitungsformat (z.B. Word-Dokument) und als PDF-Dokument.

Beizufügen ist ein tabellarischer Lebenslauf (CV) und eine Eigenständigkeitserklärung, aus der hervorgeht, dass der Beitrag selbständig und ausschließlich unter Nutzung separat aufgelisteter Hilfsmittel verfasst wurde.

Beitrag, CV und Selbständigkeitserklärung müssen sowohl in elektronischer Form (vorzugsweise als E-Mail-Anhang) als auch in Papierfassung vorgelegt werden.

JURY

Die Auswahl erfolgt durch eine zu diesem Zweck berufene Jury. Ihr gehören unter anderem an: Prof. Dr. phil. Joseph Vogl, Humboldt Universität Berlin, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Goethe-Instituts; Ulrich Braess, Leiter des Goethe-Insituts Mailand; Professor Michael Hutter, Abteilungsdirektor “Kulturelle Quellen von Neuheit”, Professur “Wissen und Innovation”, TU Berlin. Die Nominierung des Preisträgers 2013 soll bis Ende Mai abgeschlossen sein.

PREIS

Der Preis besteht zweckgebunden in einem Publikationskosten- oder Projektförderzuschuss im Gesamtwert von € 2.500,- (in Worten: zweitausendfünfhundert Euro). Das Goethe-Institut wird in der Publikation oder im Projektzusammenhang ausdrücklich erwähnt. Eine zweckungebundene Auszahlung ist nicht möglich.

Der Preisträger wird zur Preisverleihung im Rahmen des Global Media Forum 2013 nach Bonn (17.–19.06.) eingeladen. Die Kosten trägt das Goethe-Institut.

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